AK Uniwatch online! – no racism at our Universities/gegen Rassismus an unseren Universitäten

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Liebe Mitstreiter_Innen im Kampf gegen Rassismus an Universitäten und in den Wissenschaften,

Wir haben es geschafft: Ab dem 17.Mai 2010 ist der Blog des Arbeitskreis UniWatch – Gegen Rassismus in Unseren Räumen, der sich im Juni 2009 als Reaktion auf einen rassistischen Vorfall an der FU Berlin gegründet hat, offiziell online! Die deutsche Version findet ihr auf http://akuniwatch.wordpress.com/ und die englische auf http://akuniwatchen.wordpress.com/. Mit unserem Blog wollen wir die Alltäglichkeit von Rassismus in akademischen Räumen sichtbar machen, indem wir rassistische Vorfälle dokumentieren, und eine Plattform für all diejenigen bilden, die diese Zustände nicht länger hinnehmen wollen.

Wie wir alle aus Erfahrung wissen, bleibt Rassismus in unserer Gesellschaft viel zu häufig unthematisiert. Dies macht den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung für Einzelpersonen schwierig – gerade an der Uni wird Kritik an den bestehenden Machtverhältnissen marginalisiert. So verwundern die jüngsten Vorfälle an diversen Berliner und Hamburger Universitäten nicht: Weiße Professor_Innen benutzten das N-Wort, ohne Konsequenzen dafür fürchten zu müssen. Dies zeigt die Verankerung rassistischer Strukturen an deutschen Universitäten. Deswegen müssen wir die Dominanz weißer Diskurse aufbrechen, sowie uns gegen den Mangel an Schwarzen und People of Color Diskursen, an Critical Whiteness und Postcolonial Studies zur Wehr setzen!

Um auf den strukturellen Rassismus sowie Alltagsrassismus an den Unis und in den Wissenschaften und unseren Widerstand dagegen aufmerksam zu machen, führen wir in den nächsten zwei Wochen eine Kampagne an allen Berliner Universitäten durch.

Da wir mit unserer Arbeit noch am Anfang stehen, und wir gemeinsam viel stärker sind als allein, würden wir uns riesig über euer Interesse und eure solidarische Unterstützung freuen! Wir wären dankbar, wenn ihr eure Erfahrung und euer Wissen über bzw. im Kampf gegen Rassismus mit uns teilen würdet, und hoffen auf eure Anregungen und Feedback, damit wir an unseren Aufgaben wachsen können. Unser Ziel ist es, mit eurer Unterstützung langfristig ein Netzwerk von Einzelpersonen und Organisationen aufzubauen, mit denen wir gemeinsam agieren können bei rassistischen Vorfällen: Denn Protestschreiben, Interventionen in Seminarräumen, Unterschriftenaktionen und andere Formen des antirassistischen Widerstands sind zweifellos am wirksamsten, wenn sie von vielen Leuten aus unterschiedlichen Kontexten, auch und vor allem Lehrkräften und Wissenschaftler_innen, mitgetragen werden.

Wir sind bereits Mitglied beim Beratungsnetzwerk gegen Diskriminierung und Rassismus und arbeiten eng mit dem ADNB (Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin) und dem Braunen Mob e.V. zusammen.

Auch ihr seid herzlich eingeladen, AK UniWatch Anregungen und Kritik zu geben und euch gerne auch selbst als Mitaktivist_Innen zu engagieren!

Wenn ihr über unsere Arbeit, Intervention und Dokumentation rassistischer Vorfälle sowie unsere monatlichen offenen Treffen regelmäßig informiert werden möchtet, genügt eine (leere) E-Mail mit Betreff: „Newsletter“. Mit uns in Kontakt treten könnt ihr selbstverständlich auch jederzeit über die unten stehende Email- Adresse!

Mit solidarischen Grüßen,

Euer AK UniWatch

Kontakt: uni_watch@yahoo.de

Dokumentation: AK Uniwatch event Juli 2009 HIER
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english version:

Dear fellow fighters against racism at our universities,

From the 17th of May 2010 the Arbeitskreis Uniwatch- Fighting racism in our spaces blog will be officially online. Arbeitskreis UniWatch was founded in June of 2009 in reaction to a racist incident at at the Free University in Berlin. The German version of the blog is here: http://akuniwatch.wordpress.com/ and the English version is http://akuniwatchen.wordpress.com/.

Our aim with the blog is to make racism at universities visible by documenting incidents and developing a platform for everyone who no longer wishes to tolerate the present situation.

As we all know from experience, racism is rarely discussed meaningfully in our society.  This makes it difficult to fight against racism and discrimination on an individual basis- especially in the university setting where criticism of existing power relations is marginalised.  The recent incidents at various Berlin and Hamburg universities are not surprising: white professors use the “n-word” without having to fear consequences, which shows how racist structures are discursively and institutionally embedded in German universities.

This is why we need to challenge the dominance of white discourses and challenge the lack of Black and People of Color discourses as well as critical whiteness and postcolonial studies at universities.

To fight against structural racism as well as everyday racism at universities and make our resistance noticeable, we will be carrying out a campaign in the next two weeks in all of the Berlin universities.

As we are at the beginning of our work, and we are stronger together than we are individually, we would be very happy to hear responses from you as well as to receive your support-  We would be grateful to hear about your own experiences combating racism and encourage feedback and suggestions in order to develop this project.

If you would like to be informed of our work: interventions and documentation of racist incidents as well as hear about our activities, such as our open meetings, then please reply to this email and put “Newsletter” in the subject line. You can also get in touch with us at any time under the same email address.

In Solidarity,

AK Uniwatch

contact: uni_watch@yahoo.de

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documentation: AK Uniwatch event July 2009 HERE

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