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Stimme nutzen führt zum Erfolg II – Spiegel Online & Mr. T.

Hiermit wird “Stimme nutzen führt zum Erfolg” zur Serie.

Auf eine Leserzuschrift hin hat die Redaktion von Spiegel Online am 11. August die koloniale (und in dem Kontext überflüssige) Bezeichnung “Farbiger” (für Mr. T. ; )  in einem Artikel durch eine diskriminierungsfreie Bezeichnung ersetzt.

Anscheinend wurde der Artikel in “Etappen” geändert. Zuerst verschwand nach Auskunft des intervenierenden Lesers innerhalb von einer Stunde der “Farbige” und Mr. T wurde zum “Schwarzen” (ergo weiterhin ohne Sachbezug als einziger Schauspieler im Artikel rassifiziert).

Dies wurde später wiederum erneut geändert (Anlass unbekannt; Reflexion wird vermutet) und in der momentanen Form des Artikels ist Mr. T. erfreulicherweise einfach “ein Kerl”.

Feedback abgeben und Mails oder Briefe schreiben ist also nachweislich nicht “umsonst” (allerdings gratis machbar : ) – von seriösen Redaktionen wird Feedback auch besprochen und berücksichtigt.

Archiv: “Stimme nutzen führt zum Erfolg I” – Tagesschau.de

Und hier die erfolgreiche Leserzuschrift im ‘Fall’ Spiegel Online & Mr. T.:

Zusendung von T.: [Name der Red. bekannt]

Sehr geehrter Herr Ditz,
sehr geehrte Frau Lutteroth, Read more

Asyl-Beamter zeugt Kind mit Asyl-Bewerberin und will sie dann abschieden

(… via BLACKprint)

Kurze Zusammenfassung der Darstellung der Vorgänge bei SPIEGEL Online:

Eine Frau aus dem Kongo sucht per Kontaktanzeige nach einem Mann. Ein Beamter aus der Hamburger Behörde für Migration und Flüchtlinge (außerdem CDU-Politiker in Hamburg-Altona) meldet sich, trifft sich mehrmals mit der Frau, zeugt mit ihr ein Kind. Schließlich will er von Frau und Kind nichts mehr wissen, leugnet Kontakt, Vaterschaft und will die Mutter mitsamt seines eigenen Kindes abschieben lassen:

[Er] legte dem Richter gar den Schluss nahe, Rachel L. sei samt Tochter nach Kongo abzuschieben.

Zwar handelte sich der Christdemokrat dafür beim BAMF ein Disziplinarverfahren ein, seinem Ansehen hat das jedoch offenbar nicht geschadet. Seit sein verbotener Griff ins Asylaktenregal aufgeflogen ist, bemüht sich die Behördenleitung, den Fall totzuschweigen.

ganzer Artikel hier.

SPIEGEL: nichts dazugelernt 2.0

Zusendung von R.:

Sehr geehrte Frau Bornhoeft,

die Wahl des Titels Ihres Artikels ist geschmacklos.
Der rassistische Ursprung und diffarmierende Beigeschmack des N… Wortes ist zwischenzeitlich Allgemeingut. Mit der Verwendung des beleidigenden und herabwürdigenden Begriffes N… aus der Vulgärsprache machen Sie ihren Bericht vielleicht für einschlägige Kreise zum Hingucker.
(…)

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SPIEGEL: nichts dazu gelernt

Zusendung von I.:

anbei mein Beschwerdebrief an den Spiegel wegen eines Artikels über
Timbuktu (31, 2008) (…)

/Im Namen von Gleichgesinnten aus den Bereichen der
Entwicklungszusammenarbeit, der Schulbildung, der Kunst, der
universitären Lehre, der Gastronomie, dem Gesundheitsbereich etc. möchte
ich die Redaktion fragen, wie verantwortungsvoll bzw. -los sie die
Artikel des Spiegels betreut. Wir sind höchst aufgebracht über den
Bericht ,Sesam im Sandmeer’, der über den wertvollen Fund
mittelalterlicher Schriften in Tombouctou und Umgebung informiert.
Er strotzt nur so von rassistischen Begriffen und Ansichten.

Hier einige ausgewählte Beispiele: /
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Die taz wird von Tag zu Tag “lustiger”

via BLACKprint:

Ende letzten Monats gab es bei der taz unter der Rubrik “Die Wahrheit” einen Text, der so unterirdisch (im Sinne von rassistisch, beleidigend und unfassbar) war, dass ich mich entschieden habe, hier nicht darüber zu schreiben, weil ich das niemandem zumuten wollte.

Doch der linke und total witzige Rassismus bei der taz scheint System zu haben und daher nun doch einen Hinweis wert zu sein. SPIEGEL Online (und ja, auch der wurde in diesem Blog schon mehrmals als Negativ-Beispiel angeführt) berichtet heute über eine neue taz-Entgleisung und zu meiner Überraschung wurden tatsächlich Schwarze Menschen in Deutschland dazu befragt. Und dann sogar als Afrodeutsche bezeichnet. Ganz ohne Anführungszeichen. Wow! Ich bin begeistert!
Die taz zeigte das Weiße Haus als “Onkel Barracks Hütte.” Dazu sagt Yonis Ayeh, einer der Vorstände der Initiative für Schwarze Menschen in Deutschland e.V. Folgendes:

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