»The Voice«-Sprecher Osaren Igbinoba über die Zusammenarbeit mit deutschen antirassistischen Gruppen

Die Zusammenarbeit zwischen deutschen antirassistischen Gruppen und selbstorganisierten Flüchtlingen in Deutschland war in den letzten Jahren durch eine Reihe von Rückschlägen geprägt. Trotz einiger guter gemeinsamer Kampagnen ” insbesondere die Anti-Abschiebungskampagne »Deportation Class« ” fällt die Gesamtbilanz negativ aus. Die Ursachen sind mannigfaltig und wurzeln tief. Während der Grenzcamps etwa organisierte die antirassistische Bewegung Proteste vor Flüchtlingslagern, ohne sich intensiv um Kontakte zu den Menschen zu bemühen, die darin zu leben gezwungen sind. Erst als die Flüchtlinge anfingen, diesen Umstand zu kritisieren, begann sich etwas zu ändern.

weiterlesen hier: http://thecaravan.org/node/2115 oder hier per pdf

1 reply
  1. jwbe
    jwbe says:

    Das finde ich ein sehr wichtiges Thema, an dem ich derzeit ehrlich gesagt scheitere. Selbst der ‘Mehrheitsgesellschaft’ angehörig habe ich es bei einigen sogenannten antirassistischen Gruppen in meiner Gegend versucht, auffallend dabei war, daß es entweder nur Paternalismus war mit “Ausländern” und/oder ‘Nicht-Weißen’ als ‘exotisches Beiwerk’ und daß die Tonangebenden grundsätzlich weiße Männer waren, die letztendlich alles besser wissen wollen. Da ich auch viel im amerikanischen Internet lese über Rassismus und Antirassismus um zu lernen, fällt mir auf, daß diese Problematik nicht nur deutsch sondern ‘weiß’ ist und viele Weiße immer Recht haben wollen und für andere die Realität definieren wollen, wo es mehr um Schein als wirkliches Sein geht.

    Das Beispiel der Grünen in Kaarst, die keine ihrer Taten als rassistisch sehen kann/will, weil sie sich antirassistisch bezeichnen ist nur ein Beispiel von vielen.
    Für mich beginnt Antirassismus erst bei einem selbst und da ist der Weg vielen anscheinend schon zu mühsam, wenn es doch so einfach ist sich mit einem Titel zu schmücken, deren Farce Mitglieder der Mehrheitsgesellschaft selten wahrnehmen (können), weil sie sich noch nie ernsthafte Gedanken darüber gemacht haben, was Rassismus letztendlich alles beinhaltet und Antirassismus nicht nur aus Parolen besteht.

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