Menschen wie Menschen behandeln!
Flüchtlinge in Deutschland: Für soziale Teilhabe und ein Leben in Würde.

so lautet der Titel einer aktuellen Broschüre; herausgegeben von ‘Förderverein PRO ASYL e.V.’ und ‘Interkultureller Rat in Deutschland e.V.’

»Es ist schwierig hier. Man müsste zeigen, wie das Leben hier ist. Die Leute müssten zuhören. Ich wünsche mir, dass jemand zuhört, wie es uns hier geht. Die Gesellschaft sollte mir eine Chance geben.
In dieser Umgebung ist das nicht möglich. Ich will doch nur mein Leben leben.«

weitere Auszüge:

Ein Schlafplatz im Mehrbettzimmer, Gemeinschaftstoiletten und -duschen, zugeteilte Lebensmittel und Hygieneartikel oder Wertgutscheine, Altkleider aus der Kleiderkammer, ca. 1,30 Euro Bargeld pro Tag – ein Lebensstandard weit unterhalb der Hartz IV-Grenze ist für viele Flüchtlinge in Deutschland jahrelange Realität.
Über 80.000 Menschen werden in Deutschland durch das Asylbewerberleis- tungsgesetz (AsylbLG) an den äußersten Rand der Gesellschaft gedrängt.

24.000 Kinder wachsen in gesetzlich vorgesehener Armut auf. Ein einjähriges Arbeitsverbot und nachrangiger Zugang zum Arbeitsmarkt für weitere drei Jahre für Geduldete und auf unbestimmte Zeit für Asylsuchende beschränken die Möglichkeiten, den Lebensunterhalt selbst zu verdienen.
Nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten Asylsuchende, Flüchtlinge mit Duldung oder mit bestimmten befristeten Aufenthaltstiteln Sozialleistungen, die durchschnittlich rund 38% unter dem liegen, was Sozialhilfeempfängern im sogenannten »Hartz IV«-Bezug für die Existenzsicherung zugestanden wird. Vielfach erhalten die Betroffenen diese herabgestuften Leistungen noch nicht ein- mal als Bargeld, sondern in Form von Sachleistungen: Lebensmittelpakete, Gutscheine und Altkleider. 40 Euro »Taschengeld« im Monat für Erwachsene, 20 Euro für Kinder, lassen keinen Spielraum, um Freundinnen und Freunde oder Verwandte außerhalb des Lagers zu besuchen oder mit der Familie im Herkunftsland zu telefonieren

 

 

Die Organisationen fordern ferner den Deutschen Bundestag dazu auf,

  • die Diskriminierung von Flüchtlingen zu beenden; das Asylbewerberleistungsgesetz abzuschaffen und die Betroffenen wie alle anderen Menschen in Deutschland zu behandeln
  • den Lagerzwang abzuschaffen und menschenwürdiges Wohnen zu ermöglichen
  • die Residenzpflicht vollständig aufzuheben und allen Flüchtlingen Freizügigkeit zu garantieren.

 

Werden Sie aktiv und unterstützen Sie unseren Aufruf mit Ihrer Unterschrift. Geben Sie ihn auch an Freunde und Bekannte weiter. Sammeln Sie Stimmen gegen die Ausgrenzung und Diskriminierung von Flüchtlingen.

Aufruf online: HIER

 

Weitere wichtige (Selbst)Organisationen:

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