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Schwarze Studien ohne Schwarze Leute: Community Statement über die Implementierung von “Black” Studies an der Universität Bremen

Die Forschendengruppe present_tense, Scholars Network: Black Perspectives and Studies Germany hat heute ein öffentliches Statement versendet, das von zahlreichen Scholars und Aktiven aus den Communities unterstützt wird. Es unterzeichnen unterstützend u.a. Prof- Dr. Angela Davis, Prof. Dr. Nikita Dhawan, das Bündnis kritischer Kulturpraktiker*innen, ADEFRA e.V., ISD sowie der braune mob. Das gesamte Statement mit den Unterzeichnenden kann hier eingesehen werden:

Community statement on the way “Black” Studies has been mobilized at the University of Bremen.

Deutsch: Community Statement über die Implementierung von “Black” Studies an der Universität Bremen.

 

Wir, die hier Unterzeichnenden, verurteilen die Art und Weise, in der Black Studies an der Universität Bremen mobilisiert und in Dienst genommen werden.

Angesichts der offenkundigen, proaktiv praktizierten Ausschließungen, den mehr oder minder feststehenden inhaltlichen Ausrichtungen der Arbeitsgruppen der Creative Unit, den diversen personellen Überschneidungen und den bereits laufenden bzw. angegliederten Forschungsprojekten stellen sich außerdem die Fragen, wie und von wem über die im Proposal beantragten Stellen und Gelder entschieden wird und auf welchen Auswahlkriterien diese Entscheidungen beruhen. Immerhin handelt es sich dabei um 1 Postdok-Stelle, 4 Doktoranden-Stipendien, 2 halbe Promotionsstellen und 4 Stellen … für wissenschaftliche Hilfskräfte.

Es ist ein Skandal, dass Schwarze deutsche Wissenschaftler_innen und Aktivist_innen im Zuge der Gestaltung der Unit nicht konsultiert worden sind und ihre Arbeit umfassend entnannt wird, jedoch ihre Namen im Proposal auftauchen, wo sie ohne ihre Zustimmung als aktuelle oder „prospektive“ Kooperationspartner_innen gelistet wurden. Überdies werden die Forschungen von Schwarzen deutschen Wissenschaftler_innen, die in Deutschland seit vielen Jahren zu diesen Themen arbeiten und publizieren, ausschließlich „im Zusammenhang eines basisdemokratischen Aktivismus schwarzdiasporischer Autoren“ verortet.

Mit anderen Worten: Während die finanziellen Ressourcen der Creative Unit dazu genutzt werden, um Stellen für weiße Wissenschaftler_innen zu finanzieren, werden die Namen von Schwarzen Wissenschaftler_innen / Aktivist_innen, wenn sie denn überhaupt Erwähnung finden, ohne die entsprechende Erlaubnis als Token verwendet. Eine solche Vorgehensweise ist nicht nur ungeheuerlich und unethisch, sondern bekräftigt das koloniale Modell der Enteignung: Schwarze Deutsche dürfen weißen Akademiker_innen gern als „Rohmaterial“ und „native informants“ dienen, es wird ihnen allerdings nicht erlaubt, als eigenständige Wissenschaftler_innen zu agieren. Weiße deutsche Akademiker_innen und Aufbaustudierende hingegen stehen bereit, um von noch mehr ökonomischem und symbolischem Kapital
als Teil der geplanten Creative Unit zu profitieren.

In den USA sind Departments für Black Studies einst ins Leben gerufen worden, weil studentische und community-Gruppen politischen Druck auf die Universitäten ausübten, um die Wissensproduktion über und vor allen Dingen von (!) Schwarzen Menschen anzuerkennen, finanziell zu unterstützen sowie strukturell und personell zu etablieren.

… ganzes Statement und die zahlreichen Unterzeichnenden & Supporter_innen aus dem In- und Ausland HIER LESEN

22.6. 2012, Potsdam, Workshop: „Nicht-Behinderung“ – Die Macht der Norm

Workshop mit Judy Gummich
15 – 18 Uhr

KuZe Theatersaal, Hermann-Elfleinstr. 10, Potsdam

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe im Juni: “Diskriminierungen [an der Uni]”

In diesem Workshop geht es darum, unterschiedliche Diskriminierungsformen, die mit dem Begriff Ableism beschrieben werden, zu reflektieren. So geht es unter anderem um die die Frage , wie Behinderung konstruiert wird und welches Konzept von Normalität dabei zugrunde gelegt wird. Es werden individuelle und strukturelle Schemata der Wahrnehmung und Wertung beleuchtet und auf Wirkungen von Vorurteilen und Stereotypen sowie deren Auswirkungen auf die Interaktion und das Handeln eingegangen.

Im zweiten Teil geht es um das veränderte Verständnis von Behinderung wie es in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen formuliert ist und die Frage welche gesellschaftlichen Veränderungen dieser Paradigmenwechsel impliziert.

Trainer_in: Judy Gummich ist Menschenrechtlerin und freiberufliche Diversity-Trainerin und – Beraterin und seit Mai 2012 als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Menschenrechtsbildung, Inklusion und Diversity am Deutschen Institut für Menschenrechte tätig. Seit ca. 25 Jahren arbeitet sie in unterschiedlichen nationalen und internationalen Zusammenhängen vor allem zu Belangen der afrikanischen Diaspora in Deutschland, zu (Anti-)Rassismus, Migration, Beeinträchtigung/Behinderung, Integration/Inklusion, Gender, sexuelle Identität, sowie intersektionale Lebensrealitäten und Diskriminierung.

Die Zahl der Teilnehmenden ist nicht begrenzt. Für eine bessere Vorbereitung bitte ich dennoch um Anmeldung bis zum 19.6.2012 an gepo@asta.uni-potsdam.de

Mi., 23.11. in Hamburg: Vortrag “Gegen öffentlichen Rassismus intervenieren – Erfahrungen und best practice”

 

Im Rahmen der Vortragsreihe “Jenseits der Geschlechtergrenzen”,
organisiert von der AG Queer Studies.

@ Universität Hamburg
um 19:15 Uhr
HIER geht’s zum Event.

Das komplette Programm zur Vortragsreihe “Jenseits der Geschlechtergrenzen”:
http://agqueerstudies.de/programm/
http://agqueerstudies.de/programm/programm/

AStA der Uni Hamburg präsentiert sich in Imagefilm mit white supremacy

Neu vom 5.2.2011: Links zu Berichten und Videos von der Filmvorführung sind in den Kommentaren zu diesem Artikel zu finden.
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Quelle: Asta Hamburg

„Der Morgen dämmert über dem Hamburger Univiertel – seine Bewohner schlafen natürlich noch. Nur im prächtigen Kuppelsaal des historischen Hauptgebäudes regt sich was: farbenprächtig gewandete afrikanische Reinigungskräfte gehen gospelnd ihrer Arbeit nach – und wehren sich dabei routiniert gegen den Versuch einiger Kommilitonen, ihre Flyer auf der soeben gewischten Bestuhlung auszulegen.“

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AK Uniwatch online! – no racism at our Universities/gegen Rassismus an unseren Universitäten

for english version: open full article then klick here

Liebe Mitstreiter_Innen im Kampf gegen Rassismus an Universitäten und in den Wissenschaften,

Wir haben es geschafft: Ab dem 17.Mai 2010 ist der Blog des Arbeitskreis UniWatch – Gegen Rassismus in Unseren Räumen, der sich im Juni 2009 als Reaktion auf einen rassistischen Vorfall an der FU Berlin gegründet hat, offiziell online! Die deutsche Version findet ihr auf http://akuniwatch.wordpress.com/ und die englische auf http://akuniwatchen.wordpress.com/. Mit unserem Blog wollen wir die Alltäglichkeit von Rassismus in akademischen Räumen sichtbar machen, indem wir rassistische Vorfälle dokumentieren, und eine Plattform für all diejenigen bilden, die diese Zustände nicht länger hinnehmen wollen.

Wie wir alle aus Erfahrung wissen, bleibt Rassismus in unserer Gesellschaft viel zu häufig unthematisiert. Dies macht den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung für Einzelpersonen schwierig – gerade an der Uni wird Kritik an den bestehenden Machtverhältnissen marginalisiert. So verwundern die jüngsten Vorfälle an diversen Berliner und Hamburger Universitäten nicht: Weiße Professor_Innen benutzten das N-Wort, ohne Konsequenzen dafür fürchten zu müssen. Dies zeigt die Verankerung rassistischer Strukturen an deutschen Read more

Berlin, Herbst und Winter 2009/2010 – Wissensmacht – Machtwissen: Eine Reihe kritischer Auseinandersetzungen mit Rassismus und kolonialen Kontinuitäten in Universität und Wissenschaften

Ab 21.10.2009 lädt Commit Berlin e.V. jeden zweiten Mittwoch um 18.30 Uhr im HU-Hauptgebäude (Unter den Linden 6), Raum 3038/3035 die Reihe “Wissensmacht – Machtwissen: Eine Reihe kritischer Auseinandersetzungen mit Rassismus und kolonialen Kontinuitäten in Universität und Wissenschaften” im Wintersemester 2009/10.

Im Rahmen der Kampagne verschiedener Berliner politischer Gruppen zur 125ten Jährung der Berliner Afrika-Konferenz von November 2009 bis Februar 2010 (www.berliner-afrika-konferenz.de) veranstaltet der Studierendenverein Commit Berlin e.V. eine Reihe, in der koloniale Kontinuitäten im Alltag und in Wissenschaftsbetrieben thematisiert werden sollen.

Die Veranstaltungen sind Teil der politischen Bildungsarbeit von Commit Berlin und sollen zur Sensibilisierung der deutschen Öffentlichkeit beitragen.
Ausgangspunkt ist die Universität als ein Ort, der den Alltag von Studierenden und Lehrenden wesentlich prägt und an dem vorgeblich universelles Wissen und “Wahrheiten” produziert werden, sich gesellschaftliche Ein- und Ausschlüsse spiegeln, Zugänge zu Realität und Wissen verhandelt werden.

Wir wollen kritisch hinterfragen, was in der Berliner Wissenschaftsbetrieben passiert. Wer kann dort sprechen und worüber? Wessen Stimme wird gehört? Wessen Wissen wird als Wissen anerkannt? Welche Funktion haben diese Ein- und Ausschlüsse für die Selbstkonstruktion der dominanten weißen Wissenschaften?

Programm:

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10.7., Berlin – Gegen Rassismus an der Uni – strategies against racism within universities

On the 10 of July, we – a group of PoC, Black and white students want to invite you to develope concrete strategies against racism within our universities. This space is not only open for students, so please don’t be to shy to apply.

Der AK “Uni-Watch ” Fighting Racism in our Spaces!” lädt zu der Open-Space-Veranstaltung “Let”s Act! transforming ourselves, transforming spaces” am Freitag, den 10.Juli 09, im Statthaus Böcklerpark ein.

ReferentInnen u.a. Grada Kilomba, Mutlu Ergün, Aretha Schwarzbach-Apithy, Halil Can, uva.

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26. – 28. Juni 2009, Berlin: Fachtagung “Rassismus, Wissen(schaft) und Universität”

NEUER Veranstaltungsort!!!

Werkstatt der Kulturen
Wissmannstraße 32
12049 Berlin
Tel. 030 – 60 97 70-0
info(at)werkstatt-der-kulturen.de

Mehr dazu hier.

Rassismus gehört zu den wirkungsmächtigsten und folgenschwersten historischen Hypotheken, mit denen sich die Welt auch im 21. Jahrhundert auseinander zu setzen hat. Der europäische Versuch, Menschen nach ‘Rassen’ zu unterteilen, ist als gescheitert anzusehen. Doch sein Geschöpf, der Rassismus, ist strukturell und diskursiv ” in Form von Macht, Gewalt und Wissen ” allgegenwärtig und wirkmächtig. Das verstärkt sich noch dadurch, dass der Rassismus in der bundesdeutschen Gesellschaft weitgehend verleugnet bleibt. All dies hat für Medien, Wissenschaft und die deutsche Literatur- und Theaterlandschaft weitreichende Konsequenzen. Diesen widmet sich die Tagung. Es gilt herauszuarbeiten, wie kolonial entstandenes rassistisches Wissen in der deutschen Gesellschaft bis heute prominent fortwirkt und zugleich auch von People of Colour widerständig herausgefordert wird. Auch ist zu diskutieren, wie über Rassismus gesprochen werden kann, ohne seine Denkmuster und Machtfelder zu reproduzieren. In Performances, Theaterstücken, akademischen Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Arbeitsgruppen werden Wissenschaftler_innen und Studierende sowie Künstler_innen und Journalist_innen of Colour Rassismus analysieren, beschreiben und hinterfragen. Die Tagung dient der politischen Bildung und richtet sich an eine interessierte breite Öffentlichkeit.

Vortragende u.a.:

Katharina Oguntoye, Sheila Mysorekar, Noah Sow, Grada Kilomba, Paul Mecheril, ManuEla Ritz , Natasha A. Kelly, Victoria B. Robinson, Mutlu Ergün, Kien Nghi Ha, Lara-Sophie Milagro, uvm.

Ausführliche Informationen zum Programm:www.limitedtoyou.com