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22.6. 2012, Potsdam, Workshop: „Nicht-Behinderung“ – Die Macht der Norm

Workshop mit Judy Gummich
15 – 18 Uhr

KuZe Theatersaal, Hermann-Elfleinstr. 10, Potsdam

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe im Juni: “Diskriminierungen [an der Uni]”

In diesem Workshop geht es darum, unterschiedliche Diskriminierungsformen, die mit dem Begriff Ableism beschrieben werden, zu reflektieren. So geht es unter anderem um die die Frage , wie Behinderung konstruiert wird und welches Konzept von Normalität dabei zugrunde gelegt wird. Es werden individuelle und strukturelle Schemata der Wahrnehmung und Wertung beleuchtet und auf Wirkungen von Vorurteilen und Stereotypen sowie deren Auswirkungen auf die Interaktion und das Handeln eingegangen.

Im zweiten Teil geht es um das veränderte Verständnis von Behinderung wie es in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen formuliert ist und die Frage welche gesellschaftlichen Veränderungen dieser Paradigmenwechsel impliziert.

Trainer_in: Judy Gummich ist Menschenrechtlerin und freiberufliche Diversity-Trainerin und – Beraterin und seit Mai 2012 als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Menschenrechtsbildung, Inklusion und Diversity am Deutschen Institut für Menschenrechte tätig. Seit ca. 25 Jahren arbeitet sie in unterschiedlichen nationalen und internationalen Zusammenhängen vor allem zu Belangen der afrikanischen Diaspora in Deutschland, zu (Anti-)Rassismus, Migration, Beeinträchtigung/Behinderung, Integration/Inklusion, Gender, sexuelle Identität, sowie intersektionale Lebensrealitäten und Diskriminierung.

Die Zahl der Teilnehmenden ist nicht begrenzt. Für eine bessere Vorbereitung bitte ich dennoch um Anmeldung bis zum 19.6.2012 an gepo@asta.uni-potsdam.de

11. Juli, Potsdam: Seminar “Brandenburg, Kolonialismus und Afrikabilder”

11.Juli 2009, ab 10:30 Uhr, im Vereinshaus der BBAG e.V., Schulstraße 8 b, 14482 Potsdam

Die Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus, insbesondere mit der Kolonialpolitik von Brandenburg/Preußen, sollte Bestandteil einer demokratischen Erinnerungskultur sein.

Bei dem am 11. Juli ab 10:30 stattfindenden Seminar wird das weithin unbeachtete Kapitel der Verstrickungen des Landes in den transatlantischen Sklavenhandel sowie in koloniale Eroberungen des Deutschen Reichs im 19. Jahrhundert kritisch durchleuchtet.

Den Abschluss bildet die Vorführung von “Eine Kopfjagd” (D 2001) des Filmemachers Martin Baer im Filmmuseum.
Hier wird die Geschichte der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika dokumentiert.

Armin Massing
Beratungsstelle
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag e.V.
Web: www.ber-ev.de

In Zusammenarbeit mit der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft e.V., dem Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs e.V.

Programm-Ablauf und Kontakt für die Anmeldung HIER

Rechtsextreme Eskalation?

via Blackprint:

zur “plötzlichen Eskalation” rechtsextremer Gewalt, die einige Medien und PolitikerInnen momentan feststellen möchten, hier ein sehr lesenswerter Artikel von Daniel Nuber:

“wann eskaliert die Eskalation?”

Auszüge:

Die Frage ist nun nicht, ob und welche Maßnahmen die richtigen, effektivsten wären ” vielmehr lautet die korrekte Fragestellung: Warum spricht man erst jetzt von einer Eskalation und nicht schon viel früher?

Wir blicken ein paar Jahre zurück: Im Jahre 2000 erliegt Alberto Adriano, afrodeutscher Fleischer, wenige Tage nachdem er von mehreren Nazis angefallen wurde, seinen Verletzungen. Die “Brothers Keepers” widmen ihm den Song “Adriano (Letzte Warnung)”. 2001: Der aus Sierra Leone stammende Momoh Kabbah, damals 16, wird von vier Neonazis geschlagen und an einem Auge schwer verletzt. Er sagt dazu: “Ich habe Sierra Leone verlassen, weil ich Angst um mein Leben hatte (“). Ich bin nach Deutschland gekommen, um hier Schutz zu finden. Aber auch hier bin ich anscheinend nicht sicher. Es ist sogar schlimmer, denn auf das, was hier passiert ist, war ich überhaupt nicht vorbereitet gewesen.” (…) 2007: Unter fremdenfeindlichen Parolen wird eine Gruppe von Indern durch Mügeln (Sachsen) gejagt und zum Teil verletzt.

Eine Auflistung solcher Angriffe ließe sich schier endlos weiterführen, ganz zu schweigen von all den nicht bekannt gewordenen Übergriffen.

Was aber unterscheidet die Attacke auf Mannichl von den oben genannten, von all den anderen Opfern rechtsextremer Gewalt? Weshalb war bisher noch nicht von einer “Eskalation der Gewalt” die Rede, von einer “rechtsextremen Krake”? (…)

Ganzer Artikel hier.

Interessant dazu auch: in Dresden werden zum 13./14. Februar 2009 Naziaufmärsche mit geschichtsverdrehendem Hintergrund (“Nie wieder einen Bombenholocaust wie Dresden”) erlaubt.

Siehe: Laut gegen Nazis Blog

Hier auf www.geh-denken.de ist ein Aufruf gegen die als “Gendenkveranstaltung” angekündigte rechtsextreme Propagandashow, die Europas größte Nazidemo werden soll.

Dort kann man sich informieren, wie man sich dieser Demo entgegenstellen kann, und welche PolitikerInnen anscheinend ein Problem damit haben, wenn Bürgerinnen und Bürger das Vorhaben der Nazis konterkarieren wollen.

venceremos schreibt, dass “ein nahezu stadtweiter Konsens” existiere.