“M-Dose”: Sarotti und Edeka finden Kolonialverharmlosung weiterhin “nostalgisch”

Zusendung von M:

Im Anhang ist ein Bild das ich [am] 29.4.10 mit meinem Handy in einem Berliner Edeka gemacht habe.
Ich bin nicht sicher ob alles genau zu erkennen ist aber euch wird die Marke Sarotti bestimmt schon bekannt sein. Meine Familie kauft schon seit einiger Zeit keine Produkte von dieser Marke, wegen des kolonialistischen Emblems. Als ich nun diese “Nostalgie – Box” sah wurde mir geradezu schlecht.
Nun war ich auch auf der Homepage der Sarotti AG und dort wird wiederholt vom Sarotti Mohr u.ä. gesprochen. Leider hatte ich nur Zeit das ganze kurz zu überfliegen, aber es reichte aus, festzustellen, dass nicht nur das Markenzeichen in der Kolonialzeit hängen geblieben ist.

Wer starke Nerven hat, klickt zum Vergrößern.

*

Anm der Red.:

Sarotti sträubt sich schon seit Jahren dagegen, sich aus dem Kolonialzeitalter heraus zu begeben und eine Zeit gewaltsamer Unterdrückung endlich nicht mehr als “romantisch” abzufeiern. Read more

Deutsche brauchen eine Sprachschule … sofern sie nicht weiß sind

… zumindest suggeriert das das die “Deutschlandstiftung Integration” auf http://www.ich-spreche-deutsch.de .

Und nebenbei noch ein paar fragwürdige Dinge mehr.

Warum ist Edmund Stoiber nicht auf dieser Homepage?

Ein weiteres Beispiel dafür, dass das Wort “Migrationshintergrund” -so wie es angewendet wird- Rassifizierung zur Folge hat und im Integrationsdiskurs auf vielen Ebenen mehr in hegemonialer Tradition vor sich hin assoziiert als logisch und demokratisch gedacht wird.

Deutsche PoC als Aufhänger für Sprachdefizite: voilá 2010.

Kontakt zu der durchführenden “Deutschlandstiftung Integration” (gerne info@derbraunemob.de in cc setzen):

info@deutschlandstiftung.net

(Es empfiehlt sich für solche Korrespondenz unbedingt der Zusatz:
“Bitte beachten Sie, dass dieser Briefwechsel von mir öffentlich geführt wird, und ich dieses Anschreiben wie auch Ihre eventuelle Antwort zu Zwecken der Dokumentation und Aufklärung veröffentlichen werde.”)

Phoenix e.V. ist nationaler Preisträger des Aachener Friedenspreises 2010!

Der Duisburger Verein Phoenix e.V. (www.phoenix-ev.org) , vertreten durch Austen Peter Brandt, tritt unter anderem mit fundierten Workshops für eine Kultur der Verständigung ein.
Am 1. September wird die Preisverleihung in Aachen stattfinden.

Der braune mob e.V. gratuliert herzlich!

Hier der offizelle Text aus der Pressekonferenz zur Preisbekanntgabe:

Phoenix e.V. ist eine Initiative zur Überwindung bzw. nachhaltigen
Verringerung des Rassismus. Dabei setzt Phoenix sowohl auf der
individuellen, biographischen als auch auf der strukturellen,
gesellschaftlichen Ebene an. Phoenix ist eine Initiative von unten her
und wurde 1993 von dem schwarzen Deutschen Austen Peter Brandt
gegründet. Die Wurzeln reichen allerdings weiter zurück.

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Versteckte Diskriminierung beweisen – TESTING als Instrument der Antidiskriminierungsarbeit

Neues Dossier der Heinrich-Böll-Stiftung: „Rassismus und Diskriminierung in Deutschland“: http://www.migration-boell.de/web/diversity/48_2493.asp

Im Rahmen dieses Dossiers hat das Team des ADNB des TBB einen Artikel veröffentlicht:
“Versteckte Diskriminierung beweisen! TESTING als Instrument der Antidiskriminierungsarbeit”

Kurz zum Inhalt:

Nach einer Vorstellung der Ziele und des Arbeitsansatzes des ADNB des TBB erörtern wir die auf dem Wohnungsmarkt in Deutschland zu beobachtende Diskriminierungsproblematik. Ausgehend von diesem speziellen Diskriminierungsfeld, stellen wir die TESTING-Methode als Instrument der Antidiskriminierungsarbeit vor.

Sie finden den Artikel unter: http://www.migration-boell.de/web/diversity/48_2541.asp

Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des TBB – ADNB des TBB
c/o Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg
Tempelhofer Ufer 21
10963 Berlin
Tel. 030/ 61 30 53 28
Fax. 030/ 61 30 43 10
E-Mail: adnb@tbb-berlin.de