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Sa, 15.9. Berlin: Analyse und Diskussion “RASSISMUS IM THEATERBETRIEB” @ Zwischenraum Festival

Das ZWISCHENRAUM FESTIVAL lädt zur Podiumsdiskussion am Samstag, dem 15. September 2012 um 19.30 Uhr in der Alten Münze (Molkenmarkt 2, Berlin Mitte) herzlichst ein. Thema der Podiumsdiskussion ist:??”RASSISMUS IM THEATERBETRIEB” ??Mit Beiträgen von Atif Hussein (Regisseur): “Blackface im Theater. Eine Kurzgeschichte”, Dr. Daniele Daude (Musik- und Theaterwissenschaftlerin): “Böse, bedrohlich und Muslim” Der Tyrann auf Opernbühnen” und Hamze Bytyci (Schauspieler und Theaterpädagoge): Theaterarbeit mit jugendlichen Roma und Sinti
Moderation: Pasquale Rotter?

Alte Münze
Molkenmarkt 2
Berlin Mitte

DAS ZWISCHENRAUM FESTIVAL??AUSTELLUNGEN | BANDS | DJ’S | DEKO | FILME | JONGLAGE | KINDERSPACE | LESUNGEN | PODIUMSDISKUSSIONEN | SIEBDRUCK | TANZ | THEATER | VISUALS | VOKÜ | WORKSHOPS | ZWISCHEN(T)RAUM-COCKTAIL

http://www.zwischenraum-festival.de/

Afrika-Festival in Frankfurt am Main: Trommeln ja, gegen institutionellen Rassismus wehren: nein

In einer Pressemeldung mit dem Titel Wenn beim Afrika-Festival in Frankfurt/Main über Oury Jalloh gesprochen wird, ist Schluß mit lustig veröffentlichte die senegalesische Vereinigung Frankfurt am Main Ende November ihre Ansicht, warum die Stadt Frankfurt den bisherigen Veranstaltungsort des dort jährlich stattfindenden Afrika Festivals gekündigt hat.

In der Zwischenzeit erfolgte eine neue Pressemitteilung, die wir hier spiegeln wollen.

Die Stimme gegen „Rassismus und rechte Gewalt“ erheben – aber bitte nicht zu laut: Stadt Frankfurt droht dem Afrikanischen Kulturfest im Solmspark mit dem Aus.

Ausgerichtet von der Senegalesischen Vereinigung im Land Hessen e.V., hat sich das Afrikanische Kulturfest im Frankfurter Solmspark auch letzten August mit über 5.000 Gästen erneut als Publikumsmagnet erwiesen. Nach sechs erfolgreichen und störungsfreien Jahren soll die Veranstaltung dort künftig aber nicht mehr stattfinden. Die offizielle Begründung der Stadt Frankfurt beruft sich auf angebliche Beschwerden der Anwohner. Die Kommunikation dieser Entscheidung gegenüber den Veranstaltern gibt jedoch Anlass zur Vermutung, dass hinter der Ablehnung vielmehr der politische Hintergrund des Festivals steckt.

Frankfurt, 30.11.2011. Es gab auf Seiten der Stadt Frankfurt widersprüchliche Aussagen dazu, warum man das Afrikanische Kulturfest künftig nicht mehr am angestammten Platz im Frankfurter Stadtteil Rödelheim stattfinden lässt. Das Grünflächenamt hat lediglich bekannt gegeben, dass sich Anwohner über Lautstärke und zu viele Besucher beschwert hätten und der Park zu klein wäre. Das Amt sagte gleichzeitig aber auch zu, einen Alternativ-Platz für die Veranstaltung suchen zu wollen. Der tatsächliche Grund ist der Auffassung der Vereinsverantwortlichen nach aber ein anderer. So tätigte ein Referent des Kulturamts vor dem letztjährigen Festival versehentlich die Aussage, der Antrag werde vermutlich nicht genehmigt, weil es bei der Auftaktveranstaltung »Kritik an der Staatsgewalt« gegeben habe. Er wusste allerdings nicht, dass der Verein zu diesem Zeitpunkt die formelle Genehmigung bereits in der Hand hatte.

Eingeladen waren Initiativen, die u. a. ihre Erfahrungen mit Rechter Gewalt und über den Umgang mit staatlichem Gewalteinsatz gegenüber Schwarzen/ People of Colour thematisierten. Mouctar Bah von der Initiative »Oury Jalloh« hatte beispielsweise über den Prozess berichtet, in dem es um den Tod des im Polizeigewahrsam umgekommenen Asylbewerbers Oury Jalloh geht. Read more

4.-6. Juni 2010, Jena: Festival “Vereint gegen koloniales Unrecht” / Karawane Festival On Social Exclusion

via http://thevoiceforum.org/ (go to link for English description)

Festung Europa

Seit der brutalen Ankunft des Kolonialismus in unseren Ländern formierte sich die europäische Identität auf der Basis der Annahme der Überlegenheit über alle anderen Kulturen und Völker. Die „Anderen“ wurden und werden als das polare Gegenteil der vermeintlichen Großartigkeit europäischer Werte und Ideale konstruiert. Noch immer werden AfrikanerInnen, AsiatInnen und LateinamerikanerInnen gewaltsam in die Kategorie der Minderwertigen und Wilden verwiesen. Aufgezwungene und unmenschliche Teilung, Vergewaltigung,
Missbrauch und Versklavung von Millionen von Menschen sind seitJahrhunderten das Resultat der Anwesenheit europäischer und amerikanischer Abenteurer und Ausbeuter in den sogenannten Dritte-Welt-Ländern…

(…) Das Festival wird an diejenigen erinnern, die – an ihren äußeren oder inneren Grenzen – ihr Leben an die Festung Europa verloren haben und diejenigen feiern, die sich noch immer dieser Politik, die darauf abzielt, uns zu teilen, zu isolieren und zu zerstören, widersetzen und diese überleben.

weiterlesen Karawane Erklärung zum Festival – “Vereint gegen koloniales Unrecht”: http://thevoiceforum.org/node/1642
(dort sind auch Videos und Aufrufe)

Festival-Programm: http://karawane-festival.org/de/programm