Aufklären und tätig werden

Oury Jalloh Prozeß – die nächsten Termine

Press: Oury Jalloh’s Process Reports // Überraschung im Jalloh-Prozess –
Neues Brandgutachten angeordnet
http://thevoiceforum.org/node/678

Oury Jalloh: Video/Fotos and Press report – Beobachter erheben Mordvorwurf
// Flüchtlingsinitiativen verstärken Mordvorwurf
http://thevoiceforum.org/node/670

Oury Jalloh: Gerechtigkeit für Mouctar Bah – Faxkampagne an die Stadt Dessau-Roßlau
http://thevoiceforum.org/node/682

Leserbrief zum Artikel Neuen Deutschland (ND) von Hendrik Lasch über den
3. Todestag Oury Jallohs
http://thevoiceforum.org/node/677

EN/DE/FR/SPANISH): 2^ Black African Conference in Dessau – Racist Police
Killings and Criminalisation of Africans and Blacks in Germany
http://thevoiceforum.org/node/666

KEIN VERGESSEN, KEIN VERGEBEN – Eine Stellungnahme der Initiative in
Gedenken an Oury Jalloh
http://thevoiceforum.org/node/619

via http://thevoiceforum.org/

Black History Month 2008 – Hamburg 2.2.- 9.3.2008

via isdonline.de

bhm flyer

Seit 1990 hat auch Deutschland, initiiert von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und anderen schwarzen Organisationen, einen vollen Monat mit Black Events, Parties, Lesungen, Filme und mehr. Bereits zum 11. Mal veranstaltet die Black Community in Hamburg den Black History Month. Das vorläufige Programm:

(Mehr Infos: http://www.colourmusic.de)

Intro – Celebration (2008)

Im Februar wird in den U.S.A. und in zahlreichen anderen Ländern mit schwarzer Gemeinschaft alljährlich der “Black History Month” mit verschiedenen Veranstaltungen zu schwarzer Kultur und Geschichte zelebriert. Ein reichhaltiges Angebot aus künstlerischen Darbietungen diverser musikalischer Stilrichtungen, Vorträgen, Diskussionen, Film, Poetry, Lesungen, Talkshow, Talent Scout, kulinarische Spezialitäten und einem speziellen Kinder u. Jugendprogramm begeistert in Hamburg ein stetig wachsendes Publikum. Beim BHM dabei zu sein heißt in einer warmen Atmosphäre bei Spaß, gutem Essen und einem interessanten Bühnenprogramm den eigenen menschlichen Horizont zu erweitern. Die Veranstaltungen des BHM stehen allen interessierten Menschen offen und fördern ein besseres Verständnis untereinander. Sie stellen zudem eine Plattform für Kommunikation und Identifikation mit der schwarzen / afrodeutschen Gemeinschaft Hamburgs dar. 2008 ist das “europäische Jahr des interkulturellen Dialogs “. Der BHM bietet viele Möglichkeiten für eine ausführliche Berichterstattung über “schwarze Themen ” und steigert damit die positive öffentliche Wahrnehmung schwarzer Bürger und Bürgerinnen Hamburgs.

Sa 02. Feb. 23.00 Uhr – “Kick-off Party ”
Trafalgar Lounge

In Hamburgs No. 1 Ethno Club startet der Black History Month mit einer heißen Party zu Afrobeats, Soul und Reggae. Dazu gibt es Live Auftritte mit Reggae von Pat Attah, der auch als Schauspieler bekannt ist, sowie der südafrikanischen Sängerin Lebogang Masemola. Ladies haben zu diesem Vergnügen freien Eintritt.

So 03. Feb. 16.00 Uhr – Afro-American Experience
Stage Club

Mit Musik und Spoken-Word Performances portraitieren heute afroamerikanische KünstlerInnen Legenden und Stars wie Nina Simone, Alicia Keys, Nat King Cole,Whitney Houston u.a. Zu den Präsentationen werden auch wichtige historische Fakten zur US-amerikanischen Geschichte geliefert. Bei erstklassigem Entertainment und kulinarischen Spezialitäten kann so der eigene menschliche Horizont erweitert werden. Gaeste: Love Newkirk, Joanne Bell, Donna Brown , Janice Harrington, Daniel Dodd-Ellis, Melvin Edmondson, Alyasha Anderson u.a

Sa 09. Feb. 19.00 Uhr Gala MVOG-Africa
Seniorenzentrum / Wohnzentrum St.Markus

Afrikaner errichten ein Zentrum fur Erholung, Bildung und Kultur für sich und ihre Familien in Rosche bei Uelzen. mehr Info unter www.afrika-bund.com

So 10. Feb. 16..00 Uhr – Afro-Caribbean & Latin Connection.
Stage Club

In der Karibik, Mittel – und Südamerika hat sich in den letzten Jahrhunderten eine sehr große kulturelle Vielfalt mit starkem afrikanischen Einfluss. entwickelt. Der heutige BHM Tag befasst sich in musikalische Hinsicht mit Stilen aus Brasilien, Jamaika, Panama, Trinidad u.a. Geschichtliche Gemeinsamkeiten und Ursprünge werden in kurzen Statements aufgezeigt und sind im Lebensgefühl der Musik aus spürbar, bei dem Tanzen ganz automatisch passiert. Bei erstklassigem Entertainment und kulinarischen Spezialitäten kann der eigene menschliche Horizont erweitert werden.
Gäste: Frank Roberto McClean, Marion Campbell, Pagode Juventude, B.J. Philip u.a.

Sa 16. Feb. , 14.30 h
Taiwo Sport Center
Kinder u. Jugendfest

Sport, Spaß und Spiel im Taiwo Sport Center, das vom mehrmaligen Kung Fu Weltmeister Emmanuel Bettencourt geleitet wird, der mit der Erzieherin Chris Kassama ein interessantes Programm anbietet

So 17. Feb. 16.00 Uhr -African Creation
Stage Club

Afrika – oft als “Wiege der Menschheit” bezeichnet ist auch Ursprungsland der heute populärsten Genres globaler Popkultur. Neben eher traditionellen Songs bieten die auftretenden KünstlerInnen aus Südafrika, Ghana, Nigeria, Mozambigue u.a. heute auch Soul oder Reggae beeinflusste Songs. Wissen über Geschichte und Kultur wird neben der Moderation auch durch einen Quiz vermittelt, bei dem es nette Überaschungen zu gewinnen gibt. Bei erstklassigem Entertainment und kulinarischen Spezialitäten kann der eigene menschliche Horizont erweitert werden.
Gäste: Pat Attah, Lerato Sebele, Pap Armand, Sam T.N., Paps Natty General u.a.

Sa 23. Feb. , 21.00 h
Kulturhaus 73
Black Poetry Night

Musikalische Elemente unterstützen Dynamik und Gestik des individuellen Vortragsstils mit dem auf emotionaler Ebene die Kraft der Worte in die Herzen der ZuhörerInnen geleitet wird. In mehreren durch Livemusik eröffneten Teilen tragen die KünstlerInnen des Abends in abwechslungsreicher Weise englische und deutsche Texte vor.
Gäste: Love Newkirk, Mystic Dan, Maseho, Marion Campbell u.a.

So 24. Feb. 15.00 Uhr – Afrodeutsche Vielfalt
Stage Club

Obwohl es keine einheitlichen kulturellen Wurzeln gibt, so verbinden in Deutschland aufgewachsene schwarze Menschen doch viele gemeinsame Erfahrungen. Berichtet wird über verschiedene Organisationen und Projekte, sowie geschichtliche Fakten. Musikalisch spiegeln die Stile der auftretenden KünstlerInnen die gleiche Vielfalt ihrer familiären Herkunft wieder. Bei Soul, Rock, Jazz und Pop und kulinarischen Spezialitäten kann der eigene menschliche Horizont erweitert werden.
Gäste: Yasmin K., Ghee, Trace, u.a.

Di 26.02. 20.00h Black History Month – Buchpräsentation mit Lesung
– Noah Sow – ” Deutschland Schwarz Weiss”
Kulturhaus 73

Das Buch “Deutschland Schwarz Weiß” informiert auf anschauliche Weise über den alltäglichen Rassismus: woher er kommt, wie er weitergegeben wird, wozu er dient, und wie er sich oft versteckt äußert. Um diese Erkenntnisse nicht nur an das Publikum heranzutragen, verlassen Buch und Lesung den üblichen Stil schwerer Kost und schaffen es, für jede Zielgruppe unterhaltsam zu informieren.

Do 28. Feb.,
Kulturhaus 73
Film “ALL POWER TO THE PEOPLE – BLACK PANTHER AND BEYOND”, von Lee Lew-Lee, USA, 116 min., 1996

Die Dokumantation des Filmemachers und ehemaligen Black Panther Aktivisten Lee Lew-Lee ist eine der detailfreudigsten und zugleich politischsten Dokumentationen über die Black Panther Party.
Einführung und Diskussion mit Phillip Dorestal (Freier Journalist, Hamburg)

Sa 01. März , 21.00 Uhr
Kulturhaus 73
Afro-Talkshow Schwarze Jugend in Deutschland gestern & heute

Neben mehreren jugendlichen Teilnehmern sind auch die afrodeutschen Erziehungswissenschaftlerin Maisha Eggers, der Sportschulleiter Emmanuel Bettencourt und Sharon Otoo (Berlin) als Talkgäste eingeladen .

Fr 07. März , 22.00 Uhr
Mandarin Kasino
Programm wird noch bekannt gegeben

So 09. März , 22.00 Uhr
The Next Generation
Programm wird noch bekanntgegeben

(Mehr Infos: http://www.colourmusic.de)

Rassismus: ganzheitlich verstehen – gemeinsam bekämpfen!

antirassistische Informations- und Aktionsreihe in Hamburg 11.1.-7.3.2008

(übernommen von Nadir.org)Rassismus in der brd und Europa hat viele Gesichter. Er zeigt sich nicht nur in rechtsextremen bzw. neofaschistischen Bewegungen und in diskriminierender staatlicher Politik, die auf Basis (“ausländer”-)rechtlicher Instrumente Menschen aus bestimmten Teilen der Welt die Einreise in die BRD bzw. EU verweigert. Selten benannt und diskutiert werden die Rassismen der “aufrechten deutschen Bürger”, die “Boot-ist-voll Polemiken” deutscher Politiker_Innen, etc., die ihre rassistischen Diskurse in eigener Abgrenzung zu extrem rechten Denkmustern unkritisiert wissen.Die Veranstaltungsreihe soll einen überblick geben über die verschiedenen Ausprägungen und Hintergründe von Rassismus, die sich auf individueller und struktureller Ebene finden, und eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit dem Problem in Bewegung bringen.”Wir wollen aber noch einen Schritt weiter gehen und eine Vernetzung des Widerstandes gegen die unterschiedlichen Rassismen fördern.Trefft Euch bei den Veranstaltungen, lernt Euch kennen und macht was draus! Einen Anfang stellt die Vorbereitung und Umsetzung dieser Veranstaltungsreihe dar.”Termine, Adressen, Links, Kontakte: HIER

ZDF: Anti-Rassismus-Training

Mal abgesehen davon, dass sie den langweiligen general-Fehler gemacht haben, Rassimus mit “Migration” in Zusammenhang zu bringen, ist dieser Beitrag des ZDF Heute-Journal gut und sehr interessant.

Klick um den Film zu sehen (Länge: 4:20 min., © ZDF Mediathek)

Die Trainings von Manuela Ritz beruhen auf einem seit langem erprobten Konzept von Jane Elliott.

Hier gibt es mehr Infos über die Trainings und auch über die Filmodkumentation “Blue Eyed”

und hier einen weiterführenden Artikel.

Mit der Trainerin Manuela Ritz, die aus Mügeln kommt (!), gibt es hier im Blog auch ein Interview und einen Reportagezitat. 

Sw 

Online-Petition: stoppt Wumbaba!

Wer keine Lust hat, das N-Wort als rassistischen Stereotyp auch noch auf einem Dritten Buchcover und als Schlüsselanhänger serviert zu bekommen, sollte sich hier anschließen und die Online-Petition “unterschreiben”. Weitersagen. 

English: Sign the online petition against “the white N….” on more racist book covers and even as key fob. What it’s all about, see here.

wichtiges Projekt: Umbenennung von Straßennamen, die Kolonialverbrechen verherrlichen

Möhrenstraße - leider nur vorübergehend

“Möhrenstraße” – leider nur vorübergehend…

 

Besuchenswert und lehrreich: die Homepage des Projektes “Unterm Teppich? Rassistische Konzepte, koloniale Fantasien am Beispiel eines Berliner Straßennamens” auf http://www.m-strasse.de 

Äußerst lesenswert sind auch die dortigen Homepage-Inhalte über 

 

– Vermeidungsstrategien

 

– Sprache und Gewalt

 

– Weiß-Sein

 

– Das M.-Wort

 

Sw

neue Rubrik auf www.derbraunemob.de

 

 

Neu auf www.derbraunemob.de: die Rubrik “so geht’s” – als positiv-Pendant zu “knapp daneben”.

 

– erster Eintrag: autonome T-Shirt-Aktion vs. Kolonialwarenhändler

 

– zweiter Eintrag: Wumbaba reloaded – zivile Info-Aktion zur Lesung

 

Die Rubrik “knapp daneben” wurde umbenannt in “so geht’s nicht” und ist immer noch ein Füllhorn an Ärgernissen.

 

viel Spaß beim Mitmachen, denn natürlich freuen wir uns über Zusendungen!

 

Sw

Konferenz und Gedenkveranstaltung in Jena zum 3. Todestag von Oury Jalloh

Information und Einladung zur Pressekonferenz in Jena am 13Uhr,

01.Dezember 2007

 

Link to English Text:

The 3. Memorial Anniversary of the mysterious death of OURY JALLOH an

African refugee from Guinea /Sierra-Leone who was burnt alive on

07.01.2005 in a police cell in the city of Dessau

http://thevoiceforum.org/node/633

 

 26.11.2007

 

Konferenz und Gedenkveranstaltung in Jena zum 3. Todestag von Oury Jalloh

 

01.Dezember 2007 14:00 ” 20:00 Uhr

Campus der FSU Uni Jena ” HS 9 und Eingangshalle

Carl Zeiss Strasse 3 (gegenüber Seiteneingang Goethe-Galerie)

 

Pressekonferenz zur Veranstaltung: 13:00 Uhr (FSU, HS 9)

 

Der mysteriöse Tod des OURY JALLOH – Ein afrikanischer Flüchtling aus

Guinea und Sierra-Leone wurde am 07.01.2005 in einer Dessauer

Gewahrsamzelle der Polizei bei lebendigem Leibe verbrannt

 

Unterlassene Hilfe?…Totschlag?…ODER”Mord?

 

Erst nach 2 Jahren wird der Prozess gegen die verantwortlichen

Polizeibeamten eröffnet!

 

In diesen 2 Jahren sind die Ermittlungsbehörden vordergründig damit

beschäftigt nachzuweisen, dass es für Oury Jalloh möglich gewesen sein

muss, sich selbst in einer “nackten” Gewahrsamszelle anzuzünden.

 

Die Eröffnung des Prozesses trotz der offiziellen Selbstmordtheorie kam

erst nach massiven öffentlichen Protesten der bundesweiten Initiative in

Gedenken an Oury Jalloh unter dem Motto “BREAK THE SILENCE” zustande.

 

Ein Ende des Gerichtsverfahrens ist schon deswegen nicht abzusehen, weil

die Selbstmordhypothese der anklagenden Staatsanwaltschaft selbst für

immer tiefer greifende Widersprüche sorgt.

 

Da das allgemeine öffentliche Interesse über die Jahre und angesichts der

zermürbenden Widersprüchlichkeiten unhaltbarer Ausgangsvermutungen

dramatisch nachgelassen hat fordern wir eine unabhängige Untersuchung, die

sich nicht scheut auch andere Möglichkeiten des Handlungsablaufes in

diesem “mysteriösen Todesfall” ernsthaft in Erwägung zu ziehen!

 

Pressekonferenz mit Verantwortlichen der Kampagne der “Initiative in

Gedenken an Oury Jalloh” über:

 

– die Arbeit und die Protestaktionen der landesweiten “Initiative in

Gedenken an Oury Jalloh”

– den aktuellen Prozessverlauf am Dessauer Landgericht

– das Leben und den Tod des Oury Jalloh

 

Podium:

 

Mouctar Bah ” Protagonist und Gründer der “Initiative in Gedenken an Oury

Jalloh” aus der Dessauer Guineanischen Community

Regina Kiwanuka ” Mitglied der Delegation internationaler

Prozessbeobachter aus der ugandischen Community – Nürnberg

Azubuike Erinugha ” Künstler und Gründungsmitglied der Nigerian and

Friends Association ” NAFA in Thüringen

Lothar König ” Stadtjugendpfarrer der Stadt Jena, JG-Stadtmitte

 

Organisatoren der Konferenz: Osaren Igbinoba und Thomas Mwayemudza Ndindah

von The VOICE Refugee Forum und Die Karawane – Für die Rechte von

Flüchtlingen und MigrantInnen.

 

Darüber hinaus sind eine Vielzahl von Delegierten und Mitgliedern der

afrikanischen Communities und MigrantInnengruppen aus verschiedenen

Städten Deutschlands vom The VOICE Refugee Forum gemeinsam mit den

Aktivisten der “Initiative in Gedenken an Oury Jalloh” eingeladen worden

an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

 

http://thevoiceforum.orghttp://thecaravan.org,

http://initiativeouryjalloh.wordpress.com

 

 

Wir rufen auf gegen die rassistisch motivierten brutalen Behandlungen und

die Todesfälle unter den Farbigen und afrikanischen MigrantInnen durch

Polizei und Behörden in Deutschland zu protestieren!

 

Wir glauben, dass jede demokratische Gesellschaft den Schutz des Lebens und

der Menschenwürde eines jeden einzelnen Menschen innerhalb der eigenen

Landesgrenzen und auch in Ihrem äußeren Einflussbereich unabhängig seiner

oder ihrer “Rasse” oder Hautfarbe, Nationalität oder Abstammung,

konfessionellen Orientierung oder politischen Überzeugung gewährleisten

und dafür einstehen sollte.

 

Wir fordern rückhaltlose Untersuchung durch eine unabhängige Komission und

einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss, um den Verdacht

konspirativen Mordes bei der gegebenen Sachlage im Todesfall Oury Jalloh

in der Zelle 5 des Dessauer Polizeireviers sowie der tödlichen Schüsse auf

Dominique Kouamadio in Dortmund und auch bei weiteren Todesfällen von

AsylbewerberInnen im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen endlich

ernsthaft zu verifizieren!

 

Hierzu gehört auch die Untersuchung einer naheliegenden Komplizenschaft

des deutschen Rechtsstaatssystems, welches nicht nur Flüchtlinge und

MigrantInnen je nach Herkunft (und zumindest in der polizeilichen Praxis

auch nach der Hautfarbe) mit kriminalisierenden und diskriminierenden

Ausländergesetzen überzieht, sondern immer wieder tödliche Vorkommnisse im

Zusammenhang mit Verhaftungen, Inhaftierungen und Abschiebungen

systematisch vertuscht und verschleiert!

 

Die Untersuchung der Polizei durch verschiedene Gruppen staatlich

unabhängiger Ermittler soll nicht nur die für eine rückhaltlose Aufklärung

notwendige Objektivität garantieren, sondern auch die Glaubwürdigkeit in

der Bevölkerung sowie deren aktive Beteiligung ermöglichen!

Wir unterstützen die Forderungen der Black Community vom Sonnabend, den 6.

Januar 2007, an dem in Dessau eine Konferenz der Afrikanischen Community

unter dem Titel “Rassistische Tötungsfälle und Kriminalisierung von

Afrikanern und schwarzen Menschen in Deutschland” stattfand. Auf dieser

Konferenz wurden die folgenden Forderungen erhoben:

 

1 Wir fordern eine sofortige strafrechtliche Verfolgung und Bestrafung der

Polizeibeamten, die an der Tötung von Oury Jalloh beteiligt waren sowie

deren Entfernung aus dem Amt

2 Wir fordern den Rücktritt des Dessauer Polizeichefs

3 Wir fordern die Entschädigung der Familie Oury Jallohs und Erstattung

der angefallenen Kosten

4 Wir fordern die Einstellung aller rassistisch motivierten Kontrollen,

gewalttätigen Übergriffe und Tötungen von schwarzen Menschen durch die

Polizei

5 Wir fordern Gerechtigkeit und Entschädigung aller Opfer von

institutionalisiertem Rassismus, polizeilicher und staatlicher Gewalt

gegenüber schwarzen Menschen und deren Familien in Deutschland

(Am Sonntag, den 7. Januar 2007 protestierten mehr als 200 Menschen in

Dessau vor dem Polizeirevier, in dem Oury Jalloh getötet wurde)

 

Wir leisten Solidarität mit den Familien, den Freunden und Bekannten Oury

Jallohs und Dominique Kouamadios, geben ihnen unser Mitgefühl und Beistand

und verurteilen die Morde an ihnen.

Im Zusammenhang mit dem Gedenken an den brutalen Tod Oury Jallohs ruft die

afrikanische Community alle Afrikaner und mitfühlenden Menschen an diesem

Tag dazu auf sich auch all der anderen Afrikaner schwarzen Menschen zu

erinnern, die von rassistischer Hand in diesem Lande getötet wurden.

 

Lasst uns um die von uns gegangenen Brüder und Schwestern trauern:

Laye-Alama Condé (Bremen), John Achidi (Hamburg), N’deye Mareame Sarr

(Aschaffenburg), Amir Ageeb (Munich), Kola Bankole (Frankfurt), Alberto

Adriano (Dessau) and Amadeo Antonio (Dresden)

 

Wir sind die Opfer, die sich zusammen organisieren müssen!

Es steht in unserer Macht diejenigen Initiativen schwarzer und

afrikanischer Solidarität, welche sich für Gerechtigkeit und Menschenwürde

hier und in der Diaspora einsetzen hier und jetzt zu verstärken!

Wir werden aufschreien und uns gegen diskriminierende Behandlung und

polizeiliche Übergriffe wehren ” zusammen mit den schwarzen und

afrikanischen Opfern werden wir polizeiliche Tötungen und Kriminalisierung

in Deutschland öffentlich anprangern!

 

Wir appellieren an alle schwarzen und afrikanischen Communities,

Menschenrechtler und Wohlfahrtsorganisationen sich dieser Bewegung

anzuschließen! Wir werden um die Solidarität über alle hier und in der

gesamten Diaspora gezogenen Grenzen hinaus und mit Wissen um den

schwarzafrikanischen Holocaust dieser Welt im Bewusstsein kämpfen!

 

The VOICE Forum Appeal: Black African Community Forum of Activists and for

the Welfare of Africans. http://thevoiceforum.org/node/590

 

Wer ist das nächste Opfer oder wie viel muss noch passieren?!

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P R O G R A M M

 

 

Konferenz und Podiumsdiskussion

 

Informationen über den Prozessverlauf in Dessau presentiert von

Mitgliedern der “Initiative in Gedenken an Oury Jalloh”, nationalen und

internationalen Prozessbeobachtern und Freunden von Oury

Videoclips, Diashow und Foto-austellung über die Kampagne “BREAK THE SILENCE”

 

für Essen und Getränke wird gesorgt

 

Termin:  01.12.2007  — 14:00 ” 20:00 Uhr

Ort: Universitätscampus FSU Jena – HS 9 und Eingangshalle

Carl Zeiss Strasse 3 (gegenüber Seiteneingang Goethe-Galerie)

 

Soli-After-Party

in Co-operation mit der nigerianischen Community Thüringen

ab 21:00 Uhr: Percussions; DJ Kingsley (Nigeria); Chill Out DJ Sereno (Jena)

Ort:  JG-Stadtmitte, Johannisstrasse 14

 

Delegierte und politische Aktivisten der schwarzen und afrikanischen

Communities, Flüchtlinge und MigrantInnen sowie Unterstützer und Aktive

der “Initiative in Gedenken an Oury Jalloh” aus Nürnberg, München, Halle,

Berlin, Dessau, Brandenburg, Jena, Göttingen, Kassel, Erfurt und Baden

Baden sind zu dieser Konferenz eingeladen worden. Es werden auch

Teilnehmer aus Nigeria,Kamerun, Sierra Leone, Burkina Faso, Uganda, Togo

und Guinea bzw. den entsprechenden Communities hier in Deutschland

erwartet.

 

Die Vertreter der verschiedenen Gruppen, wie The VOICE Refugee Forum, Die

KARAWANE-Für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen, The Nigerian and

Friends Association-NAFA Thüringen, PLATAFORMA der MigrantInnen und

Flüchtlinge und The Thomas Sankara Movement, African Union Convention,

African People Convention, werden gemeinsam mit der “Initiative in

Gedenken an Oury Jalloh zusammentreffen und zukünftige Aktionen und Formen

der gegenseitigen Unterstützung in der bundesweiten Kampgne diskutieren.

 

Die Veranstaltung wird von The VOICE Refugee Forum Jena in Zusammenarbeit

mit The Nigerian and Friends Association ” NAFA in Thüringen und der

freundlichen Unterstützung der JG Stadtmitte, dem FSU Stura Jena,

Flüchtlingsrat Thüringen Erfurt und Gerberei Weimar organisiert.

 

Kontakt:

Osaren Igbinoba, Mobil: 0049 (0)17624568988 (englisch)

Thomas Mwayemudza Ndindah, Tel: 03641 513144, Mobil: 0049 (0) 1634811554

(deutsch)

The VOICE Refugee Forum Jena: E-mail: thevoiceforum@emdash.org

 

Confusion breaks bones!

Na double whaala for the dead body!

 

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WEITERE VERANSTALTUNGEN:

6. Dezember in Hamburg, im B5, Brigittenstrasse 5 (19:00Uhr)

Bundesweites Treffen 8/9. Dezember in Wuppertal, im AZ, Markomannenstrasse

10. Dezember in Halle/Saale, im VL, Ludwigstrasse 37 (20:00Uhr)

!!!! Bundesweite Konferenz und Demonstration 5-7. Januar in Berlin und

Dessau !!!

 

http://thevoiceforum.orghttp://thecaravan.org;

http://initiativeouryjalloh.wordpress.com

 

hier noch einige Links:

Oury Jalloh: African Community Conference in Dessau – Racist Police

Killings and Criminalisation of  Africans and Black in Germany

(06.01.2007)

http://thevoiceforum.org/BLACK_COMMUNITY_DEMANDS (deutsch/englisch)

 

Telepolis Artikel-URL: Wenn Flüchtlinge in Deutschland sterben…

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24437/1.html (deutsch)

 

Stellungnahme der Initative in Gedenken an Oury Jalloh: Eins, zwei oder

gar kein Feuerzeug?

Lügenkonstrukte – Made in Germany; http://thevoiceforum.org/node/619

(deutsch)

 

Kein Ende im Prozess um Tod in Polizeizelle

http://www.pr-inside.com/de/kein-ende-im-prozess-um-tod-r275552.htm (deutsch)

 

Monitor Beitrag vom 12.April 2007 Tod in der Polizei-Zelle – Warum starb

Oury Jalloh? Bericht: P. Pagonakis

 

SolidaritätsJingle für Oury aus dem Süden Chiles: Penguins !!

http://paperboy.nl/?PID1=84%24%3A%26C%5DZ6%5FD%22%3AEO%5D%3AGQ%3BOM%2BH491LDV%244%3B%0A

 

Solidarity Poem in memory of Oury Jalloh

-The Poem of a Nigerian in Erfurt: A hymn for him and for us a hymn by

Azubuike Erinugha; http://thevoiceforum.org/node/617

 

Anmerkungen und Kommentare:

 

 

 

— 

Donation // Spende: The Voice e. V., Göttingen

Account nr: 127 829, Bank BLZ. nr: 260 500 01

IBAN: DE97 2605 0001 000 1278 29;BIC: NOLADE21GOE

Bank name: Sparkasse Göttingen

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The VOICE Refugee Forum Jena

Adresse:  Schillergässchen 5, 07745 Jena

Telefon:  03641 / 66 52 14, Fax:  03641 / 42 02 70,

E-Mail:  thevoiceforum@emdash.org, Internet:  http://www.thevoiceforum.org

Unter folgenden Stichworten wird die Organisation im Register aufgeführt

sein:

Rassismus, Menschenrechte, Flüchtlinge & Migration, Asyl, Abschiebung,

Rechtsextremismus & Antifaschismus

Gegründet: 1994, Arbeitsweise: Kampagnen,Aktionen, Vernetzung.

Publikationen: E-Newsletter

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Kinder- und Jugend-Schreibwettbewerb “Kikuju” geht in die Verlängerung

Bei den Mau-Mau stand “Kikuju” für zivilen Ungehorsam. Bei uns steht es dafür, dass Schwarze Kinder und Jugendliche in Deutschland das sagen, wonach sie zu selten gefragt werden: ihre ehrliche Meinung.

Dass das Spaß machen kann, haben Eure Einsendungen schon gezeigt. Wir freuen uns darüber und haben “Kikuju” deswegen verlängert! Noch bis zum 31.Januar 2008 könnt Ihr Eure Texte, Gedichte und sonstigen Ideen an uns senden zum Thema “ich (b)in Deutschland”.


NEU:
unter allen EinsenderInnen gibt es jetzt einen mp3-Player zu gewinnen!

Für die ersten Preise (Treffen mit Schwarzen Journalistinnen und Veröffentlichung des Textes) gibt es vielleicht bald noch eine extra-Überraschung.

Es lohnt sich also. WERDET LAUT und macht mit!

Wie es geht, steht im pdf HIER.

Viel Spaß und Erfolg!

Euer Team von der braune mob e.V.