Essay: Mit zweierlei Maß – Deutschlands Fouls an Boateng

Am 17. Mai 2010 wurde bekannt, dass Michael Ballack, weißer Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft, für die Fußball-WM 2010 in Südafrika aufgrund einer Verletzung ausfallen würde.

Die Verletzung resultierte aus einem Foul des Schwarzen Deutschen deutsch-ghanaischen Spielers Kevin-Prince Boateng an Ballack im Finale des englischen FA-Cups, das zwei Tage zuvor zwischen den Vereinsmannschaften Chelsea London und Portsmouth ausgetragen wurde.

Kevin-Prince Boateng aus Berlin-Wedding, der in der Vergangenheit für Hertha BSC und auch für DFB-Jugendmannschaften gespielt hatte, hatte sich vor einiger Zeit entschieden, für die Fußballnationalmannschaft Ghanas zu spielen, die bei der kommenden Fußball-WM in Südafrika im dritten Vorrundenspiel auf Deutschland trifft.

Deutsche Medien und Internetforen präsentieren verständlicherweise vielfältig die Meldung über Ballacks Ausfall bei der Fußball-WM. Während dieser Ausfall Ballacks von den deutschen Medien als „Schock für Deutschland“ bezeichnet wird, wird Boateng jedoch zur Zielscheibe unfairer und unsachlicher Attacken.

In deutschen Medien wird Boateng nun als „Brutalo-Treter“ (Bild-Zeitung) bzw. „Ghetto-Kid aus Wedding“ (Welt Online) dargestellt, der angeblich hinterhältig und mit voller Absicht Ballack im Hinblick auf die Fußball-WM gefoult habe. Ballack-Berater Michael Becker titulierte Boateng laut einiger Tageszeitungen sogar als „uneinsichtigen Gewalttäter“, den er bzw Ballack eventuell anzeigen werde(n).

Bereits in der Vergangenheit wurde Boateng ohne ersichtlichen Grund bei einigen Fouls in der Bundesliga von vielen Seiten sofort Absicht unterstellt, obwohl derartige Fouls in ähnlicher und sogar schlimmerer Art und Weise auch (ehemalige) weiße deutsche Nationalspieler begangen haben, ohne dass dies zu derartigen Unterstellungen oder medialen Philosophien über ihren Herkunfts-Stadtteil geführt hätte, und ohne dass ein derart großes Medienecho erzeugt wurde.

Ferner haben sich in Internetforen wie „Facebook“ zahllose Gruppen unter geschmacklosen Namen wie zum Beispiel „Kevin-Prince Boateng – gib deinen deutschen Pass ab!“ und mit bis zu fünfstelligen Mitgliederzahlen gebildet, die offen eine hasserfüllte Stimmung gegen Boateng erzeugen und in denen ungehemmt rassistische und sexistische Beschimpfungen ihm gegenüber geäußert werden dürfen, die teilweise in Morddrohungen gipfeln.

Angesichts der Tatsache, dass Boateng sein Bedauern über Ballacks Ausfall zum Ausdruck gebracht und zudem angegeben hat, dass er nicht den Vorsatz gehabt habe Ballack zu verletzen, kann hier durchaus von Doppelmoral gesprochen werden. Auch Anzeichen für eine rassistische Motivation des Medialen Echos (inklusive Web 2.0) sind vorhanden:

Als Michael Ballack am 3. März 2010 im Länderspiel zwischen Deutschland und Argentinien den weißen argentinischen Verteidiger Demichelis bei einem Foul so schwer verletzte, dass dieser anschließend mit einem Jochbein- und Augenhöhlenbruch im Krankenhaus behandelt werden musste und eine zeitlang in seiner Vereinsmannschaft ausfiel, gab es keinerlei vergleichbares Medienecho diesbezüglich. Niemand in den deutschen Medien unterstellte Ballack damals Absicht, noch hat Ballack sich dafür offenbar entschuldigt.
Ballack ist zudem in der Vergangenheit in Fußballspielen bereits durch einige schwere Fouls und Unsportlichkeiten aufgefallen, worüber deutsche Medien jedoch kaum berichten. Im besagten Finale des FA-Cups hatte Ballack Boateng sogar absichtlich ins Gesicht geschlagen, was nicht geahndet wurde und deutsche Medien kaum thematisierten.

Der ehemalige weiße deutsche Fußballnationalspieler Sebastian Deisler fiel wenige Wochen vor der Fußball-WM 2006 wegen einer Verletzung in einem vereinsinternen Trainingsspiel aus. Der weiße englische Spieler Owen Hargreaves hatte ihn in jenem Spiel gefoult. Es gab ein großes Medienecho hierzu, jedoch keine Schuldzuweisungen und Attacken gegenüber Hargreaves. Es wurde betont, dass es sich um ein „Unglück“ handele.

Der französische Spieler Franck Ribery vom FC Bayern München foulte im Champions-League-Halbfinale 2010 seinen gegnerischen Spieler von Olympique Lyon. Ribery erhielt die Rote Karte und drei Spiele Sperre. Der gegnerische Spieler verletzte sich zwar nicht schwer, doch das Foul ähnelte vom Erscheinungsbild dem von Boateng. Im Gegensatz zu Boateng wurde seitens großer Teile der Medien sogar gefordert, die Spielsperre für Ribery zu verkürzen.

Allein anhand dieser -exemplarisch aufgeführten- Sachverhalte wird ersichtlich, dass die initiale Berichterstattung zu Kevin-Prince Boateng vorurteilsbeladen und zumindest grob einseitig war.

Einige Medien versuchen jetzt, zurückzurudern, so zum Beispiel „Welt Online“, die zuerst hetzerisch titelten „Boateng – Ghetto-Kid aus Wedding“, und nun mit „Ballack-Foul – Hetzjagd gegen Boateng im Internet“ neue Schlagzeilen verkaufen über einen diskriminierend konnotierten Backlash, den sie doch selbst mitkreiert haben.

Appell:

Insbesondere angesichts der Fußball-WM 2010 in Südafrika und dem bevorstehenden Vorrundenspiel Ghana gegen Deutschland ist es nun ratsam, dass deutsche Medien damit aufhören, Stimmung gegen Boateng und die ghanaische Fußballnationalmannschaft weiter anzuheizen und sachlich, ausgewogen (!) und fair berichten, um nicht –wie leider im Fußball oft zu beobachten ist- dazu beizutragen, rassistisch motivierter Gewalt und Ausschreitungen den Boden zu bereiten.

Nachtrag: Facebook Gruppe “GEGEN die Hetzjagd auf Kevin Prince Boateng”
Nachtrag 2: Und noch eine Facebook Gruppe: “Rassistische Hetze Gegen Boateng Stoppen”

22 replies
  1. Antje
    Antje says:

    Tja, da hat Deutschland plötzlich seinen Sündenbock, an dem man seinen Frust ablassen kann. Und das natürlich nicht in der Auseinandersetzung mit seinem fußballerischen Handeln oder Können, sondern es wird sofort alles auf die Herkunft seines Vaters zurückgeführt. Sofort ist er “der Ausländer”, dem man den deutschen Pass abnehmen sollte, oder dem man die Einreise nach Deutschland verweigern sollte. Daneben gibt es drastischte Beschimpfungen, Morddrohungen und Aufrufe zur Gewalt. Dies vor allem in den sozialen Netzwerken. Und ich möchte gar nicht wissen, was in so mancher Dorfkneipe für Wörter gefallen sind (bzw. ich kann es mir denken). Die Stimmung wird immer weiter durch die Medien angeheizt, vor allem dadurch, dass direkt nach dem Foul im Fernsehen spekuliert wurde, dass Boateng absichtlich gefoult hätte, damit Ghana bei der WM bessere Chancen gegen Deutschland hätte. Seine Entschuldigung und sein berechtigter Hinweis darauf, dass Ballack ihm zuvor eine Ohrfeige verpasst hat, wird als “freche Antwort” dargestellt (so als ob er immer noch nicht genug habe). Wahnsinn, dass hört sich irgendwie schwer nach kolonialen Denkstrukturen an (der freche “Afrikaner”, der sich an dem ehrvollen “Weißen” vergangen hat). Was für ein Wahnsinn! Die Leute lassen sofort ihre “Ich bin gegen Rassismus”-Maske fallen und werden aufs Schlimmste verbal gewalttätig. Diese Stimmung wird jetzt die gesamte WM vermiesen, denn wann immer Detuschland verliert (und selbst wenn sie den zweiten Platz belegen werden), wird man wieder anfangen, dass das ja alles ganz anders gekommen wäre, wenn Michael Ballack nicht gefoult worden wäre. Unglaublich wie die Stimmung in der Bevölkerung umkippt. Die Leute sind alle wahnsinnig. Dies alles zeigt, dass die ganzen lächerlichen “Kein Platz für Rassismus”-Kampagnen einfach nur Lippenbekenntnisse sind. Diese Welle von uneingeschränktem Hass macht einem nur Angst. Gut, dass die WM nicht in Deutschland stattfindet. Ganz Deutschland ist jetzt anscheinend eine No-Go-Area geworden (zumindest im Internet).

  2. Gabby Thiede
    Gabby Thiede says:

    Ihr Lieben, sagt doch ganz konkret “in der Springer Presse” anstatt mit “in deutschen Medien” alle Medien in der Wahrnehmungslenkung gleichzuschalten.

    Hier mal zwei positive Beispiele der differenzierenden Berichterstattung aus meiner Tageszeitung:

    – ein erfrischender Denkanstoß: http://www.tagesspiegel.de/meinung/michael-ballack-ausgeschaltet/1840538.html

    – eine Geschichte, zwei Wege: http://www.tagesspiegel.de/sport/fussball-wm2010/wie-pech-und-schwefel/1840722.html

  3. Ayla
    Ayla says:

    was bei all diesen artikeln zu diesem thema boatengs eltern damit zu tun haben, ist mir ein rätsel. warum muss in jedem artikel darauf verwiesen werden, dass sein vater aus ghana kommt::woher kommt eigentlich ballacks vater::konnte der seinen sohn nicht anständig erziehen und ihm manieren beibringen. als kapitän einer nationalmannschaft sollte er seine gefühle unter kontrolle haben und nicht einfach spieler- kollegen(boateng) einfach ins gesicht fassen bzw. schlagen::fair play!! ich glaube ballack braucht nen anti agressions kurs..#
    klar ist es blöd für ballack gelaufen: er wird bei der wm nicht dabei sein können:: aber so ist das leben:: und die sonne wird trotzdem weiterhin auf und unter gehen::vielleicht wird der mythos ballack endlich mal entzaubert: es ist ja eine beleidigung für die anderen spieler der nationalmannschaft, wenn die ganze zeit so getan wird, als ob ohne ballack nichts laufen würde::

  4. Clarence Zutanga
    Clarence Zutanga says:

    Kevin-Prince Boateng hat sich bewusst für die ghanesische Staatsbürgerschaft entschieden, ansonsten könnte er nicht für das ghanesische Nationalteam spielen. Also die Bezeichnung Schwarzer Deutscher ist in diesem Fall irreführend.

    Boateng ist Ghanese ! – ein notwendiger Schritt den sein Halbruder leider nicht rechtzeitig gesetzt hat und jetzt die Rechnung dafür präsentiert bekommt.

    Die extrem niederträchtige und menschenverachtende Behandlung von Kevin Boateng durch die Deutsche Mehrheitsgesellschaft spiegelt auch ihre Haltung gegenüber Menschen afrikanischer Herkunft wider.

    Es ist für mich also vollkommen unklar bzw. unlogisch warum man sich als Schwarzer Deutscher fühlen kann, bzw. von anderen so bezeichnet wird.

    Boateng ist Ghanese, stolz darauf und wird sein Vaterland hoffentlich zu einem WM Titel führen.

    Die WM 2010 MUSS auf dem eigenen Kontinent von einem afrikanischen Land gewonnen werden – vorzugsweise natürlich von Ghana.

  5. Soji
    Soji says:

    Deutschland bleibt rückständig und gefährlich mit einer primitiven Medienlandschaft.

  6. redaktion
    redaktion says:

    @Clarence Zutanga:
    Sie haben recht, vielen Dank für das Aufmerksammachen, wir haben die Nationalitäten-Bezeichnung korrigiert.

  7. redaktion
    redaktion says:

    @Gabby Thiede zumindest im zweiten Artikel konnte bisher nichts “erfrischendes” entdeckt werden, im Gegenteil geht er ebenfalls stark unterschiedlich mit den Protagonisten Ballack und Boateng um:
    “das Problem mit ihm sei, sagen viele, dass er [gemeint: Boateng] schneller ein Star werden wollte als ein guter Fußballspieler. Er ist im Berliner Problembezirk Wedding aufgewachsen, seine ersten Tricks am Ball führte er in Gummistiefeln vor…” man berichtet pittoresk über Boatengs Herkunft, Frau und Gummistiefel während all das bei Ballack unterbleibt und er dadurch als selbstverständlicher Profi gezeigt wird statt als Ergebnis seiner Sozialisierung. Stichwort unmarkierte Norm.

  8. Gabby Thiede
    Gabby Thiede says:

    Liebe Redaktion,

    ich habe sehr bewusst den von Ihnen zitierten zweiten Artikel mit den Worten „eine Geschichte, zwei Wege“ markiert. An dieser – übrigens aus dem Artikel übernommenen – einleitenden Markierung möchte ich doch bitte gemessen werden. Stichwort: Recht auf Selbstdefinition.

    Zu meinem grundsätzlichen Medienverständnis gehört, dass ich erwarte, dass auch subjektive Wahrnehmungen genannt und als solche gekennzeichnet werden („das Problem mit ihm sei, sagen viele,“), nicht aber, dass sie ausgeklammert werden, weil sie dem Mehrheitsgeschmack der Leser nicht entsprechen. Stichwort: Two wrongs don’t make a right.

    Allein die Überschrift des Artikels „Wie Pech und Schwefel“ macht deutlich, dass beide Sportler als „markiert“ wahrgenommen und dargestellt werden. Der unmarkierte Dritte im Bunde ist dann wohl eher Jerome Boateng – ebenfalls in dem Artikel erwähnt.

  9. woschinski
    woschinski says:

    @Gabby Thiede, also äh… ich frag mich aber auch wo genau das Differenzierende im zweiten Artikel zu finden sein soll?!?!

    Generell: ich habe das Spiel gesehen. Ich habe die Berichterstattung danach verfolgt. Immer und immer wieder der strahlende Held und Überfußballer Ballack, immer und immer wieder der böswillige Verbrecher Boateng. Und es ist ja schon alles gesagt, die Wortwahl, der Ton der Berichte geht immer in diese ganz ganz böse Ecke, aus der wir hier scheinbar nie rauskommen. Was mir zusätzlich noch besonders sauer hochkommt: niemand findet es erwähnenswert, dass Herr Ballack zum Zeitpunkt des Fouls eigentlich schon nicht mehr auf dem Platz hätte stehen dürfen, nach seinen eigenen Foulspielen und permanentem Meckern.
    Ich habe einige Spiele der englischen Liga und des FA Cups verfolgt. Ballack fiel fast immer unangenehm auf. Und wie war das noch mit dem Länderspiel gegen Argentinien? Wer hatte da dem armen Martin De Michelis die Nase gebrochen und fand es nicht einmal nötig, sich zu entschuldigen? Genau, unser Nationalheld Ballack. Zweierlei Maß in jeder Hinsicht.

  10. machnow
    machnow says:

    ich finde besonders widerlich, daß über die ohrfeige an boateng zunächst berichtet wurde, den schließlich mußte iene revanche foul konstruiert werden, aber spätestens nachdem klar war, daß ballack ausfällt, diese wichtige begeneheit in der berichterstattung wegfiel.

    der “uneinsichtige gewalttäter” ist wohl eher ballack. der äußert sich nämlich nicht zur ohrfeige und dem übergirff auf boateng. er belibt standhaft und leidet (für die deutsche nation). ekelhaft diese ballaksche fußballpassion, die inszneiert wird. und da wundern sich die medien, daß die angepicksten deutschen rassist_innen abgehen?

    hier übrigens zwei artikel zum thema von uns.
    Die Passion des Knöchels der Nation

    und

    Michael Ballack – Weiß und schlagkräftig

  11. King
    King says:

    Es wird wahrhaftig mit zweierlei Maß gemessen!

    Kevin-Prince Boateng hat selbst ein Interview gegeben, in welchem er sich klar ausdrückt und die erbärmliche Heuchlerei und Scheinheiligkeit von Ballack, Löw, des DFB, den deutschen Medien und Öffentlichkeit ZURECHT anprangert:

    “Auf einem anderen Zettel als mein Foul steht seine Ohrfeige. Von ihm habe ich nichts dazu gehört. Ich denke, eine Tätlichkeit ist schlimmer als ein Foul aus dem Spiel heraus (…)

    Hätte ich beim DFB so etwas gemacht wie Ballack, wäre ich fristlos geflogen. Bei ihm wird noch nicht einmal darüber geredet. Unfassbar, wie da beurteilt wird (…)

    Sein Kapitän darf jemanden ohrfeigen? Das war eine klare Tätlichkeit. Mich wundert so ein Verhalten eines DFB-Kapitäns. Hätte ich so etwas gemacht, wäre ich auf Jahre verbannt worden (…)

    Wenn ich das höre, sehe ich, wie mit zweierlei Maß gemessen wird (…)

    Da tun einige Funktionäre in Deutschland leider ihr Übriges hinzu, wenn sie behaupten, Jerome sei der nette Bruder und ich der böse. Das ist ein Witz! Auch deswegen bin ich nach Ghana gewechselt. Dieses Klischee-Denken halte ich für überholt (…)”

    Anstatt diese Wahrheit anzuerkennen, wird Boateng nun auch noch als “frech” dargestellt. In Wirklichkeit sind Diejenigen, die ihn unter der Gürtellinie attackieren,”frech” und “unverschämt”.

    Es ist schon bezeichnend für Deutschland, wie menschenverachtend und rassistisch motiviert
    die (Medien-)Hetze gegen ihn ist.

    Ein wirkliches Armutszeugnis!

    Ich wünsche Kevin-Prince Boateng und der ghanaischen Fußballnationalmannschaft alles Gute!

    Malcolm X:

    “The media’s the most powerful entity on earth. They have the power to make the innocent guilty and to make the guilty innocent, and that’s power. Because they control the minds of the masses.“

    NO JUSTICE NO PEACE

    King

  12. hamid cekmece
    hamid cekmece says:

    @Clarence Zutangas kommentar:
    den einwand boateng nicht schwarzen deutschen zu nennen, verstehe ich ganz gut(die ISD bspw. hat ihren namen ja auch aufgrund ähnlicher kritik geändert).
    was ich jedoch nicht verstehe ist die aussage:
    “Es ist für mich also vollkommen unklar bzw. unlogisch warum man sich als Schwarzer Deutscher fühlen kann, bzw. von anderen so bezeichnet wird.”

    zurück zum thema boateng:
    ein freund von mir hat sich jetzt ein boateng trikot gekauft. als statement gegen den rassistischen alltag in deutschland!
    beste grüsse,
    h.c.

  13. Nebelleuchte
    Nebelleuchte says:

    mein senf “ganz kurz”, denn es ist schon spät:

    @ antje & gabby: finde an deutschlands medien nichts PLÖTZLICH, kenne das nur so, wie man auch an den “erfrischenden artikeln” sehen kann nur einige beispiele:

    über boateng ganz schlimm und perfide: Wut über den MARODEUR (Räuber, Plünderer o. ä. schlecht) Boateng, Der rustikale doppeltritt (also volles Rohr und niederträchtig, absichtlich, boshaft) von boateng, er hat sich nicht mal entschuldigt (feige!)

    über ballack: entsetzen über (nicht etwa tunichtgut oder manierlos! nö, nichts negatives, da wir ja zutiefst erschüttert und im schock über seinen arbeitsunfall sind) ballacks ausfall, Ballack selbst ist auch nicht immer fair (aber meistens schon.. ja ja, unser engelchen, die anderen spieler fallen ganz von allein um & aus!), ballack hat auch nicht versucht boateng ein auge herauszuschlagen o. ä. war am ende wohl auch noch gut gemeint von ihm.. !?

    ich denke ich habe verdeutlicht, wie jemand, wenn man das richtige täter-opfer bild im kopf hat, “UNbewusst” aus den Zeilen lesen kann..

    EINSEITIG & ZWEIERLEI MAß OHNE GRENZEN!!!

    @ayla: meiner meinung nach ein guter einwandt. ich würde sagen 1:0 für ballacks karma ;D

    @ clarence: warum ein notweniger schritt? woher willst du wissen, dass er sich “bewusst”(=ideologisch?) und nicht taktischerweise bzw. arbeitsbedingt dazu entschieden hat, wie das bei sportlern – evtl. speziell bei fußballern – öffters vorkommt?

    ich kann auch einen stolz auf ein geographisches territorium nicht ganz nachvollziehen, vorallem wenn es keine eigenbeteiligung gab. persönlich habe ich probleme mit dem wort stolz in verbindung mit etwas was man nicht beeinflussen konnte. so wie, ich bin stolz auf das universum.. ?

    was meint ihr?

    bis bald & gute nacht :)

  14. Dennis
    Dennis says:

    Daran sieht man mal wieder dass diese Seite, die von einer Gruppe von vielleicht 10 Leuten, versucht alles als “rassistisch” abzustempeln; und den 500 000- 1 Mill. Schwarzen in Deutschland somit die Chance nimmt, von den Weißen überhaupt noch ernst genommen zu werden.

    Kevin-Prince Boateng wollte sich, anders als sein Bruder halt nicht in die Deutsche Gesellschaft integrieren. Kehrte der Deutschen Nationalmannschaft den Rücken, nahm seinen Ghanaischen Pass an, um für Ghana bei der WM zu spielen, statt für Deutschland.

    Es gibt viele junge Leute, die hier aufwachsen, sich aber nicht als Deutsche sehn wollen und sich ausgrenzen nur weil vllt ein Elternteil ausländisch ist; und Deutschland schlecht machen.

    Und solche Leute sind mit Verständnis oft in diesem Land nicht gerne gesehn.
    Solche Gruppen wie “Kevin-Prince Boateng – gib deinen dt.Pass ab” haben dann wohl viel mehr mit seiner Ausgrenzung aus der Deutschen Gesellschaft, statt seiner Hautfarbe zu tun.

    Den Vergleich damit dass Ballack einen weißen argentinischen VERTEIDIGER gefoult hat, ist doch nicht angemessen; und es ist klar dass es die Medien mehr interessiert wenn einer Deutschlands größter Stürmer Star gefoult wird und somit nicht mehr an der Fussball WELTMEISTERSCHAFT teilnehmen kann, als wenn irgendein argentinischer Verteidiger gefoult ; was weder die WM noch Deutschland irgendwie betrifft.

    Ich würde diese Seite warnen, alles als “rassistisch” abzustempeln.

    Was hier geschrieben wird ist eine Schande für uns Afrodeutsche und blamiert uns nur!

    Und Michael Ballack war halt Kapitän, und einer der Fußball”götter” Deutschlands. Klar dass ganz Deutschland darüber geschockt ist.

    Jeder andere (weiße) Spieler wäre auch zur Hassfigur geworden, hätte er Ballack gefoult.

  15. King
    King says:

    @ Dennis

    Dein Kommentar ist äußerst befremdlich, verkennt vielerlei Dinge und ist meiner Ansicht nach vollkommen “fehlgeleitet”.

    Ferner ist es er in zentralen Aussagen unsachlich und schlichtweg falsch!

    Die Sachverhalte, die auf der Site des “braunen Mob” kritisch unter die Lupe genommen werden, haben ihre absolute Berechtigung. “Der braune Mob” leistet als Schwarze Deutsche Media-Watch-Organisation sehr wertvolle Arbeit und ist führend dabei Rassismus in den deutschen Medien (den es ohne jeden Zweifel gibt) aufzudecken und sich für Respekt und Anerkennung Schwarzer Menschen einzusetzen. SEHR VIELE MENSCHEN schätzen die Arbeit des Vereins, der bereits Beachtliches erreicht hat.

    Daher ist Deine Attacke, dass „der braune Mob“ alles als rassistisch „abstempelt“ unfair und schlicht unwahr.

    Um es klar zu sagen: Es geht überhaupt nicht darum, dass in deutschen Medien über den Ausfall Ballacks diskutiert wird und wie es zustande gekommen ist, denn in vielen anderen Ländern der Welt würden sicherlich die Medien des Landes über den Ausfall des Kapitäns der Fußball-Nationalmannschaft auch berichten. Es geht aber um DIE ART UND WEISE wie dieses Thema in den deutschen Medien und der Öffentlichkeit behandelt wird!

    Das sind zwei Paar Schuhe und muss sauber voneinander getrennt werden, was Du nicht tust!

    FAKT ist, dass in den meisten Fällen in deutschen Medien Boateng Absicht unterstellt bzw. nahe gelegt wurde bzw. wird, was unsachlich und unfair ist!. Objektive Berichterstattung ist was anderes! Das Perfide dabei ist, dass durch die gleichzeitige Betonung von Boatengs angeblichem „Ghetto-Verhalten“ er in seiner Persönlichkeit diskreditiert und damit diskriminiert wird. Vergleichbares ist bei einem weißen Spieler in Deutschland nicht denkbar, egal ob Du diese Tatsache einsehen willst oder nicht.

    FAKT ist, dass im Speziellen in Internetforen wie z.B. „Facebook“ MASSENWEISE rassistische Hetze gegen Kevin-Prince Boateng betrieben wurde und wird, die sich in übelsten rassistischen Beschimpfungen äußert, die teilweise in Morddrohungen an Kevin-Prince Boateng und seine Familie gipfeln. Das kommt auch nicht von einer kleinen Minderheit in diesen Foren, sondern wurde bzw. wird MASSENWEISE so reproduziert. Dies ist auch belegt und ist schlichweg eine TATSACHE, die nicht wegzudiskutieren ist.

    Daher ist es in keiner Weise nachvollziehbar, dass Du eine solche Tatsache nicht anerkennen willst. Kritik an sowas von seiten des „braunen Mob“ ist absolut berechtigt und richtig.

    Du schreibst außerdem:

    „Kevin-Prince Boateng wollte sich, anders als sein Bruder halt nicht in die Deutsche Gesellschaft integrieren. Kehrte der Deutschen Nationalmannschaft den Rücken, nahm seinen Ghanaischen Pass an, um für Ghana bei der WM zu spielen, statt für Deutschland.“

    Wie kommst Du darauf zu behaupten, dass Kevin-Prince sich angeblich nicht in die deutsche Gesellschaft integrieren wolle?! Das ist schlichweg absurd, was Du schreibst! Kevin-Prince ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Er ist halt Deutscher UND Ghanaer und spielt halt lieber für die ghanaische Fußball-Nationalmannschaft aus diversen Gründen. Was gibt es denn da sich „in die deutsche Gesellschaft zu integrieren“?! Das ist eine typische „Deutschtümelei“-Aussage statt eine vernünftige Aussage.

    Ferner schreibst Du:

    „Es gibt viele junge Leute, die hier aufwachsen, sich aber nicht als Deutsche sehn wollen und sich ausgrenzen nur weil vllt ein Elternteil ausländisch ist; und Deutschland schlecht machen.

    Und solche Leute sind mit Verständnis oft in diesem Land nicht gerne gesehn.
    Solche Gruppen wie “Kevin-Prince Boateng – gib deinen dt.Pass ab” haben dann wohl viel mehr mit seiner Ausgrenzung aus der Deutschen Gesellschaft, statt seiner Hautfarbe zu tun.“

    Diese zahlreichen Behauptungen von Dir haben weder Hand noch Fuß, noch kannst Du sie in Bezug auf Kevin-Prince Boateng und überhaupt in Bezug auf die Allgemeinheit belegen, noch ist der Einwand berechtigt. Warum formulierst Du nicht einmal die Problematik der Diskriminierung durch die weiße deutsche Mehrheitsgesellschaft?!

    Du hast außerdem ein seltsames Verständnis von gesellschaftlichen Miteinander und Staatsangehörigkeit. Diese Aussagen haben „Stammtischniveau“.

    Kevin Prince ist DEUTSCHER, weil er die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt und ist auch zugleich GHANAER, weil er die ghanaische Staatsbürgerschaft besitzt. Punkt! Ein Foul in einem Fußballspiel ist Deiner Meinung nach also ein berechtigter Grund jemanden den deutschen Pass abzunehmen?! Wieso nicht gleich jemanden „abschieben“, wenn er sich kritisch über Deutschland äußert. Das ist nichts als HIRNRISSIG.

    Warum interessiert es Dich eigentlich gar nicht, dass Ballack Boateng im jenem Spiel ins Gesicht geschlagen hat?

    Warum interessiert es Dich nicht, wenn Ballack jemanden wie Demichelis „krankenhausreif“ foult?

    Warum unterstellen deutsche Medien Ballack hierbei keine Absicht ABER Boateng beim Foul an Ballack sofort Absicht?!

    Denk mal gut darüber nach und viellecht wirst Du das noch verstehen.

    Zu guter letzt schreibst Du noch das:

    „Was hier geschrieben wird ist eine Schande für uns Afrodeutsche und blamiert uns nur!“

    Es ist also eine Schande Deiner Meinung nach, wenn vom „braunen Mob“ darauf aufmerksam gemacht wird, dass Zehntausende in Internetforen wie Facebook Kevin-Prince Boateng den Tod wünschen und ihn und Schwarze Menschen übel rassistisch beschimpfen?!

    Diese Aussage Deinerseits ist der Gipfel der Dreistigkeit und schlichtweg unverschämt!

    Ich würde mir wünschen, dass Du in Bezug auf rassistisch motivierte Todesdrohungen in Richtung Boateng von „Schande“ sprichst, denn sowas ist ungeheuerlich und inakzeptabel.

    NO JUSTICE NO PEACE

    King

  16. Dennis
    Dennis says:

    “FAKT ist, dass in den meisten Fällen in deutschen Medien Boateng Absicht unterstellt bzw. nahe gelegt wurde bzw. wird, was unsachlich und unfair ist!. Objektive Berichterstattung ist was anderes! Das Perfide dabei ist, dass durch die gleichzeitige Betonung von Boatengs angeblichem „Ghetto-Verhalten“ er in seiner Persönlichkeit diskreditiert und damit diskriminiert wird. Vergleichbares ist bei einem weißen Spieler in Deutschland nicht denkbar, egal ob Du diese Tatsache einsehen willst oder nich”

    Es ist nunmal Fakt, dass viele Jugendliche mit “Migrationshintergrund” sich nicht in die deutsche Gesellschaft integrieren, nix mit Deutschland zu tun haben wollen, in sozial schwachen Vierteln wohnen, also ihren “Ghettos” und einen auf Gangsta machen.

    Prince Boateng wurde in Medienberichten von seinem Vater selber aus schwieriger Junge bezeichnet; ihn als “Bad Boy” dargestellt; und siehe her die Medien hatten den bösen Gangsta mit Migrationshintergrund. Das typische. Und das liegt nicht an der Hautfarbe.

    Einen türkischstämmigen Fußball-Spieler aus Berlin-Kreuzberg würde in der selben Situation genauso gut als “Ghetto-Junge” dargestellt werden.

    Wobei ich betonen muss, dass sein Bruder Jêrome Boateng in den Medien immer als “Engel” und “Good boy” dargstellt wurde. Das obwohl er auch schwarz ist. Komisch oder??

    Das ist halt das typische in den Medien.

    Zwei Brüder.. der Eine Gut, der andere Böse..

    Der Vater hat das den Medien doch auch so in etwa dargstellt.

    Sein Migrationshintergrund, und sein Aufwachsen in einem Problembezirk von Berlin sind halt logischerweise der Grund dafür dass er als Ghetto”Kind” bezeichnet wird. Nicht die Hautfarbe.

    “FAKT ist, dass im Speziellen in Internetforen wie z.B. „Facebook“ MASSENWEISE rassistische Hetze gegen Kevin-Prince Boateng betrieben wurde und wird, die sich in übelsten rassistischen Beschimpfungen äußert, .”

    Und das STIMMT auch. Das ist der einzige von dir aufgezählte Fakt, der stimmt. Und diese Tatsache hat mich auch wütend und traurig gemacht!
    Aber dies und auch nur dies ist der EINZIG wahre Fakt.

    Dieser Fakt ist schon schlimm genug , da muss man doch nicht alles noch schlimmer machen als es eigentlich ist in den man andere Sachen behaupten die gar nicht der Wahrheit entsprechen; dass Kevin-Prince nur zum Buhmann der deutschen Medien wurde wegen seiner Hautfarbe.

    Es ist klar dass ein Spieler, der den Kapitän einer Nationalmannschaft fault, was zum WM-Aus führt,
    sich ziemlich unbeliebt in der Medienlandschaft des jeweilligen Landes macht! Egal ob er weiß oder schwarz ist. Hätte ein Weißer, der vorher schon nicht den Besten Ruf hatte, Michael Ballack gefault, dann ist es doch klar dass auch er zum Hetzobjekt der Medien werden würde.

    “Kevin Prince ist DEUTSCHER, weil er die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt und ist auch zugleich GHANAER, weil er die ghanaische Staatsbürgerschaft besitzt. Punkt! Ein Foul in einem Fußballspiel ist Deiner Meinung nach also ein berechtigter Grund jemanden den deutschen Pass abzunehmen?! Wieso nicht gleich jemanden „abschieben“, wenn er sich kritisch über Deutschland äußert. Das ist nichts als HIRNRISSIG.”

    Ich habe auch nicht gesagt dass ich diese Facebook-Seite gutheiße; Ich finde sie ehrlich gesagt übertrieben.

    Dennoch steckt da wohl ein Gedanke mehr dahinter, als du dir denkst.

    Kevin-Prince Boateng ist nicht nur Deutscher, weil er die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Er ist hier geboren und aufgewachsen.

    Wieviele Kinder die ausländische Elternteile haben.

    Viele von diesen Kindern, grenzen sich aber aus der Deutschen Gesellschaft aus und wollen keine Deutsche sein, haben Hass auf Deutschland. Obwohl sie selber DEUTSCHE sind. Und denken sie wären Ausländer, nur weil ein oder zwei Elternteile ausländischer Herkunft sind.

    Kevin-Prince Boateng erweckt mit dem Verhalten den Eindruck dass er auch so ist.
    Ob es wirklich so ist, kann ich nicht beurteilen da ich ihn nicht kenne.. Aber er erweckt den Anschein so zu sein.

    (Wenn er Deutscher ist, wieso kann er nicht für die deutsche Nationalmannschaft spielen? ; Vielleicht will er einfach kein Deutscher sein, weil er sich einbildet Ausländer zu sein, nur weil sein Vater es ist)

    Wenn man darüber nachdenkt, kann man besser nachvollziehen, warum bei Facebook diese Gruppe gegründet wurde.

    Es mag total überzogen und unagemessen sein.

    Aber es ist nicht wegen seiner Hautfarbe, sondern wie schon erwähnt, der Eindruck dass er sich wie viele junge Leute mit Migrationshintergrund in die “Ausländerrolle” begibt.

    Aber wenn jemand sich in den Medien unbeliebt macht, und über jemand schlecht berichtet wird in den Medien, und diese Person eine dunkle Hautfarbe hat, dann ist auf dieser Seite gleich die Rede von Rassismus.

    Völlig Unverständlich.

  17. King
    King says:

    @ Dennis

    Du schreibst:

    “Prince Boateng wurde in Medienberichten von seinem Vater selber aus schwieriger Junge bezeichnet; ihn als “Bad Boy” dargestellt;(…)”

    Gegenbeweis von mir:

    Kevin-Prince Boatengs Vater sagte nach dem medialen Rummel um seinen Sohn und Ballack:

    “Es ist immer das Gleiche: Alles, was Kevin macht, ist immer gleich Absicht. Warum stempelt man ihn so ab? (…) Ich sage das nicht, weil er mein Sohn ist, sondern weil es unfair ist. Das kotzt mich langsam echt an. Immer ist Kevin der Buhmann.”

    Ferner schreibst Du:

    “Wobei ich betonen muss, dass sein Bruder Jêrome Boateng in den Medien immer als “Engel” und “Good boy” dargstellt wurde. Das obwohl er auch schwarz ist. Komisch oder??”

    Kevin-Prince Boateng sagte selber dazu in Richtung des DFB:

    “Da tun einige Funktionäre in Deutschland leider ihr Übriges hinzu, wenn sie behaupten, Jerome sei der nette Bruder und ich der böse. Das ist ein Witz! Auch deswegen bin ich nach Ghana gewechselt. Dieses Klischee-Denken halte ich für überholt.”

    Außerdem sind Deine “Philosophien” darüber, dass Kevin-Prince Boateng angeblich “undankbar” gegenüber Deutschland sei, wirklich lächerlich und falsch und spiegeln wieder, dass Du Dir keine eigene Meinung gebildet hast, sondern nur das wiedergibst, was Dir von den deutschen Medien “verzapft” worden ist!

    Du hast von den Medien ein Bild von Kevin-Prince Boateng serviert bekommen und hast Dich schlichweg manipulieren lassen!

    Du kennst genauso wenig wie die deutschen Medien Kevin-Prince Boateng persönlich und meinst über ihn urteilen zu können wie Du möchtest. Sowas ist höchst unfair. Entweder erkennt man sowas oder nicht und Du erkennst das anscheinend nicht!

    Die hetzerische Stimmung in den deutschen Medien bildet den “Nährboden”, auf dem die rassistische Hetze in Internetforen wie “Facebook” “wachsen” kann.

    Ballack titulierst Du aber als “Fußballgott”: Ein Spieler, der Boateng ins Gesicht geschlagen hat, Demichelis “krankenhausreif” foult und auf dem Platz häufig durch Meckern und unsportliches Verhalten auffällt.

    Das Problem bei Dir ist, dass Du so sehr die Ansichten von den “weißen Medien” eingenommen hast und nur durch diese “einseitige Brille” siehst. Die glasklare Tatsache nicht anerkennen zu wollen, dass in der so genannten Berichterstattung über Kevin-Prince Boateng eine “rassistische Komponente” mitspielt, ist nicht nachzuvollziehen.

    Schade eigentlich, aber da lässt sich wohl nichts bei Dir machen.

    NO JUSTICE NO PEACE

    King

    Malcolm X:

    “The media’s the most powerful entity on earth. They have the power to make the innocent guilty and to make the guilty innocent, and that’s power. Because they control the minds of the masses.“

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  1. […] Beispiel der Kampagne gegen Kevin-Prince Boateng beobachtet werden. Ein rassistischer Mob und seine Stichwortgeber*innen in den Medien stürzten sich haßerfüllt auf den nationalen Deserteur, der den weißen Gewalttäter Michael […]

  2. […] Ausscheiden nach einem Foul von Boateng, dem eine Ohrfeige des arischen Recken voranging, probte der deutsche Pöbel erste xenophobe und rassistische (Verbal-) Exzesse sowie vermeintliche Passionsmythen. Aber es gibt […]

  3. […] schwarzen blog gibt es einen interessanten und sehr guten Artikel mit einigen Hintergründen zur tendenziell […]

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