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4.-6. Juni 2010, Jena: Festival “Vereint gegen koloniales Unrecht” / Karawane Festival On Social Exclusion

via http://thevoiceforum.org/ (go to link for English description)

Festung Europa

Seit der brutalen Ankunft des Kolonialismus in unseren Ländern formierte sich die europäische Identität auf der Basis der Annahme der Überlegenheit über alle anderen Kulturen und Völker. Die „Anderen“ wurden und werden als das polare Gegenteil der vermeintlichen Großartigkeit europäischer Werte und Ideale konstruiert. Noch immer werden AfrikanerInnen, AsiatInnen und LateinamerikanerInnen gewaltsam in die Kategorie der Minderwertigen und Wilden verwiesen. Aufgezwungene und unmenschliche Teilung, Vergewaltigung,
Missbrauch und Versklavung von Millionen von Menschen sind seitJahrhunderten das Resultat der Anwesenheit europäischer und amerikanischer Abenteurer und Ausbeuter in den sogenannten Dritte-Welt-Ländern…

(…) Das Festival wird an diejenigen erinnern, die – an ihren äußeren oder inneren Grenzen – ihr Leben an die Festung Europa verloren haben und diejenigen feiern, die sich noch immer dieser Politik, die darauf abzielt, uns zu teilen, zu isolieren und zu zerstören, widersetzen und diese überleben.

weiterlesen Karawane Erklärung zum Festival – “Vereint gegen koloniales Unrecht”: http://thevoiceforum.org/node/1642
(dort sind auch Videos und Aufrufe)

Festival-Programm: http://karawane-festival.org/de/programm

26. – 28. Juni 2009, Berlin: Fachtagung “Rassismus, Wissen(schaft) und Universität”

NEUER Veranstaltungsort!!!

Werkstatt der Kulturen
Wissmannstraße 32
12049 Berlin
Tel. 030 – 60 97 70-0
info(at)werkstatt-der-kulturen.de

Mehr dazu hier.

Rassismus gehört zu den wirkungsmächtigsten und folgenschwersten historischen Hypotheken, mit denen sich die Welt auch im 21. Jahrhundert auseinander zu setzen hat. Der europäische Versuch, Menschen nach ‘Rassen’ zu unterteilen, ist als gescheitert anzusehen. Doch sein Geschöpf, der Rassismus, ist strukturell und diskursiv ” in Form von Macht, Gewalt und Wissen ” allgegenwärtig und wirkmächtig. Das verstärkt sich noch dadurch, dass der Rassismus in der bundesdeutschen Gesellschaft weitgehend verleugnet bleibt. All dies hat für Medien, Wissenschaft und die deutsche Literatur- und Theaterlandschaft weitreichende Konsequenzen. Diesen widmet sich die Tagung. Es gilt herauszuarbeiten, wie kolonial entstandenes rassistisches Wissen in der deutschen Gesellschaft bis heute prominent fortwirkt und zugleich auch von People of Colour widerständig herausgefordert wird. Auch ist zu diskutieren, wie über Rassismus gesprochen werden kann, ohne seine Denkmuster und Machtfelder zu reproduzieren. In Performances, Theaterstücken, akademischen Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Arbeitsgruppen werden Wissenschaftler_innen und Studierende sowie Künstler_innen und Journalist_innen of Colour Rassismus analysieren, beschreiben und hinterfragen. Die Tagung dient der politischen Bildung und richtet sich an eine interessierte breite Öffentlichkeit.

Vortragende u.a.:

Katharina Oguntoye, Sheila Mysorekar, Noah Sow, Grada Kilomba, Paul Mecheril, ManuEla Ritz , Natasha A. Kelly, Victoria B. Robinson, Mutlu Ergün, Kien Nghi Ha, Lara-Sophie Milagro, uvm.

Ausführliche Informationen zum Programm:www.limitedtoyou.com

TV-TIPP: 20. April “Black Deutschland”, NDR, 23:45 Uhr

In dem Dokumentarfilm “Black Deutschland” zeigt Regisseur Oliver Hardt eine intime Studie über das Denken und Fühlen einer gar nicht so kleinen Minderheit in Deutschland. Der Film porträtiert schwarze Kulturschaffende. Auf emotionale Weise, aber dennoch reflektiert und humorvoll, vermitteln sie eine Idee, was es heißt, als Nicht-Weißer in einer Gesellschaft zu leben, die sich als “weiß” definiert.

Mitwirkende im Film sind u. a. Darius James, Sam Meffire, Tyron Ricketts, Noah Sow und Vincent Mewanu. ”

Homepage des Films (englisch, deutsch, französisch): www.blackdeutschland.de

Interview zu “Black Deutschland” mit Regisseur Oliver Hardt in der SZ: hier

16.-20.2.: der mob präsentiert: “Edutainment Attacke!”
Schwarze post-post-postmigrantische Comedy Tournee mit Mutlu Ergün und Noah Sow

Pünktlich zum Black History Month präsentiert der braune mob e.V. diese Veranstaltung auf Tour:

präsentiert vom Ministerium für Integrationswahn und niedrigschwellige Unterhaltung,

absolviert von Noah Sow (“Deutschland Schwarz weiß“) und Mutlu Ergün aka Sesperado (“Re/Visionen“).

Bei einem bunten Abend mit Quiz, Standup Comedy, Clips, Rap, Satire, Lesung, uva. erfahren Sie unter anderem:

– was man auf die Frage “wo kommst du heeeer?”“ alles antworten kann
– ob Europäer über mehr genetische Vielfalt als Fruchtfliegen verfügen
– was die zivilisierte Welt vom Stamm der Bayern lernen kann
– welche Parallelgesellschaften die größten Intergrationsprobleme haben
– wie “mein bester Freund Cihad“ seine Kommilitonen durcheinanderbring

16.2. Hamburg, Black History Month, Werkstatt 3
18.2. Marburg, KFZ
19.2. Döbeln, Café Courage (Treibhaus e.V.)
20.2. Berlin, Amerika Haus

“Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen von PoC sowie ihren/Ihren/unseren unterpigmentierten FreundInnen.”

Mehr Infos und anfreunden(!): HIER

Edutainment Attacke! auf Myspace
Edutainment Attacke! auf Facebook

(Weitere Termine, in Bayern und NRW, im Mai.)

22.2.09 Filmpremiere in Berlin: “Mit einem Lächeln auf den Lippen” – Eine Hausarbeiterin ohne Papiere zieht vors Arbeitsgericht
“Con una sonrisa en los labios” – Empleada del hogar sin papeles lleva su caso al juzgado laboral

Premiere: Sonntag, 22.2.09 um 13.30 Uhr im Babylon (Mitte),
Rosa-Luxemburgstr. 30, 10178 Berlin
Eintritt frei

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2.-16.2. Hannover: Unesco-Ausstellung “Lest we forget: The Triumph over Slavery

Die Wanderausstellung wurde vom Schomburg-Zentrum für Forschung zur schwarzen Kultur (New York) im Jahr 2004 ” dem internationalen Gedenkjahr zur Abschaffung der Sklaverei ” im Rahmen des UNESCO-Projekts “Die Route der Sklaven” organisiert.

Station im Neuen Rathaus Hannover macht die Ausstellung im Rahmen des Projekts “Afrika macht Schule” ; initiiert vom “Freundeskreis Tambacounda e.V.”, seit 2008 unter Schirmherrschaft der deutschen und der senegalesischen UNESCO-Kommission.

Artikel über die Ausstellung: HIER

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10.2., Hannover: Von * A * wie afrodeutsch bis * Z * wie zuhause
Info-Workshop über Afrodeutsche in der Kinderliteratur
für Eltern, PädagogInnen und Interessierte

In nur wenigen bekannten Kinderbüchern finden afrodeutsche Kinder ihre Lebenswelten wieder.
Wir stellen in diesem Workshop Kinder- und Jugendbücher aus verschiedenen Ländern vor, geben Tipps zur Auswahl geeigneter Bücher, und auch die Teilnehmer/-innen können sich austauschen (z.B. über ein entsprechendes Lieblingsbuch ihrer eigenen Kinder, das gern auch mitgebracht werden kann)!

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6.-9. April, Köln: Osterferienworkshop für afrodeutsche und afrikanische Kinder

“Wir möchten die Kinder darin unterstützen, ein Zusammengehörigkeits- und Wir-Gefühl zu entwickeln und solidarisch miteinander umzugehen. Mit den Kindern machen wir uns auf den Weg, Gemeinsamkeiten und Unterschiede, eigene Ressourcen und Ressourcen der Gruppe zu entdecken, Vielfalt als Reichtum zu sehen und Wert zu schätzen. Dabei möchten wir ihnen auch einen geschützten Raum bieten […] um Handlungskompetenzen zu entwickeln oder zu erweitern.”

Gruppenleiterin: Sandrine Ngongang, Köln.

Mehr Info, ANMELDUNG, Kontakt, Programm (pdf): HIER

12. 1. 2009 – Bielefeld – “Täglich grüßt das Murmeltier”
Workshop zu Rassismus in den Medien

Und wieder mal müssen wir uns mit plumpen rassistischen Klischees in der Tagespresse
auseinandersetzen … und schon wieder und schon wieder.

Das Vorkommen von rassistischen Vorurteilen, Wörtern und Klischees in
der deutschen Presse verwundert heutzutage wohl kaum noch.
Gerade deshalb bleibt es weiterhin anklagenswert!

1)

allgemeiner Input von Noah Sow zu den strukturellen Anzeichen dominanten Diskurses und Rassismus in den Medien.

2)

Bericht von Auseinandersetzungen mit dem Bielefelder Stadtmagazin “Ultimo”. Der wirklich unglaubliche Vorgang kann hier eingesehen werden: http://www.ibz-bielefeld.de/pages/aktuelles.html oder -ausführlich beschrieben- hier im Blog.

3)

gemeinsamer Workshop über konkrete Handlungsmöglichkeiten.

Es sollen an dem Tag Veränderungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Dies wird umso erfolgreicher, je mehr kritische LeserInnen und Medienschaffende sich beteiligen.

Veranstalter: IBZ Bielefeld in Kooperation mit Antifa AG Uni Bielefeld

Montag 12. Januar 19 Uhr im IBZ
Internationales Begegnungszentrum Friedenshaus e.V.
Teutoburger Straße 106
33607 Bielefeld