Posts

Keine Angst vor “SCHWARZ”!

Dieser Clip kommt ab Mitte Februar auch Live bei Shows der “Edutainment Attacke!” (präsentiert von uns) zum Einsatz.

Die Schwarze deutsche Media-watch Organisation “der braune mob e.V.” informiert seit 2001 darüber, wie man Alltagsrassismus bekämpfen -oder am besten gleich von vornherein vermeiden- kann.
Der Cartoon stammt von der französischen Partnerorganisation “Les Indivisibles”, die sich nach dem Vorbild des mob gegründet hat.

6.-9. April, Köln: Osterferienworkshop für afrodeutsche und afrikanische Kinder

“Wir möchten die Kinder darin unterstützen, ein Zusammengehörigkeits- und Wir-Gefühl zu entwickeln und solidarisch miteinander umzugehen. Mit den Kindern machen wir uns auf den Weg, Gemeinsamkeiten und Unterschiede, eigene Ressourcen und Ressourcen der Gruppe zu entdecken, Vielfalt als Reichtum zu sehen und Wert zu schätzen. Dabei möchten wir ihnen auch einen geschützten Raum bieten […] um Handlungskompetenzen zu entwickeln oder zu erweitern.”

Gruppenleiterin: Sandrine Ngongang, Köln.

Mehr Info, ANMELDUNG, Kontakt, Programm (pdf): HIER

lesenswerter Artikel: “wir unverkrampften Rassisten”

via BlackNRW:

“Rassismus ist ein Thema, das medial ignoriert wird. Angehen können wir weißen Deutschen es nur, indem wir einmal nicht Gerald Asamoah fragen, wie das so ist mit den Urwaldgeräuschen im Stadion oder indem wir einmal nicht in ostdeutschen Plattenbausiedlungen nach Nazis suchen, sondern indem wir weißen Deutschen endlich einmal anfangen, über uns selbst nachzudenken.” schreibt Matthias Dell im freitag unter dem Titel “Wir unverkrampften Rassisten” über die merkwürdige Ignoranz, mit der in Deutschland selbst die gesellschaftliche Mitte über Diffamierung anderer Menschen nicht diskutieren will – (…)
Und weiter: “Es ist – entgegen einem landläufigen Vorurteil (“Man weiß ja gar nicht mehr, was man noch sagen darf”) – nämlich nicht so, dass es das Wissen über nicht-diffamierende Bezeichnungen nicht gibt: Das alles ist vielfach erklärt und beschrieben worden, und wer sich als weißer Deutscher darüber informieren möchte, was rassistische Sprechweisen sind, der findet Bücher und Internetseiten (derbraunemob.de). Das Wissen ist da, es will nur häufig nicht gewusst werden. Über diese merkwürdige Ignoranz muss geredet werden, wenn wir über einen (verbalen) Rassismus in Deutschland sprechen, von dem ein großer Teil der gesellschaftlichen Mitte in Deutschland nicht lassen will.”

weiter auf BlackNRW

Bewerbungsalptraum: “Wir sind ein sehr deutsches Unternehmen”

via BlackNRW

[SPON] Auch in “sehr deutschen” Unternehmen hat man statt einer Personalabteilung ein “HR Department”, es gibt “Meetings”, “Young Professionals” arbeiten an der Entwicklung ihrer “Soft Skills”. (und unterzeichnet eine “Diversity Charta””). Aber die Mentalität dahinter bleibt die alte: engstirnig und unflexibel. [/]

Umrandet und durchsetzt ist der folgende Artikel mit Online-Werbung, in der Black & People of Color Models uns unbegrenzte internationale Career Opportunities versprechen. Asiyah Hikal (Pseudonym, – sie will nicht auf die HR “Blacklist”) schildert in einem lesenswerten Artikel auf Spiegel Online ein Bewerbungsgespräch, bei dem die deutsche Bewerberin zwar cosmopolitan, gutgekleidet und qualified ist, aber “Asiyah Hikal” heisst und nicht blond ist. Humorvoll und ironisch dokumentiert sie ihren persönlichen Gedankenfilm und entlarvt die ganze Dumpfheit des Corporate Recruiting Blablas in Hinterwäldler – Deutschland. Hier weiterlesen

Gauting/Bayern, Februar 2009: Empowerment-Training –
Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung aus der Minderheitenperspektive

Inhalte:

Wie sind “blöde Sprüche” und “Anmache” einzuordnen? Wo fängt Rassismus eigentlich an?
Und wie kann ich auf Diskriminierung reagieren und mich davor schützen? Empowerment
bedeutet die Stärkung des Selbst. Dabei richtet sich der Blick auf die Aktivierung persönlicher
Ressourcen und Potentiale und die Entwicklung von Strategien für den Alltag.

Methoden: Biographie- und Theaterarbeit (Theater der Unterdrückten von Augusto Boal)

Genaue Beschreibung und Anmeldung hier als PDF Download

Nähere Infos auch unter: www.institutgauting.de/Seminare%2009/Empowerment.htm

Brothers’ Keepers: “yes we can… und noch was”

“Eine Schwarze Familie zieht ins Weiße Haus ein. Auch die deutschen Medien überschlagen sich förmlich in ihrer Berichterstattung, leider nicht ohne Verfehlungen. Anlass genug, um von unserer Seite auf einige Aspekte hinzuweisen…”

Nachhilfe in Sachen diskriminierungsfreie Berichterstattung – mit freundlichen Grüßen von den Brothers Keepers: Hier

“Der Begriff Rasse gehört auf den Müllhaufen der Geschichte”

Zwei Artikel in der FR zum Rassebegriff:

“Welcher Rasse gehören Sie an?”
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dokumentation/?em_cnt=1590527&em_loc=11

“Rasse soll verschwinden”
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1590532&em_loc=1231

Anm 1 der Red.: Der braune mob e.V. hatte aich bereits im Jahr 2006 an den Bundesrat gewandt, mit der Bitte, den Rassebegriff aus dem AGG-Entwurf zu streichen. Das Schreiben ist in Auszügen hier einsehbar.

Siehe dazu auch: Boykott der AGG Schulung durch ein Jugendarbeit-Team aufgrund der Verwendung des Rassebegriffes.

Anm 2 der Red.: 6 Wochen zuvor erschien ein Artikel in der FR, der es schaffte, ganze zehn mal Menschen mit dem “Ni…”-Wort zu betiteln. Das Nachdenken über begriffliche Genauigkeiten und die Auswirkungen rassistisch gefärbten Vokabulars scheint bei der FR also erst danach eingesetzt zu haben…? – Unter Beobachtung.

“wir unterschreiben nicht!”
Offener Brief des Jugendarbeit-Teams nach AGG-Schulung

Anm.: Ein gutes Beispiel für zivilgesellschaftliches Engagement, Courage und Aufrichtigkeit. Vielleicht macht es ja Schule…

Offener Brief des Teams im Amt für Jugendarbeit der EKvW, Haus Villigst, Schwerte; August 2008

An alle Kolleg/innen im Themenfeld Menschenrechte, Gewalt und Rassismus.

Guten Tag,

weil sich die Wurzeln von Rassismus nicht nur im Rechtsextremismus sondern vor allem in der Mitte unserer Gesellschaft behaupten, hat […] das Team im Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) beschlossen, das (für alle Mitarbeiter/innen in der EKvW) verpflichtende “Zertifikat” zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz” (AGG) nicht zu unterzeichnen. Dazu hat das Team des Amtes für Jugendarbeit der EKvW eine Erklärung herausgegeben:

Wir unterschreiben nicht!

Seit Oktober 2007 wurden alle Mitarbeiter/innen der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) durch das Landeskirchenamt der EKvW aufgefordert, eine “Schulung zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz” (AGG) durchzuführen und dann ein Zertifikat zu unterzeichnen mit dem sie erklären, die Inhalte des AGG “durchgearbeitet und verstanden zu haben”.

Nachdem alle Mitglieder im Team des Amtes für Jugendarbeit der EKvW in Haus Villigst das AGG und das entsprechende Lernheft durchgearbeitet haben (und das Hauptanliegen des AGG nachdrücklich befürworten), erklären sie heute, dass sie es in einer Hinsicht nicht verstanden haben und von daher das entsprechende Zertifikat auch nicht unterschreiben können: “Wir alle verweigern die Unterschrift, weil wir nicht verstehen können, dass in dem AGG die Existenz menschlicher “Rassen” behauptet wird”. Read more