Briefwechsel einer Zehnjährigen mit der Ravensburger Kinderwelt

9. September 2008

Anm der Red.: “Kinderwelt” ist eine Art “Second Life” für Kinder.

Folgenden spannenden Briefwechsel hat uns eine Userin zugemailt.

1)

gesendet am: 21.7.08 19:10Uhr
von L (10 Jahre alt)

Hallo Ravensburgerkinderweltteam,

in der Ravensburgerkinderwelt sind ja keine Schimpfwörter erlaubt(Arschloch,Schlampe……)
Ich habe heraus gefunden das Sie aber die Wörter Neger,Farbiger und Mohr akzeptieren!
In den regeln des Chat steht noch das keinerlei Schimpfwörter benutz werden dürfen
doch für Sie scheinen Neger,Farbiger und Mohr nicht zu zählen.Aber das sind schlimme rassistische Ausdrücke die auf keinen Fall verwendet werden sollten !
Unten habe ich Ihnen Informationen zu dem Wort Neger eingefügt.

Mit freundlichen Grüßen
L (in der Kinderwelt [xxxx])

HINWEIS: Dieser Briefwechsel wird von mir öffentlich geführt. Mein Schreiben sowie Ihre Antwort werde ich zu Zwecken der Dokumentation und Aufklärung veröffentlichen.

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2)

Von: L.
Gesendet: Mo 01.09.2008 09:56
An: Kinderwelt
Cc: info[at]derbraunemob.info
Betreff: Rassismus im Chat!!!

Hallo Kinderweltteam,

Ich finde es sehr erschütternd das Sie nicht zurück schreiben obwohl ich mir sicher bin das Sie meine e-Mail gelesen haben(Ich meine die e-mail in der ich den Rassismuss im Chat anspreche. Ich habe sie am 21.7.08 um 19.10 gesendet )!Es entspricht nicht im geringstem dem Niveau das ich Ihnen zugeordnet habe!

Ich dachte Sie sind so diszipliniert das ich eine Antwort erwarten könnte.Aber das scheint nicht der Fall zu sein.

Nun wissen Sie was ich von ihnen halte.

L. (in der Kinderwelt [xxxx])

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Brief an Tagesschau, NDR und RBB (”Rückschritt in Rassephantasien”)

8. September 2008

An
Kai Gniffke
Thomas Hinrichs
Redaktion Tagesschau
NDR / ARD-aktuell

Cc

Intendantin des RBB, Dagmar Reim

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8.9.: Brief an STERN.de (”Plattform für Rassephantasien”)

8. September 2008

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“wir unterschreiben nicht!”
Offener Brief des Jugendarbeit-Teams nach AGG-Schulung

5. September 2008

Anm.: Ein gutes Beispiel für zivilgesellschaftliches Engagement, Courage und Aufrichtigkeit. Vielleicht macht es ja Schule…

Offener Brief des Teams im Amt für Jugendarbeit der EKvW, Haus Villigst, Schwerte; August 2008

An alle Kolleg/innen im Themenfeld Menschenrechte, Gewalt und Rassismus.

Guten Tag,

weil sich die Wurzeln von Rassismus nicht nur im Rechtsextremismus sondern vor allem in der Mitte unserer Gesellschaft behaupten, hat [...] das Team im Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) beschlossen, das (für alle Mitarbeiter/innen in der EKvW) verpflichtende „Zertifikat“ zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz“ (AGG) nicht zu unterzeichnen. Dazu hat das Team des Amtes für Jugendarbeit der EKvW eine Erklärung herausgegeben:

Wir unterschreiben nicht!

Seit Oktober 2007 wurden alle Mitarbeiter/innen der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) durch das Landeskirchenamt der EKvW aufgefordert, eine „Schulung zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz“ (AGG) durchzuführen und dann ein Zertifikat zu unterzeichnen mit dem sie erklären, die Inhalte des AGG „durchgearbeitet und verstanden zu haben“.

Nachdem alle Mitglieder im Team des Amtes für Jugendarbeit der EKvW in Haus Villigst das AGG und das entsprechende Lernheft durchgearbeitet haben (und das Hauptanliegen des AGG nachdrücklich befürworten), erklären sie heute, dass sie es in einer Hinsicht nicht verstanden haben und von daher das entsprechende Zertifikat auch nicht unterschreiben können: „Wir alle verweigern die Unterschrift, weil wir nicht verstehen können, dass in dem AGG die Existenz menschlicher „Rassen“ behauptet wird“.

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UN-Rüge: Deutschlands Engagement im Kampf gegen Rassismus ist unzureichend

31. August 2008

via ISD

Die UNO hat Deutschland mangelndes Engagement im Kampf gegen Rassismus vorgeworfen.
Die Bundesrepublik habe Verpflichtungen aus der “Internationalen Konvention zur Beseitigung jeder Form von Rassismus” bislang nicht erfüllt. Im Bericht werden dahingehend große inhaltliche und strukturelle Defizite offengelegt; die Anstrengung der Regierung im Kampf gegen Rassismus in Deutschland wird im Prinzip auf allen Ebenen als unzulänglich dargestellt. So heißt es zum Beispiel im Bericht:

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A.T.U.-Spot verschwunden?
inappropriate advertising-spot of German subsidiary company “A.T.U.”

26. August 2008

Hier aufgrund dieses Tipps ein Schreiben von uns an die amerikanische Mutterfirma, die A.T.U. gekauft hat.

Inzwischen ist der Spot von der ATU Homepage verschwunden. Zufall? Läuft der Spot noch im TV?
Im Falle einer neuen “Sichtung” bitten wir um Nachricht.

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SPIEGEL: nichts dazugelernt 2.0

26. August 2008

Zusendung von R.:

Sehr geehrte Frau Bornhoeft,

die Wahl des Titels Ihres Artikels ist geschmacklos.
Der rassistische Ursprung und diffarmierende Beigeschmack des N… Wortes ist zwischenzeitlich Allgemeingut. Mit der Verwendung des beleidigenden und herabwürdigenden Begriffes N… aus der Vulgärsprache machen Sie ihren Bericht vielleicht für einschlägige Kreise zum Hingucker.
(…)

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deutsche Medien über Olympia: Rückschritt in Rassephantasien

25. August 2008

Zusendung von A.K.:

[Stern] Haben die dunkelhäutigen Läufer auch anatomische Vorteile?

[Tobias Unger, Sportler] Ihre ganzen Bewegungen sind geschmeidiger, ihr Muskelaufbau ist stabiler, sie sind von Grund auf austrainierter. Denen fällt das Sprinten einfach leichter. Da kann ich mir einiges abschauen. Wenn man mal sie trainieren sieht…

http://www.stern.de/olympia2008/wettkampf/leichtathletik/:Interview-Tobias-Unger-Einfach-Schweinerei/635488.html
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Workshopreihe zum Thema “Afrodeutsch” in Münster

24. August 2008

…für eine selbstbewusste afrodeutsche Identität von Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren!

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Entschuldigung der Eurosport-Redaktion

24. August 2008

Zusendung von M.:

Liebes Braune-Mob-Team,(…)

manchmal geschehen wirklich “Wunder”.

Ich hatte ja zwei Protestmails an Eurosport geschrieben bezüglich eines Kommentars von Dirk Thiele beim 10.000m-Lauf der Frauen bei den Olympischen Spielen in Peking.

Nun hat der Leiter der Kommentatorenstelle Ingolf Cartsburg von Eurosport sich im Namen seiner gesamten Redaktion bei mir persönlich für die Aussage von Dirk Thiele (”Es ist gut, dass eine Weiße sich diese Vakanz erläuft.”) entschuldigt.

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