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Dessau und Berlin, 7.1.2012: Mahnwache, Demo, Soli für Oury Jalloh

NEU vom 6.1.: Gemeinsame Fahrt auch aus Hamburg, mit dem Zug; Treffpunkt: Reisezentrum Hauptbahnhof, Sa, 07.01.2012, 06:20 Uhr

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via Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V.

in Trauer gedenken wir Oury Jalloh, der vor sieben Jahren im Dessauer Polizeirevier umgebracht wurde. Aus diesem Anlass gibt es diesen Samstag, den 7. Januar 2012 eine Mahnwache in Dessau.

Samstag | 7. Januar 2012; 1. Mahnwache in Dessau ab 13:00 Uhr

Gemeinsame Abfahrt von Berlin mit Bus und Bahn: Treffpunkt 10:30 Uhr vor dem Hotel PARK INN am Taxistand (Alexanderplatz) Read more

17.11.-1.12.2011: Prozesstermine im Fall Oury Jalloh wahrnehmen!
Es gibt Fahrgemeinschaften aus Berlin!

Vor einem Jahr kippte der Bundesgerichtshof Karlsruhe das Urteil im Fall Oury Jalloh. Die Revision um den Tod von Oury Jalloh begann am 12.01.2011 vor dem Landgericht Magdeburg. Dazu erreichte uns ein dringender Aufruf:

Liebe Schwestern, liebe Brüder,
in Sachen von Oury Jalloh nehmen immer weniger Afrikaner bzw. Schwarze an Gerichtsterminen und an Protesten teil.(…) Hier ist ein Versuch, dass sich bei den letzten Gerichtsterminen so viele wie möglich beteiligen. Folgende Gerichtstermine stehen bevor. (Stand: 21.10.11)
10.11.2011
17.11.2011
24.11.2011
01.12.2011
Immer ab 9:30 Uhr vor dem Landgericht Magdeburg, Saal A23.

Abfahrt von Berlin: Treffpunkt immer 6:30 Uhr (pünktlich) am Reisezentrum im S-Bahnhof Alexanderplatz. Spenden für Zugtickets und Kleinbus willkommen. Können wir bitte zentral oder dezentral organisieren, dass genug dort ankommen? Bitte alle aus Berlin, die an den folgenden Terminen teilnehmen wollen, bei mir melden!


[Handy- und e-Mail Kontakt hier initiativeouryjalloh.wordpress.com oder über uns]

Frankfurt/Main, 19.11.2011: Kundgebung zum Gedenken, ein halbes Jahr nach der Erschießung von Christy Schwundeck

Wichtige Info zur Initiative selbst: unten.

Via Initiative Christy Schwundeck

Aufruf zur Kundgebung: 1/2 Jahr Erschießung Christy Schwundeck

Samstag 19. November 2011, um 14 Uhr
Zeil 40-42, Ecke Klapperfeld

Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Mitstreiter_innen,
liebe Unterstützer_innen,

fast sechs Monate ist die Erschießung Christy Schwundecks durch die Polizei in dem Jobcenter Gallus in Frankfurt/Main nun her und noch immer weiß die Familie, die Öffentlichkeit und somit auch wir, die Initiative Christy Schwundeck, nicht, wie es zu ihrer Erschießung durch die Polizeibeamtin kam. Die Ermittlungen sind bis heute noch nicht abgeschlossen, weil die Polizistin, welche den tödlichen Schuß abfeuerte, sich noch nicht entschieden hat, ob sie eine Aussage über den Tathergang machen möchte.

Der bisherige Verlauf um die Aufklärung des Tathergangs und die fehlende Auseinandersetzung darüber, wie weiße und Schwarze Menschen/People of Color in Deutschland auf unterschiedliche Weise von der Polizei behandelt werden, geben Aufschluss über das Ausmaß rassistischen Polizeiterrors in Deutschland – diesem sind Schwarze Menschen und People of Color alltäglich ausgesetzt. Zudem zeigen die Fälle um Aamir Ageeb, Mariame N’Deye Sarr, Laye Condé, Achidi John, Oury Jalloh, Dominique Koumadio und Christy Schwundeck (um nur einige zu nennen), dass rassistischer Polizeiterror Kontinuität hat.

Wir organisieren daher am 19.11.2011 eine Kundgebung zum Gedenken an Christy Schwundeck und wollen zudem über den Polizeiterror gegen die Schwarze/People of Color Community informieren.
Wir wollen vor die Staatsanwaltschaft und die Polizei ziehen um laut das zu benennen und zu fordern, was sonst entnannt wird!

Wir fordern:

Aufklärung und Gerechtigkeit!

Stoppt den Polizeiterror gegen die Schwarze/People of Color Community!

Eure
Initiative Christy Schwundeck

InitiativeChristySchwundeck@googlemail.com

http://initiative-christy-schwundeck.blogspot.com
Senegalesische Vereinigung im Lande Hessen e.V


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Anmerkung und Info zur Initiative Christy Schwundeck:

Uns war nicht entgangen, dass seitens der Initiative auf deren eigener Homepage Einträge vorgenommen worden waren, die nicht gewaltfrei gegenüber PoC waren. Erfreulicherweise hat die Initiative sich nun aber anscheinend von den Mitgliedern befreien können, die sich gegen antirassistische Arbeit und Aufklärung wehrten. Read more

Güclü Yamans Film über die unmenschliche deutsche Abschiebepraxis und den Tod von Aamir Ageeb

ist nun veröffentlicht und auf internationalen Festivals erfolgreich (wir berichteten im Januar 2010 über das Vorhaben).
„Reise ohne Rückkehr – Endstation Frankfurt Flughafen“
läuft u.a. auf dem 11. türkischen Filmfestival in Frankfurt/M: www.turkfilmfestival.de.

  • Umfangreiche Soli-Seite mit Infos zum ‘Fall’ Aamir Ageeb und Widerstand: www.aamirageeb.de

Berlin: Verurteilung zweier Polizeibeamter

 via ReachOut – Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus

INFORMATIONEN FÜR PRESSE, FUNK UND FERNSEHEN

Berlin, 20.09.2011: Das Amtsgericht Tiergarten verurteilt zwei der
gefährlichen Körperverletzung im Amt angeklagten Polizeibeamte zu sechs
bzw. sieben Monate auf Bewährung und je 500 ? Schmerzensgeld. ReachOut,
KOP und der Migrationsrat Berlin Brandenburg gehen von einem rassistisch
motivierten Polizeiangriff aus.

Die beiden verurteilten Polizeibeamten hatten am 25. Mai 2010 Herrn Amare
B., der auf dem Tempelhofer Damm mit seinem Handy telefonierte, zu Boden
geworfen, ihn gefesselt und dabei verletzt. Sie hatten zuvor zwei
Süßigkeitendiebe verfolgt und Herr Amare B. der Komplizenschaft
verdächtigt.

Während die Staatsanwältin den Einsatz der beiden Polizeibeamten als
verhältnismäßig einstuft und dafür plädiert, den Fall als “dumm gelaufen”
fallen zu lassen, findet der Richter klare Worte und beanstandet auch das
Ausbleiben einer Entschuldigung und die Arroganz sowie das ständige Lachen
der Angeklagten während des gesamten Prozessverlaufs.
Biplab Basu, von ReachOut, ist mit dem Urteil zufrieden: “Nur wenige Fälle
rassistischer Polizeigewalt kommen vor Gericht und noch seltener kommt es
zu einem Urteil.”

Ansprechpartner:

Biplab Basu
ReachOut – Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus
und Antisemitismus
Oranienstraße 159, 10969 Berlin
Tel.-Nr. 030/ 695 68 339
Fax: 030/ 695 68 346
Email: info@reachoutberlin.de

Berlin, 16.07.2011: Demonstration: Vorgang Oury Jalloh aus Polizeiarchiv gelöscht!

via INITIATIVE IN GEDENKEN AN OURY JALLOH

VOM GERICHT AUF DIE STRAßEN BERLINS GEHT DIE INITIATIVE IN GEDENKEN AN OURY JALLOH E.V. AM SAMSTAG, DEN 16.07.2011

DEMONSTRATION | SAMSTAG, DEN 16.07.2011 | 16:00 UHR | MEHRINGHOF -GNEISENAUSTR. 2A

Auszüge aus der Pressemitteilung (vollständige Mitteilung HIER) :

Berlin, den 10. Juli 2011

Wie konnte der Vorgang Oury Jalloh aus dem Journal, eine elektronisch
gespeicherte Vorgangsliste aller Einträge über Einsätze des Dessauer
Polizeireviers, gelöscht werden? Das war eine der bestimmenden Fragen
am 30. Juni 2011 im Landgericht Magdeburg. Die Nebenklage veranlasste
einen Ausdruck des Journals, um die Frage zu klären, wo Hans-Ulrich
März und Udo Scheibe zum Zeitpunkt des Feuerausbruchs waren? Sie selbst
behaupten, sie wären auf Streife gewesen. Dies wiederum müsste dann in
dem Journal vermerkt sein, das nun gelöscht wurde.

(…)

Noch immer gilt die Aussage von Torsten Bock, dass März und Scheibe um
11:30 Uhr, eine halbe Stunde vor Brandausbruch, in der Zelle bei Oury
Jalloh waren und ihn nochmals gründlich durchsuchten. Die Version der
Polizei, Oury Jalloh habe sich selbst mithilfe eines Feuerzeuges
angezündet, ist damit hinfällig. Was für die Initiative schon lange
fest steht, wird nun hoffentlich auch dem Gericht deutlich: Oury Jalloh
– das war Mord!

DEMONSTRATION | SAMSTAG, DEN 16.07.2011 | 16:00 UHR | MEHRINGHOF –
GNEISENAUSTR. 2A

Nach vielen Demonstrationen in Dessau und Magdeburg geht die Initiative
in Gedenken an Oury Jalloh e.V. endlich auch wieder in Berlin auf die
Straßen, um all der Menschen zu gedenken, die in kolonialer Manier
innerhalb und außerhalb der europäischen Grenzen, rechtsstaatlich
abgesegnet, umgebracht, zum Schweigen gebracht und ausgelöscht wurden.
Wir hoffen auf viele Verbündete im Kampf gegen Polizeigewalt und
Behördenrassismus.

DIE INITIATIVE OURY JALLOH E. V. FORDERT:
1. Stop der gezielten Polizeikontrolle von PoCs ( Racial Profiling)
2. Stopp Polizei-Brutalität!
3. Stopp der Straflosigkeit für Polizisten_innen in der BRD!
4. Abschaffung der menschenverachtenden Residenzpflicht!
5. Keine Isolation für Geflüchtete!

Infos unter http://initiativeouryjalloh.wordpress.com/
Kontakt: 0176/ 38113135

Vollständige Pressemitteilung: HIER

Frankfurt/Main, Sa. 18.6.2011: Demonstration und Kundgebung
im Gedenken an Christy Schwundeck

via ‘Initiative Christy Schwundbeck’

Am Dienstag, den 31.05. versammelten sich 30 Menschen, um der in einem Frankfurter Jobcenter erschossenen Deutsch-Nigerianerin Christy Schwundeck zu gedenken. Vor dem verschlossenen Jobcenter wurden Blumen niedergelegt und ein Plakat aufgehängt, auf dem Christy zu sehen ist. Während die Securities des Jobcenters mißtrauisch die Trauernden beobachteten, forderte Manga Diagne von der Initiative Christy Schwundeck Aufklärung über die Ereignisse im Jobcenter: „Wie kann es sein, dass immer wenn ein Afrikaner von der Polizei erschossen wird, die Ermittlungen im Sand verlaufen und möglichst viel vertuscht wird, wie bei Mariame N’Deye Sarr, Dominique Kumadio und vielen anderen?“ Die Anwesenden waren sich einig, dass die Polizeigewalt gegen Schwarze gestoppt werden muss und dass sich viele jetzt angstvoll die Frage stellen: Wer ist der Nächste? Bei dem Treffen nach der Mahnwache sagte eine Frau aus Nigeria: „Es wird so schnell vergessen gemacht, dass sie ein Mensch war, sie war ein Mensch. Darf man sie einfach so erschießen? Wir müssen etwas unternehmen, nicht nur für Gerechtigkeit für Christy, sondern in unserem eigenen Interesse und für das Leben unserer Kinder.“ Bernhard Walch sagte „Dass Menschen aus dem Jobcenter verzweifelt oder wütend herauskommen wenn die ihnen zustehende Leistungen versagt oder die Auszahlung verschleppt wurden erleben wir immer wieder. Wer Hartz 4 erhält UND auch noch einen migrantischen Hintergrund hat wird oft gleich doppelt diskriminiert.“

Die Initiative Christy Schwundeck hat beschlossen, am Samstag, den 18. Juni eine Demonstration in Frankfurt gegen Polizeigewalt zu veranstalten (Start 14:00 Hauptbahnhof). Die Vorbereitungen laufen, weitere Unterstützer sind herzlich willkommen und können sich an die Initiative wenden: InitiativeChristySchwundeck@gmail.com

Dokumentation:

 

Frankfurt am Main, 31.5.2011: Kranzniederlegung für Christy Schwundeck

Update: Frankfurt/Main, Sa. 18.6.2011: Demonstration und Kundgebung im Gedenken an Christy Schwundeck!

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31.5.2011:

Um 15:00
Arbeitsamt Gallus, Mainzerlandstr. 315 (neben dem alten Ordnungsamt / früher “Ausländerbehörde”)

Die Initiative Christy Schwundeck schreibt:

Die Themen, die uns dabei beschäftigen sind:

  • Trauer und Aufregung über den Tod von Christy Schwundeck Read more

Liste der Mitunterzeichner_innen der Pressemitteilung „Erschießung anscheinend unproblematisch“

Update: wichtiger Termin: Frankfurt/Main, Sa. 18.6.2011: Demonstration und Kundgebung im Gedenken an Christy Schwundeck!

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25.5.2011:

Liste der Mituntertzeichner_innen unserer Pressemitteilung „Erschießung anscheinend unproblematisch“:

Sie wird regelmäßig aktualisiert. Es haben bereits über 100 Privatpersonen und Organisationen mitunterzeichnet.

Wenn Sie die Pressemitteilung ebenfalls mitunterzeichnen möchten, senden Sie uns bitte eine Mail an info @ derbraunemob.de mit dem Betreff ‘FfM-Mitunterzeichnen’ und Ihrem Namen in der Mail (nach Wunsch gern auch Ort, Beruf/Funktion in einer mitunterzeichnenen Organisation). Read more

Pressemitteilung: „Erschießung anscheinend unproblematisch“
– Rüge der Medienberichterstattung über Tod im Jobcenter Frankfurt

Update, wichtiger Termin!: Frankfurt/Main, Sa. 18.6.2011: Demonstration und Kundgebung im Gedenken an Christy Schwundeck!

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Neu vom 30.5.2011:

Der Name der in Frankfurt getöteten Frau ist nun bekannt.

Wir betrauern den Tod von Christy Schwundeck, geboren 1971 in Omorodion.
Sie hinterlässt ihre elfjährige Tochter, einen Ehemann, einen Bruder und viele weitere Freunde und Verwandte.

Die Community ruft auf, bei der Kranzniederlegung am 31.5.  dabeizusein! (alle Infos hier)

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@ http://www.edocommunity.com

 

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Die Kopie der Traueranzeige stammt von Edo Community of Nigeria, Germany e.V. ( edocommunity.com)

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NEU vom 29.5.2011:

– „Das Jobcenter ist Schuld an ihrem Tod!“
Artikel und Interview mit Ehemann und Bruder, Artikel vom 29.5. auf Primavera24.de

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Neu vom 25.5.2011: Liste der Mitunterzeichnenden (wird regelmäßig aktualisiert) HIER.

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24.5.2011:

Wir, die Media-Watch Organisation „der braune mob e.V.“, sind bestürzt über den Vorfall im Jobcenter Frankfurt am Main, die Erschießung einer Schwarzen Deutschen durch Polizeibeamte, die zynische empathiefreie Reaktion des Sprechers der Polizeigewerkschaft sowie tendenziöse Medienberichterstattung.

Am 19. Mai 2011 war in der deutschen Medienberichterstattung der Tod einer Frau, die von einer Polizistin in einer Außenstelle des RheinMain-Jobcenter in Frankfurt am Main erschossen worden ist, eines der beherrschenden Themen.

Wir möchten hiermit sowohl unsere Bestürzung über den Tod der Frau sowie unsere Empörung über die diesbezügliche -größtenteils einseitige und unreflektierte- Berichterstattung zum Ausdruck bringen. Maßstab für Demokratie ist bekanntlich der Umgang mit Minderheiten.

Die ausführliche Pressemitteilung ist hier zum download.

Auszüge: Read more