“Zehn kleine N(…)lein” verschwinden aus Karstadt-Regalen

Der Einzelhandelskonzern Arcandor lässt sich in Sachen Diversity beraten und hat eine “Charta der Vielfalt”
unterzeichnet.

Aus dem Diversity-Newsletter “ungleich besser”:

In einer Karstadt-Filiale wurde nach einem Hinweis eines Mitarbeiters das Kinderbuch “Zehn kleine N(…)lein” aus den Regalen genommen. Der Za”hlreim ist seit 1868 in Papierform festgehalten und auch in Deutschland als Kinderbuch erha”ltlich, unter anderem von James Kru”ss. “Das Lied singt man in Deutschland doch schon seit Generationen, was willst du da erreichen?”, fragten deshalb Kollegen ihren Mitarbeiter Dennis Obiegbu, der in der Kinderbuchabteilung von Karstadt das Buch “Zehn kleine N(…)lein” in die Ha”nde bekam und den
Einkaufsleiter auf die problematische Lektu”re hinwies.

Immerhin sterben in dem Buch zehn Afrikaner, als dumme (…) dargestellt, von fro”hlicher Melodie besungen, erkla”rte Dennis Obiegbu. (…) Nachdem man der unterschwelligen Diskriminierung gegenu”ber zuerst “blind gewesen war”, wie es einUnternehmenssprecher selbstkritisch beschreibt, nahm Karstadt das Buch aus dem Sortiment.

Zusendung von C.

Erstmals Haftstrafe wegen rassistischer Verhetzung im Internet

… via Black(s) in NRW:

Wien
Der Wiener Anti-Rassismus-Verein “Zara” wurde monatelang per Email und durch Blog Postings bedroht und belästigt. “Stinkende Ni(…)rbastarde, nutzlose Muselmanen, abgrundhässliche Mümmelweiber, vollgepisstes moslemisches Lumpenpack “” waren dabei noch die harmloseren Emails. Per IP Adressen Rückverfolgung konnte ein 53-jähriger weisser EDV-Techniker als Täter ausfindig gemacht werden. Der Mann war bereits in der Vergangenheit wegen rassistischer Beleidigung einschlägig aufgefallen und auf Bewährung verurteilt worden. Vom Wiener Straflandesgericht wurde er nun zu neun Monaten Freiheitsentzug verurteilt, zwei Monate davon unbedingt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: Der Standard, 20.9.08

“REAL LIFE: DEUTSCHLAND” – YoungStar Theater auf Deutschlandtournee

vom 10.10 bis zum 20.12.

“Das Stück ist ca. 60 Minuten lang und voller Leben.”

****************** DIE TOURDATEN

10.10 Bielefeld (IBZ) – 20 Uhr – PREMIERE –
19.10 Hamburg (Westwerk) – 15 Uhr
01.11 Berlin (Werkstatt der Kulturen) – 20 Uhr
22.11 Leipzig (noch unbekannt) – 20 Uhr
23.11 Stuttgart (Kulturzentrum Merlin) – 15 Uhr
05.12 Köln (NEU: Kinder- und Jugendzentrum Glashütte) – 20 Uhr
06.12 München (IG Feuerwache) – 20 Uhr
19.12 Platenlaase (Café Grenzbereich) – 20 Uhr
20.12 Frankfurt a.M. (NEU: Jugendhaus Heideplatz, Schleiermacherstrasse 7) – 20 Uhr

*************** BESCHREIBUNG DES STÜCKES

Afrodeutsche Jugendliche beschreiben und inszenieren ihr Leben im deutschen Alltag. In unserem selbstentwickelten Theaterstück real life: Deutschland geht es uns vor allem darum, eine afrodeutsche Sicht auf alltägliche Situationen auf die Bühne zu bringen.
In diesem Stück erwartet die Zuschauenden eine Reise durch eine Szenencollage. Diese spiegelt die verschiedenen Perspektiven und Erlebnisse von den schauspielenden Jugendlichen wider, die in Deutschland als Angehörige einer Minderheit leben. Wir machen hiermit Schwarzes Leben und Schwarze Geschichte erfahrbar – real und unbequem! Read more

“Der Begriff Rasse gehört auf den Müllhaufen der Geschichte”

Zwei Artikel in der FR zum Rassebegriff:

“Welcher Rasse gehören Sie an?”
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dokumentation/?em_cnt=1590527&em_loc=11

“Rasse soll verschwinden”
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1590532&em_loc=1231

Anm 1 der Red.: Der braune mob e.V. hatte aich bereits im Jahr 2006 an den Bundesrat gewandt, mit der Bitte, den Rassebegriff aus dem AGG-Entwurf zu streichen. Das Schreiben ist in Auszügen hier einsehbar.

Siehe dazu auch: Boykott der AGG Schulung durch ein Jugendarbeit-Team aufgrund der Verwendung des Rassebegriffes.

Anm 2 der Red.: 6 Wochen zuvor erschien ein Artikel in der FR, der es schaffte, ganze zehn mal Menschen mit dem “Ni…”-Wort zu betiteln. Das Nachdenken über begriffliche Genauigkeiten und die Auswirkungen rassistisch gefärbten Vokabulars scheint bei der FR also erst danach eingesetzt zu haben…? – Unter Beobachtung.

Briefwechsel einer Zehnjährigen mit der Ravensburger Kinderwelt

Anm der Red.: “Kinderwelt” ist eine Art “Second Life” für Kinder.

Folgenden spannenden Briefwechsel hat uns eine Userin zugemailt.

1)

gesendet am: 21.7.08 19:10Uhr
von L (10 Jahre alt)

Hallo Ravensburgerkinderweltteam,

in der Ravensburgerkinderwelt sind ja keine Schimpfwörter erlaubt(Arschloch,Schlampe……)
Ich habe heraus gefunden das Sie aber die Wörter Neger,Farbiger und Mohr akzeptieren!
In den regeln des Chat steht noch das keinerlei Schimpfwörter benutz werden dürfen
doch für Sie scheinen Neger,Farbiger und Mohr nicht zu zählen.Aber das sind schlimme rassistische Ausdrücke die auf keinen Fall verwendet werden sollten !
Unten habe ich Ihnen Informationen zu dem Wort Neger eingefügt.

Mit freundlichen Grüßen
L (in der Kinderwelt [xxxx])

HINWEIS: Dieser Briefwechsel wird von mir öffentlich geführt. Mein Schreiben sowie Ihre Antwort werde ich zu Zwecken der Dokumentation und Aufklärung veröffentlichen.

******************************************************************************

2)

Von: L.
Gesendet: Mo 01.09.2008 09:56
An: Kinderwelt
Cc: info[at]derbraunemob.info
Betreff: Rassismus im Chat!!!

Hallo Kinderweltteam,

Ich finde es sehr erschütternd das Sie nicht zurück schreiben obwohl ich mir sicher bin das Sie meine e-Mail gelesen haben(Ich meine die e-mail in der ich den Rassismuss im Chat anspreche. Ich habe sie am 21.7.08 um 19.10 gesendet )!Es entspricht nicht im geringstem dem Niveau das ich Ihnen zugeordnet habe!

Ich dachte Sie sind so diszipliniert das ich eine Antwort erwarten könnte.Aber das scheint nicht der Fall zu sein.

Nun wissen Sie was ich von ihnen halte.

L. (in der Kinderwelt [xxxx])

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“wir unterschreiben nicht!”
Offener Brief des Jugendarbeit-Teams nach AGG-Schulung

Anm.: Ein gutes Beispiel für zivilgesellschaftliches Engagement, Courage und Aufrichtigkeit. Vielleicht macht es ja Schule…

Offener Brief des Teams im Amt für Jugendarbeit der EKvW, Haus Villigst, Schwerte; August 2008

An alle Kolleg/innen im Themenfeld Menschenrechte, Gewalt und Rassismus.

Guten Tag,

weil sich die Wurzeln von Rassismus nicht nur im Rechtsextremismus sondern vor allem in der Mitte unserer Gesellschaft behaupten, hat […] das Team im Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) beschlossen, das (für alle Mitarbeiter/innen in der EKvW) verpflichtende “Zertifikat” zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz” (AGG) nicht zu unterzeichnen. Dazu hat das Team des Amtes für Jugendarbeit der EKvW eine Erklärung herausgegeben:

Wir unterschreiben nicht!

Seit Oktober 2007 wurden alle Mitarbeiter/innen der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) durch das Landeskirchenamt der EKvW aufgefordert, eine “Schulung zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz” (AGG) durchzuführen und dann ein Zertifikat zu unterzeichnen mit dem sie erklären, die Inhalte des AGG “durchgearbeitet und verstanden zu haben”.

Nachdem alle Mitglieder im Team des Amtes für Jugendarbeit der EKvW in Haus Villigst das AGG und das entsprechende Lernheft durchgearbeitet haben (und das Hauptanliegen des AGG nachdrücklich befürworten), erklären sie heute, dass sie es in einer Hinsicht nicht verstanden haben und von daher das entsprechende Zertifikat auch nicht unterschreiben können: “Wir alle verweigern die Unterschrift, weil wir nicht verstehen können, dass in dem AGG die Existenz menschlicher “Rassen” behauptet wird”. Read more

Entschuldigung der Eurosport-Redaktion

Zusendung von M.:

Liebes Braune-Mob-Team,(…)

manchmal geschehen wirklich “Wunder”.

Ich hatte ja zwei Protestmails an Eurosport geschrieben bezüglich eines Kommentars von Dirk Thiele beim 10.000m-Lauf der Frauen bei den Olympischen Spielen in Peking.

Nun hat der Leiter der Kommentatorenstelle Ingolf Cartsburg von Eurosport sich im Namen seiner gesamten Redaktion bei mir persönlich für die Aussage von Dirk Thiele (“Es ist gut, dass eine Weiße sich diese Vakanz erläuft.”) entschuldigt.

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24.9.-5.10.: Literaturfestival Berlin mit Fokus “Afrika”

8. internationales Literaturfestival Berlin mit Fokus “Afrika”
24. September ” 5. Oktober 2008

Da Afrika vielfach Projektionsfläche europäischer Imaginationen geblieben ist, soll die Selbstdefinition als Instrument postkolonialer Identitätsbildung in ihrer Vielfalt genreübergreifend auf dem Festival repräsentiert werden.

Mit Nuruddin Farah uva.
http://www.literaturfestival.com/