Buchtipp: “Journalisten der Finsternis” – wenn Weiße über Schwarze schreiben…

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Dieses Buch hätte man kaum schöner betiteln können.

Lutz Mükke – Journalisten der Finsternis. Akteure, Strukturen und Potenziale deutscher Afrika-Berichterstattung
2009, 560 S., 37 Abb., 11 Tab., Broschur, 213 x 142 mm, dt., Halem Verlag

Seit Jahrzehnten wird von Wissenschaft und journalistischer Praxis harsche Kritik an Präsentation und Inhalt der Afrika-Berichterstattung in den deutschen Medien geübt. Lutz Mükke möchte mit “Journalisten der Finsternis” der in Deutschland üblichen inhaltsanalytischen Auseinandersetzung eine ausführliche Analyse der an der Afrika-Berichterstattung beteiligten Kommunikatoren (Korrespondenten, Redaktionsmitarbeiter, lokale Mitarbeiter) zur Seite stellen. Er beschreibt zudem Strukturen (u.a. Nachrichtenauswahl, ökonomische Rahmenbedingungen, Gatekeeper-Positionen), die die journalistische Informationsverarbeitung zu Afrika-Themen maßgeblich bestimmen.

Die Untersuchung verfolgt zwei Ziele: Sie will einen kritischen Beitrag zur Professionalisierung des Auslandsjournalismus leisten und darüber hinaus Anregungen für den theoretischen Diskurs über Auslandsberichterstattung bieten. Sie bezieht sich dabei auf die derzeit gültigen Leitsätze des praktischen Journalismus, lässt Erfahrungen von Journalisten einfließen und stellt außerdem viele empirische Daten bereit.

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