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Berlin, jetzt im Moment: Presseerklärung zum Flüchtlings-Protestmarsch von The VOICE Refugee Forum Jena.

via http://thevoiceforum.org

[Anm der Mob Red.: Wir weisen darauf hin, dass wir die Bezeichnung oder Benennung “Flüchtling” nicht wählen würden]

 

Videos, Presseberichte, uvm: http://thevoiceforum.org/node/2752

 

Thüringen: Presseerklärung zum Flüchtlings-Protestmarsch von The VOICE Refugee Forum Jena.

Der große Protestmarsch von Würzburg nach Berlin überschreitet die Grenze zwischen Bayern und Thüringen

“Kolonialismus hat viele Gesichter und jeder Flüchtling hat seine eigene
Geschichte. Gemeinsam werden wir den Druck auf Deutschland erhöhen, die
koloniale Ungerechtigkeit zu beenden.” Betont Osaren Igbinoba von The
VOICE Refugee Forum Jena.

Nach Monaten von Flüchtlingsprotesten wurde am 08.September ein Marsch von
Würzburg nach Berlin gestartet. Die Flüchtlinge protestieren gegen die
unmenschliche Behandlung, die Menschenrechtsverletzungen, die seit
Jahrzehnten unzureichende Asylpolitik, die Diskriminierung und
Kriminalisierung von Flüchtlingen sowohl im Freistaat Bayern, als auch in
der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Inzwischen hat der Protestmarsch
eine politisch wichtige Grenze erreicht und überschritten. Die
deutsch-deutsche Grenze, die 40 Jahre lang Ost- und Westdeutschland durch
einen Todesstreifen trennte sollte für niemanden mehr ein Hindernis sein.
Asylbewerber jedoch begehen eine Straftat wenn sie diese überqueren.

Am Donnerstag, den 13. September gegen 10:00 Uhr bewiesen die Flüchtlinge
ihre Unabhängigkeit indem sie ihre Ausweise zerstörten und anschließend
den ehemaligen innerdeutschen Grenzübergang passierten. Mit dieser Aktion
verstoßen sie bewusst gegen die Residenzpflicht und setzen ihren Weg in
Richtung Berlin fort. Eine der nächsten wichtigen Stationen wird Erfurt
sein.

Die Isolation durchbrechen: Bewegungsfreiheit für Alle

Die aktiven Flüchtlingsgemeinschaften haben weiterhin folgende Forderungen:
– die Abschaffung der Residenzpflicht
– die Aufhebung der diskriminierenden Landkreisgrenzen
– einen generellen Abschiebestopp
– die sofortige Schließung aller Lager in Deutschland

Begonnen haben die Proteste als Reaktion auf den Selbstmord von Mohammad
R, welcher sich aufgrund der unmenschlichen Situation in einem Lager in
Würzburg das Leben nahm. Seitdem gab es bundesweite Aktionen von
Asylbewerbern in Form von Protestzelten, die in den Innenstädten aufgebaut
wurden um 24 Stunden am Tag präsent zu sein. Sie haben sich zusammen
geschlossen um ein Minimum an Würde, Respekt und Freiheit für jeden in
Deutschland einzufordern.

Wir rufen alle Menschen, Flüchtlinge und Einheimische, in Deutschland dazu
auf, sich dem Protestmarsch anzuschließen. Überwindet die Isolation und
helft die bestehenden Restriktionen gegen Menschen zu beenden.

“Kolonialismus hat viele Gesichter und jeder Flüchtling hat seine eigene
Geschichte. Gemeinsam werden wir den Druck auf Deutschland erhöhen, die
koloniale Ungerechtigkeit zu beenden.” Betont Osaren Igbinoba von The
VOICE Refugee Forum Jena.

[…]

On the move!

In Solidarität mit den Aktivist_innen des Protestmarsches und dem Komitee der
Flüchtlingszeltproteste
http://refugeetentaction.net

The VOICE Refugee Forum Jena
E-mail: thevoiceforum@gmx.de
http://thevoiceforum.org

Güclü Yamans Film über die unmenschliche deutsche Abschiebepraxis und den Tod von Aamir Ageeb

ist nun veröffentlicht und auf internationalen Festivals erfolgreich (wir berichteten im Januar 2010 über das Vorhaben).
„Reise ohne Rückkehr – Endstation Frankfurt Flughafen“
läuft u.a. auf dem 11. türkischen Filmfestival in Frankfurt/M: www.turkfilmfestival.de.

  • Umfangreiche Soli-Seite mit Infos zum ‘Fall’ Aamir Ageeb und Widerstand: www.aamirageeb.de

“Gebt uns unsere Menschenrechte zurück!” – Diskriminierung, Inhaftierung, Verfolgung von Menschen, die nichts verbrochen haben: Alltag in der BRD.

Seit seiner Ankunft setzt sich Maissara M. Saeed für die Rechte von Menschen mit Flüchtlingsstatus ein. NDR.de begleitete ihn auf dem Weg zum Hohen Flüchtlingskommissar nach Berlin.

Quelle: NDR

VIDEOS und Hintergründe: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/tagdesfluechtlings111.html

 

Zitat aus dem Buch “Deutschland Schwarz Weiß”:

 Wir verlangen, dass “Flüchtlinge” nicht allein aus wirtschaftlichen Interessen zu uns herüberkommen dürfen, sondern erst ihr eigenes Land auf die Reihe kriegen sollen. Gleichzeitig aber feiern wir in fünf verschiedenen Fernsehsendungen Weiße, die ohne guten Grund und ohne Kultur- oder Sprachkenntnisse in andere Länder gehen, weil sie sich davon mehr Wohlstand und ein glücklicheres Leben erhoffen. „Auswanderer“ und „Abenteurer“ nennen wir die dann und sind von ihrem Mut fasziniert. Sind sie aber Schwarz oder Afrikaner, sind Leute mit genau demselben Verhalten für uns plötzlich „Wirtschaftsflüchtlinge“ und „naiv“ und werden nicht als Helden oder mutig sondern als Bedrohung empfunden und dementsprechend behandelt.

*

Nichtstun = Privileg behalten. Wichtige Flüchtlingsselbstorganisationen unterstützen = Fortschritt schaffen.

Hier sind einige:

http://www.thevoiceforum.org/
http://thecaravan.org/
http://www.jugendliche-ohne-grenzen.de/

Quelle: JoG

“Reise ohne Rückkehr” – Film über den Tod von Aamir Ageeb

update & Korrektur vom 21.1.10:

Als Aamir Ageeb, ein sudanesischer Flüchtling, der seit 1994 in Deutschland lebte, am 9. April 1999 den Diebstahl seiner Jacke bei der Polizei in Karlsruhe meldete, wurde er auf dem Revier festgenommen und auf dem Lufthansaflug seiner Abschiebung von drei deutschen BGS-Beamten getötet.
Das Gericht bewertete die Tötung Ageebs durch drei Beamte als ‘minder schweren’ Fall.

Der frankfurter Regisseur Güclü Yaman veröffentlicht in Kürze einen Kurzfilm namens “Reise ohne Rückkehr – Endstation Frankfurter Flughafen” , der die Geschehnisse um den Tod von Aamir Ageeb dokumentarisch nachzeichnet.

Regie: Güclü Yaman.
Mit Aljoscha Zinflo, Yüksel Yolcu, Christian Kahrmann, uva.

Filmseite mit Trailer und allen Infos: journeyofnoreturn.com

Umfangreiche Soli-Seite mit Infos zum ‘Fall’ Aamir Ageeb und Widerstand: www.aamirageeb.de

13. August 2009, Magdeburg: Oury Jalloh – Demo vor dem Innen- und Justizministerium

via http://thevoiceforum.org

Demo gegen rassistische Polizeigewalt und für die Unterstützung einer Internationalen Unabhängigen Kommission zur Aufdeckung des rassistischen Mordes von Oury Jalloh und staatlicher Gewalt vor dem Innen- und Justizministerium.

BREAK THE SILENCE
Donnerstag, den 13. August 2009:
15.00 UHR HAUPTBAHNHOF MAGDEBURG

Hintergrund:

Am 7. Januar 2005 verbrannte Oury Jalloh, ein Flüchtling aus Sierra Leone, qualvoll in einer Polizeizelle in Dessau, Sachsen- Anhalt.

Weiterlesen: HIER

22.2.09 Filmpremiere in Berlin: “Mit einem Lächeln auf den Lippen” – Eine Hausarbeiterin ohne Papiere zieht vors Arbeitsgericht
“Con una sonrisa en los labios” – Empleada del hogar sin papeles lleva su caso al juzgado laboral

Premiere: Sonntag, 22.2.09 um 13.30 Uhr im Babylon (Mitte),
Rosa-Luxemburgstr. 30, 10178 Berlin
Eintritt frei

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