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Versteckte Diskriminierung beweisen – TESTING als Instrument der Antidiskriminierungsarbeit

Neues Dossier der Heinrich-Böll-Stiftung: „Rassismus und Diskriminierung in Deutschland“: http://www.migration-boell.de/web/diversity/48_2493.asp

Im Rahmen dieses Dossiers hat das Team des ADNB des TBB einen Artikel veröffentlicht:
“Versteckte Diskriminierung beweisen! TESTING als Instrument der Antidiskriminierungsarbeit”

Kurz zum Inhalt:

Nach einer Vorstellung der Ziele und des Arbeitsansatzes des ADNB des TBB erörtern wir die auf dem Wohnungsmarkt in Deutschland zu beobachtende Diskriminierungsproblematik. Ausgehend von diesem speziellen Diskriminierungsfeld, stellen wir die TESTING-Methode als Instrument der Antidiskriminierungsarbeit vor.

Sie finden den Artikel unter: http://www.migration-boell.de/web/diversity/48_2541.asp

Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des TBB – ADNB des TBB
c/o Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg
Tempelhofer Ufer 21
10963 Berlin
Tel. 030/ 61 30 53 28
Fax. 030/ 61 30 43 10
E-Mail: adnb@tbb-berlin.de

OLG Köln fällt wegweisendes Urteil gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt und spricht Schwarzer Familie 5000 EUR Entschädigung wegen Diskriminierung bei der Wohnungssuche zu

NEU vom 13.2.2010:

direkter Link zum vollständigen Urteil

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19.1.2010 , via nrwgegendiskriminierung.de

aus der Pressemitteilung:

Zuvor hatte das Landgericht Aachen die Klage abgewiesen. In dieser wegweisenden Entscheidung des OLG wurde die beklagte Hausverwaltung zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 5000,- € verurteilt. Die Stiftung „Leben ohne Rassismus“ und das Gleichbehandlungsbüro (GBB) Aachen unterstützen diese Klage, um zukünftig von Diskriminierung Betroffenen den Klageweg zu erleichtern….

weiterlesen und Pressemitteilung des OLG: HIER

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Das Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des TBB begrüßt das Urteil:

„Dieses Urteil ist wegweisend und wird zukünftig Betroffene, die bei der Wohnungssuche rassistisch diskriminiert werden, ermutigen, juristisch dagegen vorzugehen“ sagt Nuran Yigit, Projektleiterin des ADNB des TBB.

Aktuelle Studien, wie z.B. EU-MIDIS von der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA), belegen, dass die Mehrheit der Betroffenen eine erlebte Diskriminierung nicht melden. Als häufigste Begründung nannten sie, dass sich nichts ändern würde. „Dieses Urteil wird den Betroffenen Hoffnung geben, dass man sich sehr wohl gegen Diskriminierung wehren kann“, so Safter Ç?nar, Vorstandssprecher des TBB.

Die „Stiftung ohne Rassismus“ und das Gleichbehandlungsbüro (GBB) Aachen unterstützen diese Klage. Detaillierte Informationen zum Fall erhalten Sie bei ARIC-NRW, Hartmut Reiners, Te.: 0203-2969499 und GBB, Isabel Teller, Tel.: 0241-49000.

Weitere Rückfragen: Nuran Yigit, ADNB des TBB, Tel.: 030 – 61 30 53 28

NEU vom 20.1.2009: PRESSEMITTEILUNG des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland – advd –

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Lehrer-Gewerkschaft GEW: Islam “rückwärtsgewandt”, Muslime “Überlegenheitsgefühle”

Ein Artikel über “Deutschenfeindlichkeit” unter SchülerInnen mit Migrationshintergrund ist in der aktuellen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft [sic] erschienen. Darin wird das Phänomen der “Deutschenfeindlichkeit” u.a. folgendermaßen erklärt:

“Eine der Ursachen für diese Entwicklungen scheint ein Kulturkonflikt zwischen westlichen und aus dem traditionellen Islam herrührenden Vorstellungen zu sein. Viele der jungen ImmigrantInnen erleben in ihren Familien eine verzweifelte Abwehr aller Veränderungen, insbesondere der Individualisierung. Der heutige Mehrheitsislam hat eine rückwärtsgewandte Grundhaltung, denn sein gesellschaftliches Ideal ist die Zeit in Medina vor 1.400 Jahren. (…) Angesichts des Autoritätsverlusts des muslimischen Mannes in der europäischen Diaspora und der perspektivischen Unsicherheit muss es zu Persönlichkeitskonflikten kommen. Unsicherheit aber kollidiert mit den traditionellen Überlegenheitsgefühlen vieler Muslime, ihrer Vorstellung dem einzig wahren, ursprünglichen Glauben anzugehören.”

“In den ethnisch segregierten Gebieten bleiben Immigranten weitgehend unter sich, gefangen in einem Kreislauf von Transferabha”ngigkeit und Bildungsversagen. Sie kompensieren Frustrationen und Perspektivlosigkeit durch Macho-Gehabe.”

Der ganze Artikel steht hier online: https://www.gew-berlin.de/blz/19635.htm (nofollow link)

Dabei hat die GEW ausgeblendet:

– Dass Rassismus und Diskriminierung die Kulisse von Macht und Einverständnis der Dominanzkultur zwingend benötigen um wirksam zu sein (alles andere ist gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, jedoch ohne die weitreichenden strukturellen und institutionellen Auswirkungen).

– Dass “die Muslime” eine genau so wenig homogene Gruppe sind mit eben so vielen Übereinstimmungen in Überzeugungen und Handlungen wie “die Christen”.

– Dass die Begriffe “Immigranten” und “Muslime” keine Synonyme sind

– Dass es kulturrassistisch, kurzsichtig, unlogisch, wissenschaftlich unhaltbar und sehr gefährlich ist, zuerst eine Gruppe von Menschen als homogen zu konstruieren (“DIE Muslime”/DIE Immigranten / “DIE muslimischen Männer”) und küchenpsychologische Thesen über deren Befindlichkeiten mit ihrer Religionszugehörigkeit begründen zu wollen

– dass man mit exakt diese Instrumentarien eine unzulässige Ethnisierung, Rassifizierung und Diskriminierung vornimmt, und zwar unabhängig davon ob man später im Text eine andere Intention formuliert.

– Dass PädagogInnen für eine Betrachtung der Themenfelder “Rassismus” und “Diskriminierung” die wissenschaftliche Fachliteratur der letzten drei Jahrzehnte nicht ignorieren und gleichzeitig angemessen ihrem Lehrauftrag gegenüber jungen Menschen gerecht werden können.

Zuschriften (mit uns im cc) an: info@gew-berlin.de

Kontakt:

– GEW BERLIN –
Ahornstraße 5
D – 10787 Berlin-Schöneberg
Telefon: +49 30 2199930
Telefax: +49 30 21999350

Internet: www.gew-berlin.de

Vertretungsberechtigter Vorstand nach BGB:
Rose-Marie Seggelke (1. Vorsitzende) und Peter Baumann (Schatzmeister)

Verantwortlich für den Inhalt:
Udo Jeschal (Geschäftsführer)

Initiative “Grüner Rassismus Nein Danke” ruft zu Protestaktion auf

Neu: Monika Lazar hatte zuerst abgewiegelt, danach aber angekündigt, das Thema nach der Wahl aufzuarbeiten. Bis heute ist dies nicht erfolgt.
Von der Initiative per Einschreiben versandte Briefe and Frau Lazar wurden von ihr nicht angenommen und an die Versender_innen zurückgeschickt.

Daher ergeht nun eine Aufforderung an die Leser_innen und Unterstützer_innen, sich aktiv zu positionieren und per Post/Mail/Fax ein Statement of Support (für die antirassistischen Initiativen) an Monika Lazar zu schicken. Vorlage-Statement zur Anregung hier: http://gruenerrassismus.blogspot.com/

Anm. der Red.: empfehlenswert!

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Schweres Erbe für neue Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Christine Lüders

via Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des TBB

P R E S S E M I T T E I L U N G

17.11.2009

Schweres Erbe für neue Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Christine Lüders

Das Bundeskabinett hat am 09.11.2009 Christine Lüders als neue Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ernannt und damit die Ära von Dr. Martina Köppen beendet.

Das ADNB des TBB begrüßte die Neubesetzung. “Dies ist eine folgerichtige Entscheidung von der alten und neuen Familienministerin von der Leyen, da Dr. Köppen zunehmend wegen ihrer Arbeitgeberlastigkeit in die Kritik geraten war”, so Safter Çinar, Vorstandssprecher des Türkischen Bundes in Berlin- Brandenburg.

Die ADS sei in erster Linie eine Institution, die Betroffene auf unabhängige Weise und auf unterschiedlichen Wegen bei der Durchsetzung ihrer Rechte zum Schutz vor Benachteiligung unterstützen soll. Durch die falsche Prioritätensetzung habe Dr. Köppen bei den Betroffenen und ihren Verbänden viel Vertrauen verloren und dem Ruf der ADS insgesamt geschadet, so Çinar weiter.

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Initiative “Grüner Rassismus Nein Danke” gegründet

“Äh, das Negerplakat”””Na ja, man kann ja nicht immer political correct sein”…, so Thomas Hornung, Mannheim, Pressereferent des finanzpolitischen Sprechers der Grünen im Bundestag Dr. Gerhard Schick, zu einer Schwarzen Studentin im Grünen Büro vor einigen Monaten.

Nach Erfahrungen mit mangelnder Einsicht und Kritikfähigkeit der Grünen nach Protesten gegen ein rassistisches und sexistisches Grünen-Wahlplakat gründete sich nun die Initiative “Grüner Rassismus Nein Danke!um eine öffentliche Aufarbeitung diskriminierender Praktiken und Lernresistenz zu erreichen.

HIER ist die Seite – mit Hintergrundinfos, Dokumentation und einer Aktion zum Mitmachen.

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(was bisher geschah:)

– Das Plakat – so fing alles an: https://blog.derbraunemob.info/2009/08/11/ein-grund-nicht-gruen-zu-waehlen/

– Verleihung der Braunen Karte

– Blogeintrag zum Erlebnisbericht: https://blog.derbraunemob.info/2009/09/18/die-gruenen-kein-ende-der-ignoranz/

Berlin, 12.11.: ADNB-Dialogtisch – Chancen und Grenzen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes

Unser diesjähriger Dialogtisch widmet sich dem AGG, das nun seit über 3 Jahren in Kraft ist. Leider ist das Gesetz bis heute für die Mehrheit der Bevölkerung unbekannt geblieben. Dabei kann ein Gesetz gegen Benachteiligung nur dann wirklich effektiv sein, wenn die Menschen, die es betrifft, davon Kenntnis haben.

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28.10.-3.12.: Lesetour 2009 mit ManuEla Ritz

“Die Farbe meiner Haut. Die Anti-Rassismus-Trainerin erzählt”

ManuEla Ritz ist Trainerin gegen Diskriminierung und für Empowerment. Ihre Biographie “Die Farbe meiner Haut. Die Anti-Rassismus-Trainerin erzählt,” ist im April 2009 im Herder Verlag erschienen. Sie beschreibt darin deutschen Alltagsrassismus und Strategien, sich dagegen erfolgreich zur Wehr zu setzen. Im Zeitraum Oktober ” Dezember 2009 findet eine Lesetour der Autorin durch die folgenden Städte statt:

Infos, Kontakt, Termine: als pdf HIER

Neu in Brandenburg: aufsuchende (!) Beratung für von rassistischer Diskriminierung Betroffene

via opferperspektive.de:

Wir bieten Unterstützung für Betroffene von rassistischer Diskriminierung. Wenden Sie sich an uns! Wir kommen zu Ihnen! Unsere Beratung ist aufsuchend, vertraulich und kostenlos!

Was wir für Sie tun:

” Beratung: Wir unterstützen Sie individuell und auf Ihrer Seite stehend darin, sich gegen Diskriminierung zur Wehr zu setzen.
Wir unterstützen Sie darin, Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, aktiv zu werden und Ihre Rechte wahrzunehmen.

” Intervention und Konfliktbearbeitung,

” Empowerment und Vernetzung von Betroffenen untereinander,

” Dokumentation von Diskriminierungsfällen.

Setzen Sie sich gegen Diskriminierung zur Wehr! Gleichbehandlung ist Ihr Recht!

Ihre Ansprechpartnerin:

Nadja Hitzel-Abdelhamid, Rudolf-Breitscheid-Straße 164, 14482 Potsdam, tel 0151 59100083
n.abdelhamid@opferperspektive.de

Bericht des EU Europarats zu Rassismus in Deutschland – European commission’s report on racism in Germany

European commission against racism and intolerance (ECRI) published a REPORT ON GERMANY
Content includes “Racist violence”, “racism in public discourse”, and discrimination in various fields.
The report is in English and contains analysis and recommendations.
Download here.

via BlackNRW

Der Europarat bzw. die “Kommission gegen Rassismus und Intoleranz” des Europarats (ECRI) hat heute ihren Deutschlandbericht zum Umgang Deutschlands mit Minderheiten und Ausländern veröffentlicht. Hauptschwächen sehen die unabhängigen Experten im deutschen Strafrecht und im Justizwesen. Der Bericht kann auf der Webseite der ECRI heruntergeladen (Englisch, pdf) werden.

Schwarze Menschen (Black Community), werden neben Juden, Muslimen, Türken, Sinti / Roma und Migranten, Asylanten, Flüchtlingen als besonders gefährdete Gruppe geführt. Die (…)Lage der Black Community in Deutschland wird (…) in einem eigenen Kapitel wie folgt beschrieben:

  • Brutale und gewalttätige Angriffe gegen Schwarze
  • “NO GO Areas” in einigen Bundesländern
  • Bürger 2. Wahl bei der Behandlung durch die Polizei
  • Fehlende Sichtbarkeit von Schwarzen Menschen in der Zivilgesellschaft
  • Diskriminierung im Arbeitsleben / Wenige schwarze Role Models im Berufsleben (Lehrer, Bankangestellte, Beamte)
  • Diskriminierung durch das Auswahlsystem im Bildungswesen
  • Mangel an Diversity in Medien, Film, Werbungen
  • Reproduktion von rassistischen Stereotypen in den Medien
  • Fehlendes Forschungsmaterial zu Situation der Black Community in Deutschland