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kleine Obama-Medienschau: Relevanz für Deutschland?

chronologisch:

Noah Sow (deutsche Autorin) in Frankfurter Rundschau:

Was aber ein Schwarzer US-Präsident für ein Signal sein kann, da freue ich mich schon drauf: Schwarze Kinder wachsen dann mit einer Repräsentation auf, die theoretisch Macht und Möglichkeiten beinhaltet. Für weiße Kinder ist das alltäglich. Schwarze Kinder haben da bisher weniger Glück: Die Medien stellen Schwarze immer noch zu 90 Prozent verarmt, kriminell oder übersexualisiert dar. …

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US Bestseller-Autor Uzodinma Iweala auf Zeit Online:

“Wir leben in einem Land, das sich an Bildern orientiert. Diese Bilder, die uns ständig von der Rückseite der Busse, von Plakaten und dem Fernseher in unserem Wohnzimmer anspringen, sind so wirkungsvoll, dass wir Milliarden an Dollar dafür ausgeben, um sie herzustellen. Leider haben diese Bilder bis heute ein außerordentlich negatives Image von Schwarzen in der Gesellschaft gezeichnet. …”

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Nachgereicht: Bei der TAZ

– weiß man nicht, dass Sexismus und Rassismus auszuüben Vorurteile und Privilegien voraussetzt

– gibt man sich geschichtsblind

– findet man ergo die Wahl Obamas aufgrund der Hoffnung auf eine erfolgreiche Überwindung bestehender Diskriminierungs-Strukturen “etwas dürftig” und bemüht dazu als Grund “Margret Thatcher und viele afrikanische Diktatoren”.

“Wenn die Hautfarbe eines Kandidaten der wesentliche Grund dafür ist, dass man seinen Sieg wünscht oder fürchtet, dann ist das Rassismus – auch wenn der Kandidat schwarz ist. “

Kommentar zum Artikel HIER

Leserbrief einer Tagesschau-Zuschauerin:

Sehr geehrte Damen und Herren,

o.k., es war eine lange Wahlnacht. Sie haben diese Nacht gut gestaltet (nur die Ergüsse der in den USA lebenden Ex-Deutschen waren eher anödend) und sind jetzt, wie wir Zuschauer auch, rechtschaffen müde.

In solchen Situationen aber werden manchmal entlarvende Dinge gesagt, Dinge, die unter normalen Umständen nicht gesagt würden, obwohl man sie heimlich denkt. So auch jetzt:

Ich konnte leider nicht sehen, welcher Ihrer Kommentatoren es war, der nach der Rede des neugewählten US-Präsidenten meinte anmerken zu müssen, Barack Obama ‘benähme sich ja auch gar nicht wie ein Schwarzer’, womit er dessen Erfolg erklären wollte.

Das fand ich doch einigermaßen verblüffend. Denn wie benimmt sich ein Schwarzer seiner Ansicht nach?? Hupft er wild herum, rollt mit den Augen, trommelt sich auf die Brust und stößt dazu unartikulierte Laute aus? Redet er jeden mit ‘mothafucka’ an? Stehen Vorstellungen dieser oder ähnlicher Art hinter den Worten, die Ihrem Kommentator da entschlüpft sind?

Das weiße USA hat der Welt heute gezeigt, daß es trotz einer äußerst üblen rassistischen Tradition fähig ist, diese zumindest partiell zu überwinden. Davon sind wir in Deutschland offenbar noch etwas weiter entfernt…

Mit freundlichen Grüßen

Petra D. (Name der Red. bekannt)
Düsseldorf

Bitte beachten Sie, daß dieser Briefwechsel von mir öffentlich geführt wird. Mein Schreiben sowie Ihre Antwort (oder Ihr Schweigen) werde ich zu Zwecken der Dokumentation und Aufklärung veröffentlichen.

Nachtrag: Totalausfall im ORF

“Das wäre ungefähr so wie wenn wir den nächsten – wie wenn der nächste Bundeskanzler ein Türke wäre in Österreich… Ich möchte mich nicht von einem Schwarzen in der westlichen Welt dirigieren lassen.”

Artikel über Klaus Emmerich, pensionierten ORF-“Journalisten” und seine Wahlnachtkommentare HIER beim “Standard”

nachgereicht 7.11. TAZ: “Unser Barack”, VON BEATIRX LOGHIN / VICTORIA B. ROBINSON
Das Wahlergebnis aus einer Schwarzen weißen US- und einer Schwarzen deutschen Sicht

“bei Obama weiß ich, dass er sieht, wie viele Schwarze im Todestrakt sitzen und wie unverhältnismäßig oft die Todestrafe in den USA angewandt wird. Ein Schwarzer, der einen Weißen tötet, wird dreimal häufiger zum Tode verurteilt als ein Weißer, der einen Schwarzen ermordet…”

“Warum freuen wir uns so? Was bewegt uns so? Wo es doch nicht um unser Land geht? Sondern um ein Land, auf das man von Deutschland aus immer gern den Finger zeigt, wenn es um das Thema Rassismus geht. Genau dort wird ein Schwarzer Mann von der noch immer mehrheitlich weißen Bevölkerung in das höchste politische Amt gewählt. Wo will Deutschland denn jetzt noch hinzeigen? Werden die deutsche Bevölkerung, die Politik und die Medien jetzt vielleicht tatsächlich mal nach innen sehen müssen?

ganzer Artikel HIER

Die taz wird von Tag zu Tag “lustiger”

via BLACKprint:

Ende letzten Monats gab es bei der taz unter der Rubrik “Die Wahrheit” einen Text, der so unterirdisch (im Sinne von rassistisch, beleidigend und unfassbar) war, dass ich mich entschieden habe, hier nicht darüber zu schreiben, weil ich das niemandem zumuten wollte.

Doch der linke und total witzige Rassismus bei der taz scheint System zu haben und daher nun doch einen Hinweis wert zu sein. SPIEGEL Online (und ja, auch der wurde in diesem Blog schon mehrmals als Negativ-Beispiel angeführt) berichtet heute über eine neue taz-Entgleisung und zu meiner Überraschung wurden tatsächlich Schwarze Menschen in Deutschland dazu befragt. Und dann sogar als Afrodeutsche bezeichnet. Ganz ohne Anführungszeichen. Wow! Ich bin begeistert!
Die taz zeigte das Weiße Haus als “Onkel Barracks Hütte.” Dazu sagt Yonis Ayeh, einer der Vorstände der Initiative für Schwarze Menschen in Deutschland e.V. Folgendes:

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