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1884: Zeit für eine Redefinition – Gedenken mit pan-afrikanischem Musikprojekt

Auf Einladung des deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck fand vom 15. November 1884 bis 26. Februar 1885 in Berlin die sogenannte “Afrika-Konferenz”, manchmal auch “Kongokonferenz” genannt, statt. Ihr Schlussdokument, die “Kongoakte”, war Grundlage für die Aufteilung Afrikas in europäische Kolonien. Die Folgen dieser Konferenz bestimmen die Geschichte und Geschicke des afrikanischen Kontinents bis heute.

1884 – Music-History-Project

125 JAHRE NACH DER BERLINER KONFERENZ

Die MusikerInnen des Projektes 1884 wollen mit den Songs auf der CD 1884 ein Bewusstsein für die bis heute wirksamen und oftmals verhängnisvollen Folgen der Read more

Berlin, 27. Februar 2010: Abschluss der Kampagne “125 Jahre Berliner Afrika-Konferenz” mit Straßenumbenennung und Gedenkmarsch

via www.berliner-afrika-konferenz.de

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützer/innen!

Nach unserer mehrmonatigen Gedenkkampagne, die von mehr als 75 Organisationen und Institutionen der Bundesrepublik
auf über 50 Veranstaltungen unterstützt wurde, laden wir nun zum Großen Finale nach Berlin:

Samstag, 27. Februar 2010,

Berlin-Kreuzberg/Friedrichshain, Zirkus Cabuwazi, Gröbenufer/May-Ayim-Ufer 2

Abschluss der Kampagne:

11:00 Uhr: Festakt zur Umbenennung des Berlin-Kreuzberger “Gröbenufers” in “May-Ayim-Ufer”
13:00 Uhr: Gemeinsamer Gedenkmarsch für die afrikanischen Opfer von Sklavenhandel, Sklaverei, Kolonialismus und rassistischer Gewalt
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Start der Kampagne “125 Jahre Berliner Afrika-Konferenz: erinnern.aufarbeiten.wiedergutmachen”

via berlin-postkolonial.de

1) deutsch
2) english
3) francais

Vor 125 Jahren empfing Reichskanzler Bismarck die Vertreter der damaligen Weltmächte zur Berliner Afrika-Konferenz, um über die weitere koloniale Aufteilung und Ausbeutung des afrikanischen Kontinents zu diskutieren und zu entscheiden.

Unterstützen Sie das Bündnis zum 125. Jahrestag der Berliner Afrika-Konferenz in der Öffentlichkeit. Erinnern Sie an die Verbrechen des Kolonialismus und Rassismus, setzen Sie sich für ihre Aufarbeitung ein, fordern Sie Wiedergutmachung!

Aufruf zum Unterzeichnen HIER

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Berlin, 15. November 2009: Demonstration “125 Jahre Berliner Afrika-Konferenz”

via www.ber-ev.de

Vor 125 Jahren empfing Reichskanzler Bismarck die Vertreter der damaligen Weltmächte zur Berliner Afrika-Konferenz, um über die weitere koloniale Aufteilung und Ausbeutung des afrikanischen Kontinents zu diskutieren und zu entscheiden.

Unterstützen Sie das Bündnis zum 125. Jahrestag der Berliner Afrika-Konferenz in der Öffentlichkeit. Erinnern Sie an die Verbrechen des Kolonialismus und Rassismus, setzen Sie sich für ihre Aufarbeitung ein, fordern Sie Wiedergutmachung! Read more

Berlin, Herbst und Winter 2009/2010 – Wissensmacht – Machtwissen: Eine Reihe kritischer Auseinandersetzungen mit Rassismus und kolonialen Kontinuitäten in Universität und Wissenschaften

Ab 21.10.2009 lädt Commit Berlin e.V. jeden zweiten Mittwoch um 18.30 Uhr im HU-Hauptgebäude (Unter den Linden 6), Raum 3038/3035 die Reihe “Wissensmacht – Machtwissen: Eine Reihe kritischer Auseinandersetzungen mit Rassismus und kolonialen Kontinuitäten in Universität und Wissenschaften” im Wintersemester 2009/10.

Im Rahmen der Kampagne verschiedener Berliner politischer Gruppen zur 125ten Jährung der Berliner Afrika-Konferenz von November 2009 bis Februar 2010 (www.berliner-afrika-konferenz.de) veranstaltet der Studierendenverein Commit Berlin e.V. eine Reihe, in der koloniale Kontinuitäten im Alltag und in Wissenschaftsbetrieben thematisiert werden sollen.

Die Veranstaltungen sind Teil der politischen Bildungsarbeit von Commit Berlin und sollen zur Sensibilisierung der deutschen Öffentlichkeit beitragen.
Ausgangspunkt ist die Universität als ein Ort, der den Alltag von Studierenden und Lehrenden wesentlich prägt und an dem vorgeblich universelles Wissen und “Wahrheiten” produziert werden, sich gesellschaftliche Ein- und Ausschlüsse spiegeln, Zugänge zu Realität und Wissen verhandelt werden.

Wir wollen kritisch hinterfragen, was in der Berliner Wissenschaftsbetrieben passiert. Wer kann dort sprechen und worüber? Wessen Stimme wird gehört? Wessen Wissen wird als Wissen anerkannt? Welche Funktion haben diese Ein- und Ausschlüsse für die Selbstkonstruktion der dominanten weißen Wissenschaften?

Programm:

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125 Jahre Berliner Afrika-Konferenz

Zwischen dem 15. November 2009 und Ende Februar 2010 wird sich die Berliner Afrika-Konferenz zum 125. Male jähren. Das Ereignis steht weltweit als Symbol für die koloniale Aufteilung, Annexion und Ausbeutung Afrikas durch die weißen Europäer im 19. und 20. Jahrhundert.

Zur Vorbereitung und Durchführung des anstehenden Gedenkens hat sich in Berlin ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis gebildet und den angehängten Kampagnenaufruf verfasst. Wir fordern darin einen grundlegenden Wandel im Umgang mit der Kolonialvergangenheit, die Anerkennung des deutschen und europäischen Kolonialismus als “Verbrechen gegen die Menschlichkeit” und die Übernahme der historischen Verantwortung für das von Deutschland und Europa ausgegangene Unrecht.

Ab Oktober 2009 wird es auf www.berliner-afrika-konferenz.de die Möglichkeit geben, den Aufruf selbst zu unterschreiben und eigene Veranstaltungen zum Thema anzukündigen.

Wir fordern:
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Der Kolonialismus und seine Folgen

Neuerscheinung von BER und INKOTA: Der Kolonialismus und seine Folgen – 125 Jahre nach der Berliner Afrika-Konferenz

Herausgeber: Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag e.V. (BER) und INKOTA”netzwerk, September 2009, 28 Seiten

Editorial: Für die Menschen in Afrika war der Kolonialismus eine Tragödie. Millionen wurden ermordet oder verhungerten, Zwangsarbeit, Prügelstrafen und Vergewaltigungen waren Alltag im kolonialen Herrschaftssystem. Die Europäer wollten die Kolonien zum nationalen Prestige und vor allem zur Ausbeutung der Ressourcen. Rücksichtslos wurden lokale Strukturen zerstört und alles daraufhin organisiert, den höchsten Profit aus den Kolonien zu ziehen. Um die systematischen Menschenrechtsverletzungen zu rechtfertigen, entstand die rassistische Ideologie, die Weiße als höherwertig einstufte. Zugleich wurde ein “Zivilisierungsauftrag des weißen Mannes” postuliert.

Die Berliner Afrika-Konferenz vor 125 Jahren war das zentrale Ereignis, bei dem sich die europäischen Mächte, das Osmanische Reich und die USA hinsichtlich ihrer kolonialen Ansprüche verständigten. Mit bekannten Folgen: Die willkürliche Grenzziehung hat zu Grenzkonflikten geführt, aber auch dazu, dass es zu Konflikten zwischen zusammen gewürfelten Bevölkerungsgruppen gekommen ist; die kolonialen Herren haben gezielt korrupte heimische Co-Eliten aufgebaut, was zu einem nachhaltigen Verfall der politischen Kultur geführt hat; die wirtschaftliche Ausrichtung auf den Export von Primärgütern konnte vielfach bis heute nicht überwunden werden.

Eine kritische Aufarbeitung der Kolonialzeit hat in Europa kaum stattgefunden, auch in Deutschland nicht: Nur wenige Orte im öffentlichen Raum erinnern an die Verbrechen des Kolonialismus; auch in Schulbüchern spielt der deutsche Kolonialismus so gut wie keine Rolle.

Das Verhältnis Europas zu Afrika ist bis heute von der kolonialen Vergangenheit geprägt. Auch die Entwicklungszusammenarbeit (EZ) muss sich vor diesem Kontext einer kritischen Revision unterziehen: Der Gedanke eines “europäischen Entwicklungsauftrags” wurde im Schlussdokument der Berliner Afrika-Konferenz erstmals formuliert. Viele Kolonialmächte widmeten nach der Unabhängigkeit ihrer Kolonien die eigenen Kolonialministerien umstandslos in Entwicklungshilfeministerien um.

Was bedeutet das nun für die EZ? Weder heißt es, dass diese grundsätzlich sinnlos ist, noch darf man einfach weitermachen wie bisher. Vielmehr muss sich die EZ ihrer kolonialen Vergangenheit bewusst sein und die eigene Praxis permanent auf koloniale und neokoloniale Muster reflektieren.

Dieses Dossier soll Anregungen dafür geben und Hintergrundinformationen für kritische Veranstaltungen anlässlich des Jahrestags bieten. Es ist eine Gemeinschaftsproduktion von INKOTA und dem Berliner entwicklungspolitischen Ratschlag (BER). Der BER arbeitet seit einigen Jahren zum Zusammenhang von EZ und Kolonialismus ” so setzt er sich etwa in Berlin für die Umbenennung von Straßen ein, die nach Kolonialverbrechern benannt sind.

Aus dem Inhalt:

Christian Kopp: Das Schlüsselereignis des modernen Kolonialismus. Vorgeschichte, Ziele, Verlauf und Folgen der Berliner Afrika-Konferenz

Dominic Johnson: Das heimliche Erbe. Wie die Berliner Afrika-Konferenz sich bis heute auf die afrikanische Politik auswirkt

Joshua Kwesi Aikins: Antikolonialer Widerstand. Wie AfrikanerInnen sich gegen die europäische Expansion zur Wehr setzten

Marianne Bechhaus-Gerst: Vielfältige Unterdrückung. Imperialismus und Kolonialismus führten zur europäischen Aneignung Afrikas, Rassismus war die Ideologie zu ihrer Rechtfertigung

Jacob Emmanuel Mabe: Das Unrecht erinnern. Der moderne Diskurs über den Kolonialismus in Afrika

Peter Ripken: Das Alte ist gestürzt. Kolonialismus war einst ein wichtiges Thema für afrikanische Schriftsteller ” doch heute gibt es “neue Geschichten zu erzählen”

David Simo: Hartnäckiges Erbe. Wie koloniale Strukturen Kamerun bis heute prägen und Probleme bereiten

Henning Melber: Reichskriegsflaggen und “Fette Katzen”. Eindrücke aus dem postkolonialen Namibia

Harry Stephan und Ryan Lobban: Der neue Wettlauf um Afrika. Neokoloniale Landnahme bedroht Souveränität und Ernährungssicherheit

Mammo Muchie: Hilfe, die dem Geber nützt. Eine Abrechnung mit der Entwicklungszusammenarbeit

Katharina Oguntoye: Prekäre Subjekte. Die afrikanische Diaspora in Deutschland vom 18. Jahrhundert bis zum Nationalsozialismus

Reinhart Kößler: Deutschland postkolonial. Verdrängen, vergessen, verleugnen

Joachim Zeller: Spuren und ihre Deutung. Postkoloniale Erinnerungskultur in Deutschland

Armin Massing: Erinnern, aufarbeiten, wiedergutmachen. Eine Kampagne anlässlich des 125. Jahrestags der Berliner Afrika-Konferenz

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