Hier finden sich Artikel und Links zur weiteren Information

Astrid Lindgren: rassistisches Gedankengut für die ganz Kleinen

Ob Astrid Lindgrens Bücher rassistisch seien, wird erstaunlicherweise immer wieder diskutiert. Pippi Langstrumpfs Vater ist auch in den neuen Auflagen immer noch nebenberuflich N…erkönig, und “in Kenia” gibt es “keinen einzigen Menschen(…), der die Wahrheit sagt. Sie lügen den ganzen Tag.”.
Falls noch Restzweifel bleiben, mit welchen unreflektierten rassistischen Messages viele Menschen in ihrer Kindheit sozialisiert wurden und leider auch noch werden: auf der mob-Seite “so geht’s nicht” ist ein Ausschnitt aus neu aufgelegter Astrid-Lindgren-Literatur, der nicht für zarte Gemüter ist.

Für Feedback gibt’s auch den Kontakt zum Verlag dazu.

Zur Weiterbildung: Hier ist ein Urteil des Amtsgerichts Schwa”bisch Hall zum N-Wort, aus dem klar hervorgeht, dass es bei der Beurteilung davon, was rassistisch sei und was nicht, auf eine Diskriminierungsabsicht nicht ankommt.

Und hier ein ganz ausführlicher Text: “Warum nicht N..er

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der braune mob Interview in English

Interview with der braune mob’s founder Noah Sow, on the organisation’s work, its name, the “case” “african village in Augsburg’s zoo” and more – on the Surinam and Antillan community’s webpage kennisaanval.nl:

http://www.kennisaanval.nl/eng/interview_noahsow2.html

The Interview in Dutch, Is Surinaams en Antilliaans Nederland klaar voor de groeiende tegenstellingen in Nederland? Een blik over de grens, here:

http://www.kennisaanval.nl/02/interview_noahsow.html

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“Migration” ist keine genetisch übertragbare Krankheit.

So lautet ein sehr kluger Spruch unserer Schwesterorganisation
“les indivisibles”.

Das ganze Zitat:

L”immigration n”est pas une maladie génétique :
il est donc inutile de désigner systématiquement les Français d”ascendance immigrée, proche ou lointaine, comme étant «issus de l”immigration» ou «immigrés de Xème génération».

der ganze Text findet sich hier.

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Homestory Deutschland – Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart – ab 20. März in Bielefeld

Homestory Deutschland –
Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart

Ausstellung und Rahmenprogramm

vom 20. März bis 20. April 2008 in Bielefeld
20. bis 31. März 2008 im Internationalen Begegnungszentrum
1. bis 20. April 2008 im Umweltzentrum

Rahmenprogramm zur Ausstellung
Flyer zur Ausstellung
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Neuerscheinung: “Farbe bekennen” reloaded!

via BlackNRW

Als 1986 die erste Auflage des Buchs “Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte” erschien, war klar: Es geht nicht um Einzelschicksale. Das Buch “Farbe bekennen” gehörte Mitte der achtziger Jahre zu den Initialzündungen, die dafür sorgten, dass Schwarze Deutsche aus der Isolation aufbrachen, Kontakt miteinander suchten und sich organisierten.

Die Herausgeberinnen May Ayim nannte, Katharina Oguntoye und Dagmar Schultz hatten in “Farbe bekennen” nicht nur die Existenz schwarzer Deutscher bis hin zum ersten Auftauchen von “Mohren” im Mittelalter nachgewiesen. Erstmals kamen hier auch versammelt afrodeutsche Frauen der verschiedensten Generationen zu Wort. Die beiden damals 65 und 70 Jahre alten Schwestern Frieda P. und Anna G., Töchter eines Kameruners und einer Ostpreußin, berichteten vor allem von den Diskriminierungen und Gefahren während der Nazizeit. Helga Emde, damals 40 Jahre alt, Tochter eines schwarzen, ihr unbekannten amerikanischen Soldaten und einer Deutschen, sprach über das gespaltene Verhältnis, das sie lange Zeit ihrer dunklen Hautfarbe, aber auch anderen Schwarzen gegenüber empfand. May Opitz/Ayim, auf deren Diplomarbeit “Farbe bekennen” beruhte und die damals 25 Jahre alt war, gab ihrer traurigen Verwunderung Ausdruck, dass ihre deutsche Mutter sie nicht hatte haben wollen, ihr ghanaischer Vater sie dennoch nicht mit in sein Land nehmen durfte und sie schließlich bei einer bigotten Pflegefamilie landete.

Broschiert: 243 Seiten
Verlag: Orlanda Frauenverlag; Auflage: 3., veränd. Aufl. (14. Dezember 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3936937486
ISBN-13: 978-3936937480
Preis: Eur 14,50

Katzhütter Flüchtlingsheim in der Kritik
– offener Brief

Wir wollen in normalen Häusern wohnen und nicht in Baracken!

Submitted by voice on Tue, 26/02/2008 – 15:06.

Wir, die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft Katzhütte, bitten um Solidarität und Unterstützung!

Wir wollen in normalen Häusern wohnen und nicht in Baracken!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir, die Asylbewerber, die in dem Flüchtlingsheim von Katzhütte leben, möchten ihnen mitteilen, dass wir unter den äußerst miserablen Zuständen in unserem Flüchtlingsheim sehr leiden und deshalb entschieden haben, auf verschiedene Art und Weise zu protestieren, um das Camp zu schließen aus den folgenden Gründen:

1.Wir, das sind um die 35-40 Einzelpersonen (jung und alt) und mehrere Familien aus aller Welt, die völlig isoliert, ohne jeglichen Kontakt zur deutschen Gesellschaft in einer Gemeinschaftsunterkunft in Katzhütte leben. Katzhütte ist ein kleines Dorf im Thüringer Wald, 1h30 Minuten mit dem Zug entfernt von Saalfeld.

2.Wir und unsere Kinder werden hier wie Kriminelle behandelt, obwohl wir keine sind. Wir leben wie in einem Gefängnis weggesperrt, nur weil wir Asylbewerber sind.

3.Von 17.00 bis 8.00 stellt die Heimleitung uns das warme Wasser für die Dusche ab und nach 16.00 Uhr dürfen wir die Gemeinschaftsküche nicht mehr benutzen. Wir bekommen von der Heimleitung weder Seife noch Toilettenpapier, obwohl sie verpflichtet wären uns selbiges auszuhändigen.

4.Unsere Schlafräume befinden sich in einem sehr schlechten Zustand. Es sind alte heruntergekommene Hütten, gebaut aus Karton und Faserplatten. In den Hütten riecht es muffig, weil die Wände angeschimmelt sind. Wir haben Angst, dass sich das auch auf unsere Gesundheit auswirkt.

5.In Katzhütte gibt es für uns keine Möglichkeit einen Deutschkurs zu besuchen bzw. anderweitig die deutsche Sprache zu erlernen. Deshalb sprechen die meisten von uns kein Wort deutsch. So brauchen wir immer irgendjemanden, der uns die Briefe von der Ausländerbehörde oder dem Doktor übersetzt.

6.Seit Januar 2008 bekommen wir unsere Sozialhilfe nur noch in Form von Gutscheinen ausgehändigt. Wir bekommen gar kein Bargeld mehr und die monatliche Summe wird nicht auf einmal ausgezahlt. Mit den Gutscheinen können wir nur in einem bestimmten Supermarkt Lebensmittel einkaufen. Dieser Supermarkt gehört der Tegut Kette an und ist einer der teuersten Supermärkte von Deutschland, so dass unsere Sozialhilfe meist nur für eine Woche reicht.

7.Um uns aus Katzhütte weg zu bewegen, müssen wir einen Urlaubsschein bei der Ausländerbehörde in Saalfeld beantragen. Das Zugticket, um nach Saalfeld zu fahren müssen wir selber bezahlen. Da wir aber für die Gutscheine ausschließlich Lebensmittel bekommen, haben wir kein Geld für ein Zugticket. Das ist vor allem für die Familien mit Kindern ein Problem, die mit den Kindern öfter zu einem Arzt nach Saalfeld fahren müssen.

8.Um uns zu duschen, müssen wir ca. 300 Meter durch die Kälte laufen, so dass viele Kinder und alte Menschen kontinuierlich krank sind. (Katzhütte befindet sich in den Bergen, der Winter ist lang, die Temperaturen sind oft unter null Grad mit Schnee)

9.Wir leiden außerdem unter der Art und Weise, wie wir von der Heimleiterin behandelt werden. Sie schreit uns oft an und bestraft uns kollektiv, indem sie das Wasser in der Küche abstellt, den Kühlschrank oder den Elektroheizer konfisziert oder die Gemeinschaftsküche abschließt.

Wir wollen ein Ende von diesem Leben voller Schikanen und psychischer Folter! Wir wollen in normalen Häusern leben und nicht in Baracken! Wir wollen dieses miserable Heim schließen! Wir rufen Euch auf, uns zu unterstützen in unserem Kampf um unsere Würde! Wir bitten Euch um Eure Solidarität!

Die Bewohner der G.U. Katzhütte

Für mehr Informationen wenden sie sich bitte an Hr. Sbaih: 0162 3574667

der braune mob e.V. im Sachbuch

der braune mob e.V. im Sachbuch

Im Buch “Deutschland Schwarz Weiß” (Noah Sow, C.Bertelsmann Verlag, 25.2.2008) wird die Arbeit unseres Vereins an mehreren Stellen zitiert.
Der “Fall Langenscheidt”, die UNICEF Blackface-Werbung und weitere mediale Unerfreulichkeiten, die wir im Lauf der Jahre verfolgt haben, werden dort besprochen und kommentiert.

Besonders nett: 2006 hatten wir dazu aufgerufen, sich an einer “Liste dummer Sprüche, die wir nie wieder hören wollen” zu beteiligen. Die Liste ist erstellt und findet sich – mitsamt schlagfertigen Antworten – sowohl im Buch wieder, als auch HIER.