Posts

Infopapier “Was Sie schon immer über ‘Zig…er’ wissen wollten”

In unserem “download”-Angebot befindet sich jetzt auch das Infopapier und Flugblatt “Was Sie schon immer über ‘Zig…er’ wissen wollten”.

Herausgegeben wurde es vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, dem Interkulturellen Rat in Deutschland und PRO ASYL.

Auszüge:

“In Deutschland und Europa nehmen diskriminierende und rassistische Einstellungen gegenüber sozial benachteiligten Gruppen zu. Auch Sinti und Roma geraten mehr und mehr in den Fokus rassistischer Ausgrenzung.”

“Die Bundesrepublik Deutschland sollte sich vor dem Hintergrund der Geschichte über die besondere Verantwortung gegenüber Sinti und Roma bewusst sein und sich hierzu bekennen, so wie sie es gegenüber der jüdischen Minderheit seit Jahrzehnten tut.”

 

Aus dem Inhalt:

  • – Was Sie tun können
  • – Was ist der Unterschied zwischen Sinti und Roma?
  • – Sinti und Roma in Deutschland
  • – Sollte man heute noch »Zi….er« sagen?
  • – Aktuelle Situation

Download des Infopapiers HIER.

Berlin, 27. und 28. Januar 2011: Friedrichshain-Kreuzberg erinnert mit Ortsbezeichnungen an die Opfer des Völkermordes an den Sinti und Roma

Donnerstag, 27. Januar 2011

16:00 Uhr
Benennung des Ede und Unku-Weges

zur Erinnerung an Erna Lauenburger (Unku) und Grete Weiskopf (Alex Wedding)
Es spricht Dr. Jan Stöß, Bezirksstadtrat für Bildung und Kultur
Ort Scharnweberstr. 60 (Kita), U+S Frankfurter Allee

17:00 Uhr
»Was mit Unku geschah. Das kurze Leben der Erna Lauenburger«

Film – anschließend Gespräch mit den FilmemacherInnen
Ort Jugendclub in der alten feuerwache | Eintritt frei

19:00 Uhr
Lesung und Gespräch mit Anja Tuckermann
Ort Projektraum in der alten feuerwache | Eintritt frei

Noch viel mehr Veranstaltungen auf: Amarodorom.de

Rechtsextreme Eskalation?

via Blackprint:

zur “plötzlichen Eskalation” rechtsextremer Gewalt, die einige Medien und PolitikerInnen momentan feststellen möchten, hier ein sehr lesenswerter Artikel von Daniel Nuber:

“wann eskaliert die Eskalation?”

Auszüge:

Die Frage ist nun nicht, ob und welche Maßnahmen die richtigen, effektivsten wären ” vielmehr lautet die korrekte Fragestellung: Warum spricht man erst jetzt von einer Eskalation und nicht schon viel früher?

Wir blicken ein paar Jahre zurück: Im Jahre 2000 erliegt Alberto Adriano, afrodeutscher Fleischer, wenige Tage nachdem er von mehreren Nazis angefallen wurde, seinen Verletzungen. Die “Brothers Keepers” widmen ihm den Song “Adriano (Letzte Warnung)”. 2001: Der aus Sierra Leone stammende Momoh Kabbah, damals 16, wird von vier Neonazis geschlagen und an einem Auge schwer verletzt. Er sagt dazu: “Ich habe Sierra Leone verlassen, weil ich Angst um mein Leben hatte (“). Ich bin nach Deutschland gekommen, um hier Schutz zu finden. Aber auch hier bin ich anscheinend nicht sicher. Es ist sogar schlimmer, denn auf das, was hier passiert ist, war ich überhaupt nicht vorbereitet gewesen.” (…) 2007: Unter fremdenfeindlichen Parolen wird eine Gruppe von Indern durch Mügeln (Sachsen) gejagt und zum Teil verletzt.

Eine Auflistung solcher Angriffe ließe sich schier endlos weiterführen, ganz zu schweigen von all den nicht bekannt gewordenen Übergriffen.

Was aber unterscheidet die Attacke auf Mannichl von den oben genannten, von all den anderen Opfern rechtsextremer Gewalt? Weshalb war bisher noch nicht von einer “Eskalation der Gewalt” die Rede, von einer “rechtsextremen Krake”? (…)

Ganzer Artikel hier.

Interessant dazu auch: in Dresden werden zum 13./14. Februar 2009 Naziaufmärsche mit geschichtsverdrehendem Hintergrund (“Nie wieder einen Bombenholocaust wie Dresden”) erlaubt.

Siehe: Laut gegen Nazis Blog

Hier auf www.geh-denken.de ist ein Aufruf gegen die als “Gendenkveranstaltung” angekündigte rechtsextreme Propagandashow, die Europas größte Nazidemo werden soll.

Dort kann man sich informieren, wie man sich dieser Demo entgegenstellen kann, und welche PolitikerInnen anscheinend ein Problem damit haben, wenn Bürgerinnen und Bürger das Vorhaben der Nazis konterkarieren wollen.

venceremos schreibt, dass “ein nahezu stadtweiter Konsens” existiere.