Neuigkeit im “Fall A.T.U.”: das Unternehmen antwortet

Der KFZ-Teile-Hersteller A.T.U. hat derzeit einen äußerst fragwürdigen Werbespot online, der weiße Reinheitsphantasien bedient und allenorts als rassistisch eingestuft wird, siehe dieser BLOG-Eintrag hier.

Unser Schreiben an die Firma kann man hier lesen.

Nun erreichte uns ein Antwortschreiben darauf von A.T.U. Kommentare im Blog wie immer erwünscht.

Kinderbuchautor Otfried Preußler ist freiwillig Rassist…

Update vom 19.1.2013: Gute Nachrichten: der Thienemann Verlag war erfolgreich; im Kinderbuch “Die Kleine Hexe” werden Kindern nun keine rassistischen Begriffe mehr als ganz harmlos verkauft.

Artikel und große mediale Aufregung: Hier

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… Dies behauptet jedenfalls sein Verlag.

(auszugsweise ein Urteil des Amtsgerichts Schwäbisch Hall vom 15. Juni 2000:
Wer einen Schwarzen öffentlich als “Neger” bezeichnet, darf ungestraft “Rassist” genannt werden.
Das Urteil trägt die Geschäftsnummer 6 C 154/ 00)

Leserinnebrief: Zusendung von N.:

(…) ich bin so schockiert auf die Antwort des Verlags von Otfried Preußler, nachdem ich sie sehr freundlich angeschrieben hatte und um Korrektur einer Passage in einer (neuen!) Auflage eines Kinderbuches von ihm gebeten hatte. Ich bin wirklich fassungslos. Und sprachlos.

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SPIEGEL: nichts dazu gelernt

Zusendung von I.:

anbei mein Beschwerdebrief an den Spiegel wegen eines Artikels über
Timbuktu (31, 2008) (…)

/Im Namen von Gleichgesinnten aus den Bereichen der
Entwicklungszusammenarbeit, der Schulbildung, der Kunst, der
universitären Lehre, der Gastronomie, dem Gesundheitsbereich etc. möchte
ich die Redaktion fragen, wie verantwortungsvoll bzw. -los sie die
Artikel des Spiegels betreut. Wir sind höchst aufgebracht über den
Bericht ,Sesam im Sandmeer’, der über den wertvollen Fund
mittelalterlicher Schriften in Tombouctou und Umgebung informiert.
Er strotzt nur so von rassistischen Begriffen und Ansichten.

Hier einige ausgewählte Beispiele: /
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Berliner Feindbild laut “Zitty”: ein kleines Schwarzes Mädchen

Leserbrief von A.

http://magazin.zitty.de/16804/berlin-deine-feindbilder.html

es geht um ‘Berliner Feindbilder’, eine der Rubriken heisst ‘kleines
Monster’
(…)

Da stellt sich doch die Frage: wieviele schwarze Kinder gibt es
eigentlich im Prenzlauer Berg, ich habe in sieben Jahren dort nie auch nur
EINES gesehen (wie auch: wer will schon taeglich von rechten Barbaren
gemobbt werden) und vor allem: welche Phantasmen haben die Leute hier
wieder geritten, ganz nach dem Motto: wie illustrieren wir am besten
‘kleines Monster’, ja richtig, nehmen wir doch gleich ein Kind das
ohnehin in etwa wie ein Monster aussieht o.s.ae., aber wer DIESE Assoziation
hat,d er erinnert sich ja nicht an tausende dieser rassistischen
Zuschreibungen der Vergangenheit und gegenwart, sondern ER ist es, der die
rassistischen Gedanken hat, wirklich grossartig.

Gruesse,
A.

Anm der Red (Sw).:

Das Schwarze Mädchen als “Feindbild”. Sehr liberal, Zitty.

Um den üblichen Stimmen zuvorzukommen: so lange in unserer Gesellschaft Schwarzsein dämonisiert und fremddefiniert wird, die Darstellung Schwarzer Menschen seitens der Dominanzgesellschaft negativ, sexualisiert oder kolonial konnotiert erfolgt, und solange dies dazu führt, dass Schwarze Menschen Opfer von rassistisch motivierten Gewalttaten und Morden werden, so lange Schwarze Kinder sich täglichen Beleidigungen und Übergriffen gegenüber sehen, ist es nicht nur kein Zeichen von Gleichberechtigung, sondern eine ganz besonders perfide und ignorante Idee, wenn die Publikation einer weißen Mehrheitsgesellschaft ein Schwarzes Mädchen (!) als “Feindbild”, ja sogar “Monster” konstruiert.
Auch “Zitty” befindet sich nicht im luftleeren Raum. Es gibt eine kolonialrassistische Tradition und Vergangenheit in Deutschland, unabhängig davon ob man sich dies bei dem Magazin eingestehen will oder nicht. Wenn man davon Kenntnis hat, verliert diese Bebilderung jede Spur von ‘Harmlosigkeit’.

Rassistische Diskotheken-Einlasspraxis: Interview zum Gerichtsurteil

siehe auch dieser BLOG-Beitrag.

Am 10. Februar 2007 wurde ein Schwarzer Student aus Kamerun vor einer Oldenburger Disco abgewiesen. Er zeigte die Betreiber an und ist damit der erste disbezügliche Fall unter dem AGG.
Der Kläger hat gewonnen.

Hier ist dazu das “Türsteher-Apartheid” betitelte SPIEGEL-ONLINE-Interview mit dem Kläger

Anm. der Red.:

Auch hier wird seitens einiger Beteiligter Rassismus mit Ausländerfeindlichkeit verwechselt.

Differenziert berichten: “Informationen zum korrekten sprachlichen Umgang mit rechtsextremistischen oder rassistisch motivierten Straftaten”