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21. – 24. Oktober 2010, Berlin: Move on up 2010! Empowerment-Forum aus der Perspektive von People of Color

Nicht in die Disko reingelassen werden, den Landkreis nicht verlassen dürfen, trotz guter Noten eine Hauptschulempfehlung bekommen, bei der Arbeit immer als „Expert_in für Migrationsfragen“ angesprochen werden: Rassismus in Deutschland hat viele Ausprägungen und funktioniert auf verschiedenen Ebenen. Dementsprechend unterschiedlich sind die Geschichten und Perspektiven von Menschen, die in Deutschland Rassismuserfahrungen machen. Denn Rassismus funktioniert so, dass Menschen als ‚die Anderen’ markiert werden, ihre Perspektiven nicht ernst genommen und sie gegeneinander ausgespielt werden. Dennoch haben ihre Geschichten viele Verbindungen und viele ihrer Erfahrungen ähneln sich.

Empowerment:
Selbstbestimmung und Selbstbemächtigung

Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Alle Infos auf der Homepage: http://moveonup.blogsport.de/

Migrationsrat Berlin-Brandenburg: ‘Auf die „gut gemeinten“ aber rassifizierenden Bilder von People of Color können wir verzichten.’

Kritisiert wird in der Pressemitteilung vom 12.7. die Umsetzung der Kampagne der ‘Deutschlandsstiftung Integration’ mit dem Motto „Raus mit der Sprache. Rein ins Leben“:

quelle: Onlineauftritt der 'Deutschlandstiftung Integration'

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Auf der Website sind 16 Modelle of Color abgelichtet, die ihre Zunge in den Farben der Deutschlandfahne präsentieren. Ziel sei die Sprachförderung von Menschen mit Migrationshintergrund.

Wir berichteten hier im BLOG.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung des MRBB:

Der MRBB (…) teilt die Kritik des Vereins „der braune mob“. Hier werden Botschaften gesandt, die fatal sind. Die Macht der Bilder suggerieren, dass Menschen of Color kein Deutsch sprechen und damit in „das Leben“ in Deutschland nicht integriert sind. Mehrsprachigkeit wird symbolisch mit den Farben Schwarz-Rot-Gold übermalt und abgewertet.
Diese Kampagne suggeriert, dass die Beherrschung der deutschen Sprache alle Türen öffnet. Dazu stehen die Models als Vorbilder da. Das ist ein Hohn, wenn man bedenkt, dass People of Color und sogenannte Menschen mit Migrationshintergrund dem alltäglichen und den strukturellen Rassismus ausgesetzt sind, mehrheitlich keineswegs über die gleichen Rechte wie Weiße Deutschen verfügen. Wir fordern, diese Kampagne in dieser Form abzubrechen und eine diskriminierungssensible Medienarbeit zu betreiben. Read more