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SZ vs. das dumme Dummy-Magazin

(… via BLACKprint) nach einem Hinweis von KA:

Jonathan Fischer hat sich in der Süddeutschen Zeitung mit dem unsäglichen Dummy-Heft mit dem Titel “Schwarze” befasst. Hier ein kleiner Ausschnitt:

Offensichtlich meint Gehrs, gegen ein Monster namens political correctness ankämpfen zu müssen – ohne sich wirklich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Oder zu reflektieren, wie eine solche Auseinandersetzung fruchtbar sein könnte – etwa auf inhaltlicher Ebene, anstatt mit einem mehr oder minder missverständlichen und beleidigenden Titel. Rassismus wirkt nicht weniger verletzend, wenn der Autor sich selbst für einen Linken hält. […]

Schlimmer noch: Kein roter Faden leitet jenseits der Hautpigmentierung – es wird mal von “Farbigen”, mal von “Mulatten” gesprochen – durch das Heft. So fragt man sich, was “die besten Fick-Soul-Nummern” mit schwarzer Kultur zu tun haben. Und warum es die vier Seiten über den Sarotti-Mohren versäumen, jenseits einer Firmengeschichte auch die implizite historische Entwicklung des Rassismus in Deutschland aufzugreifen.

Was Dummy dafür umso eindringlicher belegt: Dass die Vergötzung der Provokation per se zu einer Orientierungslosigkeit führen kann, die Mittel und Ziel nicht mehr unterscheidet. Dass es auch angeblich Linken bisweilen gut steht, die eigene Definitionsmacht zu hinterfragen. Und dass der Wunsch, privat oder gar in Massenauflage ein Wort wie “Neger” zu äußern – Chris Rock führt das vor – bestenfalls den Narzissmus des Autors entlarvt.

– Der ganze Artikel: HIER

– Archiv: wir berichteten damals, als die Redaktion allen Ernstes noch erwägte, das Heft “Neger” zu nennen.

Kinderbuchautor Otfried Preußler ist freiwillig Rassist…

Update vom 19.1.2013: Gute Nachrichten: der Thienemann Verlag war erfolgreich; im Kinderbuch “Die Kleine Hexe” werden Kindern nun keine rassistischen Begriffe mehr als ganz harmlos verkauft.

Artikel und große mediale Aufregung: Hier

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… Dies behauptet jedenfalls sein Verlag.

(auszugsweise ein Urteil des Amtsgerichts Schwäbisch Hall vom 15. Juni 2000:
Wer einen Schwarzen öffentlich als “Neger” bezeichnet, darf ungestraft “Rassist” genannt werden.
Das Urteil trägt die Geschäftsnummer 6 C 154/ 00)

Leserinnebrief: Zusendung von N.:

(…) ich bin so schockiert auf die Antwort des Verlags von Otfried Preußler, nachdem ich sie sehr freundlich angeschrieben hatte und um Korrektur einer Passage in einer (neuen!) Auflage eines Kinderbuches von ihm gebeten hatte. Ich bin wirklich fassungslos. Und sprachlos.

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Offener Brief/Leserbrief an die Braunschweiger Zeitung

Auf diesen Artikel der Braunschweiger Zeitung hin ist am 22.4.08 ein “Offener Brief” geschickt, von der Zeitung aber nicht veröffentlicht worden.

(Kontakt zur Braunschweiger Zeitung über leser-seite@bzv.de sowie redaktion.bs@bzv.de)

Wir empfehlen zur Fortbildung von JournalistInnen weiterhin die Infopapiere unserer “download”-Abteilung, in vorliegendem Fall unmittelbar zum Thema, HIER.

Offener Brief / Leserbrief:
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