Kritik an der deutschsprachigen Wikipedia

Aktuell dieser Blogeintrag von Black(s) in NRW über einen (nicht gelungenen) Löschversuch des Eintrages zu “Oury Jalloh”:

“Wikipedia.de: Oury Jalloh nicht relevant genug um in einer Enzyklopädie zu stehen”

Zum Hintergrund fürs Archiv:

Der folgende Artikel beschäftigt sich mit rassistischen und eurozentristisch geprägten Inhalten der deutschen Ausgabe der Online Enzyklopädie Wikipedia, dem Umgang mit Sexismus sowie mit der Tolerierung rechtsextremer UserInnen innerhalb des Projekts.

Der Artikel ist älter, es wird daher keine Garantie für die Aktualität der Inhalte übernommen. Zumindest aus historischer Sicht ist er jedoch interessant.

http://no-racism.net/article/1336/

Magazin EXIT: der Schwarze (Weihnachts)Mann bringt HIV

alles Gute zum Nikolaustag!

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Quelle: publigayte / exitmagazin.de

“Exit”, in Eigenbezeichnung “das schwule NRW-Magazin” für das Ruhrgebiet, aus dem Hause publigayte, zeigt zum Titelthema der steigenden HIV-Infektionszahlen einen nur mit Weihnachtsmannmütze bekleideten Schwarzen; darunter die -sehr danebene- Schlagzeile: “HIV-Infektionen – Schwarze Aussichten für nächstes Jahr”. Ohne Worte. Aber ein gutes Beispiel dafür, dass die gern als Abwehr eines Rassismusvorwurfs geäußerte Pauschalphantasie, dass man ja gar nicht rassistisch sein könne, weil man selbst zu einer diskriminierten Gruppe gehört, eben nur das ist – eine Phantasie.

Handlungsvorschlag: Brief an die Geschäftsleitung. Immer sinnvoller Zusatz: “Bitte beachten Sie, dass dieser Briefwechsel von mir öffentlich geführt wird, und ich dieses Anschreiben wie auch Ihre eventuelle Antwort zu Zwecken der Dokumentation und Aufklärung veröffentlichen werde.”

Dazu ein kurzer Auszug aus dem Buch “Deutschland Schwarz weiß”:

Solange Sie nichts sagen, spielen die Sender und Zeitschriften sich auf, als handelten sie in Ihrem Interesse. Erlauben Sie das nicht.

Update vom 4.5.2009:

Neue Entwicklung:

Der “Weihnachtsmann” kam wohl unfreiwillig auf das Cover. Er hat nach eigenen Angaben jetzt erst von dem Cover erfahren und sagt, er habe nie sein Einverständnis zur Veröffentlichung der Bilder gegeben. Er prüft nun rechtliche Schritte und möchte verständlicherweise anonymisiert werden.

Update vom 14.12.:

– Gegendarstellung: laut EXIT-Redakteur Marc Kersten bringt die von uns im Blog als Ansprechpartner genannte Publigayte GmbH “keine Zeitschreift und schon gar nicht die EXIT” heraus. “Die Leute da haben das Titelbild in keiner Weise zu verantworten.”, so Kersten. Wir nehmen uns für die Zukunft eine noch gründlichere Recherche aller publizistischen Hintergründe vor! Eine Entschuldigung unsererseits muss leider ausbleiben, weil Publigayte das (damalige) Titelbild, s.o., und die dazugehörigen aktuellen redaktionellen Belange auf ihrer Homepage spiegelten und verfügbar machten. Auch erschien zum damaligen Zeitpunkt “Publigayte” als einziger Kontakt auf der Homepage “exitmagazin.de” und bot eine Feedbackfunktion an, u.a. “allgemeine Kritik” und “Verbesserungsvorschlag”. Ein alternativer Kontakt zur EXIT-Redaktion wurde uns nicht genannt.

– neues Cover online

Der zuständige Redakteur der EXIT hat sich in einem offenen Brief online entschuldigt. Die Dezember-Ausgabe der EXIT ist nun im Internet mit der neuen Headline “Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch” (statt “HIV-Infektionen – Schwarze Aussichten für nächstes Jahr”) versehen worden. Es ist uns nicht bekannt, ob das auch die Printausgabe betrifft, die wahrscheinlich -da Dezemberheft- bereits ausgeliefert ist. Eine rege Diskussion über den Inhalt des Entschuldigungsschreibens findet sich unter den “Kommentaren”.

Sw
gefunden auf BlackNRW

racist newspaper-article in Munich “AZ”: Obama’s “negroid features” and outrageous race theories

“In the long run, people with dark skin tones have little chances of survival under Northern conditions. Also, their birth rates drop. The reason for this lies in the weather’s impact on their bones. Says Professor Schiefenhövel: “Their bones quickly become soft and warped. The womens’ pelvises become distorted which eventually renders child-birth impossible for them.”

“Barack Obama’s victory means that for the first time a Coloured has been elected into the highest office of the US. His frizzy black hair, negroid lips and dark complexion stem from his parentage…”

This is just some of the racist content of a newspaper article that has recently been published in the german newspaper “AZ” (Abendzeitung, Munich) and on AZ’s online presence. The article was motivated by Barck Obama’s election and stayed online despite numerous protests during the commemoration day of the Pogromnacht on November 9 and 10. Scroll down for full translation of the article.

The fact that it appeared in a not specifically right-wing but mainstream newspaper, shows very clearly the lack of awareness in German media.

The response to negative reactions from readers throughout Germany was an e-mail from the author in which he regrets that his article evoked such negative reactions – a reaction far from an apology. The executive board, publisher and editor in chief haven’t found any reaction necessary so far.

Please help Germany’s mediashpere comprehend that the use of racist language and content -even if seemingly ridiculous at first- is harmful and watched with concern from people all over the world.

You could do so for example by writing an e-Mail to the AZ’s editor-in-chief with cc to us for documentation of your reactions. Or cover the issue in your blog and forward it to counter-racist-organisations.

Mail contact to the newspaper:
chefredaktion@abendzeitung.de

full article translation:

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7.12. – Muenchen – Workshop für afrodeutsche Kinder und Jugendliche

MAP ist eine Bildungsinitiative, die im Sommer 2008 von Mitgliedern der regionalen und überregionalen afrodeutschen und afrikanischen Gemeinschaft ins Leben gerufen worden ist und sich an Schwarze Jugendliche /junge Erwachsene richtet. Der erste Workshop im Rahmen von MAP widmet sich dem Thema Schwarze Geschichte und Biografien. Daneben bietet er die Möglichkeit zum Austausch erlebter Geschichten der Jugendlichen untereinander. Thematisiert werden u. a. Erfahrungen mit rassistisch motivierter Gewalt und die Frage nach konstruktiven Strategien
zur Gewaltprävention.

Workshop -Programm

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6.12., Muenchen: afrodeutsche Jugendliche praesentieren ihre Perspektiven

“Woher kommst Du? Wie kämmst Du dich? Sprichst Du eigentlich afrikanisch?”
Manche Fragen hört man ziemlich oft, wenn man afrodeutsch ist …
In »KOSMOS BRD« präsentieren Jugendliche ihre Sicht der Dinge, als Schwarze Menschen in Deutschland zu leben. Die Aufführung entstand nach gemeinsamer Arbeit in einem sechsmonatigen Theaterworkshop und
handelt von lästigen Zuschreibungen und nervigen Stereotypen.
Die Vorstellung findet als Nikolaus-Special in einer Doppelaufführung mit den YoungStars aus Bielefeld statt.
Mit »real life: Deutschland« unternimmt das Ensemble eine Reise durch eine Szenencollage und spiegelt dabei die verschiedenen Perspektiven und Erlebnisse der Jugendlichen wider. Hier wird Schwarzes Leben und
Schwarze Geschichte erfahrbar ” real und unbequem!
Vorstellung: Samstag, 6.12.2008 // Beginn 18.30 Uh