Homestory Deutschland ab Mitte April in Berlin

Homestory Deutschland
Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart

Schwarze Menschen leben seit vielen Jahrhunderten in Deutschland. Allerdings ist auch noch im Jahr 2010 wenig über ihre historische und gegenwärtige Präsenz bekannt. Während sie in der offiziellen Geschichtsschreibung als eigenständige Gruppe kaum auftauchen, dominieren in der Öffentlichkeit immer noch Klischees, die nach wie vor von kolonialen Wahrnehmungsmustern geprägt sind.

Das von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD Bund e.V.) initiierte interaktive Ausstellungsprojekt „Homestory Deutschland“ befasst sich mit diesem vielschichtigen Thema. Mit der Zusammenschau von 27 visuell aufbereiteten Biografien von in Deutschland lebenden Frauen und Männern afrikanischer Herkunft aus drei Jahrhunderten ist ein kollektives Selbstporträt entstanden, das Schwarzen Perspektiven und Reflexionen, Beiträgen und Verdiensten eine spezielle Würdigung zuteil werden lässt.  Das Diversity Committee der Nelson-Mandela-Schule bringt April 2010 die Ausstellung erstmalig nach Berlin und bietet dazu ein vielfältiges Rahmenprogramm an.

Die wichtigsten Infos kurz und knapp:
Ausstellung und Rahmenprogramm – Donnerstag, 15. April bis Freitag, 7. Mai 2010
Ausstellungseröffnung – Donnerstag, 15. April 2010, 18.30 Uhr

Veranstaltungsort
Nelson-Mandela-Schule
Pfalzburger Straße 23
10719 Berlin-Wilmersdorf
U3 Hohenzollernplatz / U7 Fehrbelliner Platz
Bus 249, 101, 104, 115

Öffnungszeiten
Mittwoch und Donnerstag 16 – 19 Uhr
Freitag 12 – 18 Uhr

Kontakt
diversity@nelson-mandela-schule.net
www.nelson-mandela-schule.net
Facebook – Homestory Deutschland: Berlin 2010

Mehr Informationen entnehmt ihr bitte den Flyer:

Flyer Homestory Deutschland

Stimme nutzen führt zum Erfolg!

Auf nur eine Leserzuschrift hin (die allerdings sehr gut begründet war) hat die Redaktion von Tagesschau.de heute die koloniale Bezeichnung “Farbiger” in einem Artikel durch die korrekte Bezeichnung “Schwarzer” ersetzt.

Feedback abgeben und Leserbriefe schreiben ist nicht “umsonst” (allerdings gratis machbar  : ) – von seriösen Redaktionen wird Feedback auch besprochen und berücksichtigt.

Prophylaktisch, da es sich um Südafrika handelt: kolonial konnotierte Bezeichnungen (auch Selbstbezeichnungen) haben in jedem Kulturkreis eine andere Bedeutung (siehe engl. “race”, “caucasian” etc.). Eine wörtliche Übersetzung wäre daher in jedem Fall fehlerhaft.

Der Fall Guerrero: Kulturalistische Berichterstattung

via NPD-Blog

…Nach dem 0:0 gegen Hannover 96 bewarf der Stürmer einen Zuschauer mit einer gefüllten Trinkflasche. Während die Verantwortlichen des HSV Konsequenzen ankündigten, äußerte sich HSV-Torhüter Rost zurückhaltender. Die Spieler müssten sich nicht alles gefallen lassen, sie seien heftigst bepöbelt worden, zudem seien auch schon viele Spieler von Zuschauern beworfen und angegriffen worden. Für die Medien scheint der Fall hingegen bereits eindeutig zu sein. Ohne auch nur nachzufragen, was denn in Guerreros Richtung gerufen wurde oder ohne dessen Stellungnahme abzuwarten, wurde lauthals der Ausschluss des Peruaners gefordert. …

Die Herkunft Guerreros spielt dabei offenbar eine gewichtige Rolle. So kommentierte ein NDR-Fernsehreporter in der Sendung “Sport-Club”, es gebe in “Mitteleuropa” bestimmte Verhaltensnormen, an die sich auch der Südamerikaner zu halten habe. Immer wieder wird gerne das “südländische” Temperament von Fußballspielern angeführt; was dabei genau “südländisch” ist, bleibt offen…”

quelle: npd-blog.info

der ganze Artikel hier im NPD-Blog

“Integration – nein danke!” – Neues Portal und Veranstaltungen am 20.4. und 6.5. in Berlin

So das Motto und die Internetpräsenz einer neuen antirassistischen Plattform, gegründet Ende Oktober 2009 von migrantischen Vereinen, antirassistischen Gruppen und Einzelpersonen. Gemeint ist mit “Integration, nein danke!” die strukturelle Gewalt, die bei einseitiger Abforderung so genannter “Integration” bei institutioneller Diskriminierung derselben Gruppen/Personen ausgeübt wird.

Die Plattform fordert “gleiche Rechte und Chancen statt Rassismus” und bietet umfangreich

– Materialien und Analysen zu Rassismus, Islamophobie, der Integrationsdebatte
– Kontakt- und Mitmach-Gelegenheit
– mehrsprachige Texte

Homepage (sehr empfehlenswert): integration-nein-danke.org

Termine:

Auftaktveranstaltung der Kampagne:
Dienstag | 20.4.2010 | 19:00 Uhr | im Familiengarten, Oranienstr. 34, (Hinterhof), 10999 Berlin, (U Kottbusser Tor)

Diskussionsveranstaltung “Antimuslimischer Rassismus als gesellschaftliche Krisenbewältigungsstrategie:
Donnerstag | 6.5.2010
| 18:00 Uhr | bei Allmende e.V., Kottbusser Damm 25/26, 10967 Berlin (U Hermannplatz)