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Berlin, Fr 11.5.-So, 13.5.2012: Workshop:
Strategien gegen Rassismuserfahrungen im (Arbeits-)Alltag

via move on up & Veranstalter_innen

Quelle: Rosa Luxemburg Stiftung - leider dort keine Urheber_innen-Quellenangabe zum Bild.

Zielgruppe: Bildungsakteur_innen of Color

Strategien gegen Rassismuserfahrungen im (Arbeits-)Alltag

Rassismuskritische Bildungsarbeit wird in Deutschland immer noch oft aus der Perspektive von Angehörigen der Dominanzkultur konzipiert und durchgeführt, von Menschen also, die in einer rassistisch strukturierten Gesellschaft zu den Privilegierten gehören. Die Sicht der von Rassismus negativ Betroffenen findet kaum Berücksichtigung.

Dieses Training richtet sich ausschließlich an Menschen mit Rassismus-Erfahrungen, die aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer ethnischen und religiösen Zugehörigkeit, ihres Namens und ihrer Sprache mit Rassismus konfrontiert sind. Der Workshop bietet zum einen die Auseinandersetzung mit Rassismus-Theorien, zum anderen die Analyse der eigenen Rassismus-Erfahrungen im Arbeits- und Alltagsleben. Im Gruppenprozess werden individuelle Strategien im gegenseitigen Austausch gestärkt und erweitert. Die Basis dafür bietet unter anderem der Empowerment-Ansatz nach Paolo Freire.

Trainer_innen:
– Žaklina Mamutovic, Empowerment-Trainerin, Trainer_innenkooperative „Bildung in Bewegung“ , Berlin
– Sebastian Fleary, Diplom-Pädagoge, Empowerment-Trainer, Theaterpädagoge

Ort:
Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10245 Berlin, Seminarraum 2

Teilnahmebeitrag: 90 Euro / 60 Euro ermäßigt

Infos/Anmeldung: Claudia de Coster, Tel. 030 44310-141, deCoster@rosalux.de

Web:
http://www.rosalux.de/politische-bildung/specials/weiterbildung0/angebote/seminare.html#Rassismuserfahrungen

 

Teilerfolg durch Intervention: Deutsches Theater Berlin ersetzt Blackface durch weiße Schminke

via move on up:

Nach einer Intervention der Aktivist_innengruppe Bühnenwatch am Deutschen Theater Berlin im Februar und einem darauf folgenden Gespräch im März wurde die Praktik des Blackface im Stück “Unschuld” von Dea Loher in der Inszenierung von Michael Thalheimer am 21. März 2012 durch weiße Schminke ersetzt. [Anm. der Red.: online sind die Bilder derzeit noch in Blackface auf der Seite des Theaters.]

Dies mag eine erste Zwischenlösung sein und wird womöglich noch geändert…

Presse, Infos und Genaueres:

http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=6719&catid=126

http://www.taz.de/Debatte-um-Blackfacing-am-Theater/!90172/

buehnenwatch.com/

Thema Blackface im Mob Blog: https://blog.derbraunemob.info/?s=blackface

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Berlin, 9. März – 1. April 2012 -EU-Empowerment-Projekt „Europäische Städte gegen Rassismus“: Workshops!!

Update vom 5.4.2012:

der termin für unseren empowerment workshop für schwarze menschen hat sich verschoben. der workshop findet nun am 28. & 29.04. statt.

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Empowerment-Workshops gegen Rassismus von und für People of Color in Deutschland

via ROOTS

weitere Details zu den Workshops jeweils im Pdf.

Generelle Info : hier im Pdf

Anmeldebogen: hier 

Empowerment-Workshop für Women of Color (PDF HIER)
Datum: Fr+Sa, 09.-10.03.2012
Zeit: jeweils 09.00-18.00 Uhr
Ort: Verein zur Entwicklung neuer Lebensqualitäten für Frauen e.V. (Veranstaltungsraum “Garten”), Potsdamerstr. 139, 10783 Berlin-Schöneberg

Empowerment-Workshop für Muslime of Color (PDF HIER)
Datum: Di+Mi, 13.03.-14.03.2012
Zeit: 09.00-18.00 Uhr
Ort: Migrationsrat Berlin-Brandenburg, Oranienstrasse 34, 10999 Berlin-Kreuzberg

Empowerment-Workshop für People of Color (PDF HIER)
Fr., 16.03.2012 17.00-19.30 Uhr
Sa. + So., 17.-18.03.2012, 10.00-17.00 Uhr
Ort: Lenaustraße 4, 12047 Berlin-Neukölln

Empowerment-Workshop für Schwarze Menschen (PDF Hier)
GEÄNDERTES Datum: Sa. & So., 17 .- 18.03.2012,  Sa & So, 28. & 29.04. 
Zeit: 10.00-19.00 Uhr
Ort: Migrationsrat, Oranienstraße 34, 10999 Berlin-Kreuzberg

Empowerment-Workshop für Roma und Sinti (PDF Hier)
Sa/So: 31.03-01.04.2012
Zeit: jeweils 09.00-18.00 Uhr
Ort: Allmende e.V., Kottbusser Damm 25-26, 10967 Berlin

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos, Spenden sind jedoch gerne willkommen. Die Teilnahme an mehr als einem Workshop ist grundsätzlich möglich, sollten noch freie Plätze vorhanden sein. Bitte für die Anmeldung den beigefügten Bogen verwenden. Anmeldefrist ist der 12.03.12; Ausnahme: 05.03.2012. für den Women of Color-Workshop.

Kontakt für Anmeldung und Information:
Halil Can (Projektkoordination): hakra@hotmail.de

In der Sonderausgabe des aktuellen Newsletters des Migrationsrates Berlin-Brandenburg dreht sich alles um Perspektiven Schwarzer Menschen in Berlin

In der Sonderausgabe des aktuellen Newsletters des Migrationsrates Berlin-Brandenburg dreht sich alles um Perspektiven Schwarzer Menschen in Berlin.

Via MRBB:

SEITE 1 – 3: Anthony Baggette führt uns zu den Anfängen des BHMs

SEITE 3 – 5: Joshua Kwesi Aikins verdeutlicht die Notwendigkeit einer postkolonialen Erinnerungspolitik

SEITE 6 – 7: Natasha A. Kelly fordert einen Perspektivwechsel an den Universitäten „grenzenlos und unverschämt” von May Ayim

SEITE 8 – 9: Sharon Dodua Otoo stellt ihren Debut-Novelle vor; Philipp Khabo Köpsell setzt sich poetisch mit „blackfacing” auseinander

SEITE 10 – 11: Noah Sow schreibt über die Herausforderung selbstbestimmter Schwarzer Kultur

Ankündigung: Empowermentworkshop für Schwarze Menschen im MRBB

SEITE 12: MRBB: Termine, Informationen und neue Texte

Wir wünschen eine empowernde Lektüre!


Migrationsrat Berlin Brandenburg e.V.
Geschäftsstelle
Oranienstr. 34
10999 Berlin

 

Newsletter als PDF: hier lesen

01. bis 26. Februar 2012: Black History Month Berlin @ Werkstatt der Kulturen

Dieses Jahr mit dem Schwerpunkt Brasilien.

Jedes Jahr im Februar wird in zahlreichen Ländern der Black History Month (BHM) mit Veranstaltungen zu Schwarzer Kultur und Geschichte zelebriert. Diese Tradition geht auf das Jahr 1926 zurück […]
Der erste deutsche Black History Month fand im Jahre 1990 statt und wurde von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. (ISD) organisiert.
[…]
Mehr Infos zum Programm des Black History Month 2012 und allen anderen Veranstaltungen der Werkstatt der Kulturen auf www.werkstatt-der-kulturen.de. Besonderer Dank dem Forum Brasil!

Musik-, Wort-, Party-, Info-, Tanz- und Film- Veranstaltungen; Gesamtes Programmheft zum Download: HIER

Deutscher Werberat: historische Amnesie im Fall Schlosspark Theater / Hallervorden / Blackface

Dass der Werberat (ein Selbstkontrollorgan der Werbeindustrie) nicht eben mit Diversitykompetenz sowie den Fähigkeiten, Diskriminierung zu erkennen oder in einen historischen Kontext zu setzen, ausgestattet ist (noch mit der Kenntnis, wie Arbeit gegen Diskriminierung ohne herrschaftserhaltende Widersprüchlichkeiten getan werden kann), schwant so Manchen, die diesen Blog verfolgen, schon seit einiger Zeit.

Hier nun ein aktueller Fall, der unterstreicht, weshalb viele Organisationen, darunter wir, eine Entscheidungsfähigkeit dieses selbsternannten Gremiums nicht gegeben sehen und diese “Institution” (nun ja) deshalb nicht anerkennen.

Es geht um den aktuellen Aufreger der Blackface Poster und Aufführungen von „Ich bin Rappaport“ des Berliner Schlosspark Theaters.

 

Dazu, dass Dieter Hallervorden behauptet „In meiner Gedankenwelt ist absolut kein Platz für Rassismus“, hier ein Liedtext von ihm (Achtung, Hardcore).

 

Und präventiv:

NEIN, um zu verstehen, warum Blackface rassistisch ist, ist KEIN Rückgriff nach Amerika notwendig.

Warum Blackface selbstverständlich auch in Deutschland rassistische Tradition ist, ist unter Anderem zu lernen :

 

Und nun noch eine Empfehlung:

Die Facebook-Seite Schluß mit rassistischen “blackface” Aufführungen: http://www.facebook.com/SchlussMitBlackface (Danke an die Seite für Quellen und Links)

Komi E. gewinnt Prozess gegen 10 € Gebühr, die Asylbewerber_innen beim Einfordern eines Menschenrechtes zahlen müssen.

der braune mob e.V. gratuliert herzlich!

 

via TOGO ACTION PLUS

Im Berufungsverfahren vom 26. Oktober 2011 ist das Erheben von 10 € für eine Verlassenserlaubnis abermals als rechtswidrig erklärt worden. Mit dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Magdeburg dürfte wenigstens eine der Willkür-Praxen der Ausländerbehörden enden.

Seit 2007 klagte Komi Edzro, ehemaliger Asylbewerber, gegen die 10 € Gebühr. Diese wird von Asylbewerberinnen, Asylbewerbern und Geduldeten immer dann verlangt, wenn sie den ihnen zugeteilten Landkreis oder das Bundesland verlassen wollen und sich dafür bei der Ausländerbehörde eine Verlassenserlaubnis einholen müssen. Da eine Verlassenserlaubnis in der Regel nur für wenige Tage erteilt wird, sind Geflüchtete dazu gezwungen, mehrmals pro Monat eine solche zu beantragen. Damit stellt die 10 € Gebühr eine immense, finanzielle Belastung für die Betroffenen dar. -> weiterlesen HIER

 

Die Initiative Togo Action Plus e.V. fordert die Innenministerien aller Länder dazu auf, die 10 Euro Gebühr für eine Verlassenserlaubnis abzuschaffen sowie die zu Unrecht erhobenen Gebühren zurück zu erstatten:

Hier das Anschreiben und das Urteil, das wir verschickt haben. Das Urteil könnt ihr gerne auch für eure eigene politische Praxis verwenden.

Dezember 2011, Berlin: Empowerment-Training – Stark und Selbstbewusst gegen Diskriminierung und Rassismus!

via Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des TBB

Ansprechpartnerin: Nuran Yigit

Empowerment für PoC, Schwarze Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte

Termine: 01. – 03.12.2011 (Modul 1) und 12. – 14.01.2012 (Modul 2)
Beginn 9 Uhr, Ende 17 Uhr; Anmeldeschluss: 18.11.2011
Veranstaltet von Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des TBB und Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin

(Jetzt sogar preisgekrönt: “Empowerment ist essentiell: Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des TBB holt den ersten europäischen Antirassismus-Preis nach Berlin!”)

PDF-Download der ganzen Einladung HIER

Rassismus und Diskriminierung sind gesellschaftliche „Normalität“ und gehören zur Alltagserfahrung und Lebenswelt von People of Color, Schwarze Menschen und  MigrantInnen in Deutschland. Zusammen mit anderen Merkmalen, z.B. Geschlecht, Alter, sexuelle Identität, Religion und/oder Behinderung ergeben sich nicht selten verstärkende Ohnmachtserfahrungen in Form mehrdimensionaler Diskriminierung. Spezielle Angebote in der Antirassismusarbeit nur für diese Zielgruppe, die sowohl ihre Rassismus- als auch andere Diskriminierungserfahrungen berücksichtigen, werden selten angeboten.  Generell fehlt oft der Blick auf die Perspektive der von Rassismus und Diskriminierung Betroffenen. Vielmehr stehen in diversen Fortbildungen Präventions- und Täterarbeit im Vordergrund.

Dieses Empowerment-Training richtet sich deswegen ausschließlich an Menschen mit eigenen Rassismuserfahrungen (….)

Empowerment bedeutet die Stärkung des Selbst. Dabei richtet sich der Blick auf die Aktivierung individueller Ressourcen und Potentiale.

Ziel dieser Fortbildung ist es daher,
–  in einem „geschützten“ Raum den erlebten und erfahrenen Rassismus und die verschiedenen Formen von Diskriminierung, zur Sprache zu bringen und
– bereits vorhandene individuelle Strategien und Wissen gegen Rassismus und Diskriminierung im Gruppenprozess auszutauschen, sich bewusst zu machen, zu reflektieren und zu erweitern.
Empowerment wird somit im Sinne von   Selbstbestimmung und Selbstbemächtigung erfahrbar. Read more

Reproduktion rassistischer Denkstrukturen unter dem Deckmantel der Wissenschaft:
Die SchülerInnenbefragung „Jugendliche als Opfer und Täter von Gewalt“

via MRBB

[Hervorhebungen von uns]

Am 19.10.2011 präsentierte die Landeskommission Berlin gegen Gewalt die Ergebnisse der SchülerInnenbefragung durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) in der Werkstatt der Kulturen. Die 2010 vom Berliner Senat in Auftrag gegebene Studie wurde bereits in der Durchführungsphase massiv kritisiert. Die Schüler_innen sollen über den Fragebogen des KFN Informationen zum Elternhaus, Freundeskreis und zu den Nachbarn liefern. Sie wurden nach Straftaten befragt und sollten sich z.B. völlig unvorbereitet im Klassenzimmer an ihren letzten sexuellen Missbrauch erinnern. Read more