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Braune Karte für Theater Kampnagel und “Performance III” : Blackface

neue Entwicklung (21.4.2010):

Das Pressefoto mit Blackface wurde von der Tanzgruppe zurückgezogen. Eine öffentliche Entschuldigung ist noch nicht erfolgt.

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Wenn Kulturbehörde und Kulturstiftung in einer deutschen Großstadt ein Tanztheaterstück fördern, dass sich tief rassistischer Darstellungspraxen bedient, hat diese Stadt etwas essentielles nicht verstanden.

Quelle: Kampnagel und Abendblatt Hamburg

<klick auf das Bild: Hardcoreblackface, sehr sehr große Triggerwarnung>

 

Dieses Tanztheater wurde unter anderem von der hamburger Behörde für Kultur, Sport und Medien sowie der hamburgischen Kulturstiftung gefördert.
Es wird im Theater “Kampnagel” aufgeführt. (Dazu ein Artikel im hamburger Abendblatt HIER.)

Kontakt (mit uns im cc):

mail@kampnagel.de
info@kulturstiftung-hh.de
– Behörde für Kultur, Sport und Medien, Dr. Sabine Blumenröder, Leitung des Büros der Senatorin und Persönliche Referentin:
sabine.blumenroeder@bksm.hamburg.de

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Hier unser Schreiben, das den Negativ-Award, die braune Karte, erläuternd begleitet :

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Schweres Erbe für neue Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Christine Lüders

via Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des TBB

P R E S S E M I T T E I L U N G

17.11.2009

Schweres Erbe für neue Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Christine Lüders

Das Bundeskabinett hat am 09.11.2009 Christine Lüders als neue Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ernannt und damit die Ära von Dr. Martina Köppen beendet.

Das ADNB des TBB begrüßte die Neubesetzung. “Dies ist eine folgerichtige Entscheidung von der alten und neuen Familienministerin von der Leyen, da Dr. Köppen zunehmend wegen ihrer Arbeitgeberlastigkeit in die Kritik geraten war”, so Safter Çinar, Vorstandssprecher des Türkischen Bundes in Berlin- Brandenburg.

Die ADS sei in erster Linie eine Institution, die Betroffene auf unabhängige Weise und auf unterschiedlichen Wegen bei der Durchsetzung ihrer Rechte zum Schutz vor Benachteiligung unterstützen soll. Durch die falsche Prioritätensetzung habe Dr. Köppen bei den Betroffenen und ihren Verbänden viel Vertrauen verloren und dem Ruf der ADS insgesamt geschadet, so Çinar weiter.

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Aufruf zur Prozessbegleitung am 11. November 09- Prozess gegen Alex Wiens wegen Mordes an Marwa El Sherbini: “Ausblendung von Islamophobie und Rassismus”

via ARI Berlin

Aufruf zur Prozessbegleitung Kampf gegen Islamophobie und Rassismus
Prozess gegen Alex Wiens wegen Mordes an Marwa El Sherbini und Mordversuches an ihrem Mann Elwi O.
Vom 26. Oktober bis voraussichtlich 11. November 2009 findet beim Landgericht Dresden der Prozess gegen den Mörder von Marwa El Sherbini statt. (…)

Kommt zum Prozess insbesondere am letzten Prozesstag voraussichtlich am Mittwoch den 11.11.2009

Während des Angriffs war es ein zufällig in einem Nachbarsaal anwesender Polizist, der als einziger außer Elwi O. aktiv eingriff. Er kam in den Raum und schoss dem schwer verletzten Ehemann Elwi O. ins Bein. Er hielt ihn für den Angreifer, als Anhaltspunkt diente ihm dafür wohl Elwis Hautfarbe.

Schon in den Beleidigungsprozessen, wie auch im jetzigen Mordprozess wird der gesellschaftliche Hintergrund der Islamophobie weitgehend ausgeblendet. (…) Der mediale Diskurs zielt auf eine Externalisierung der Tat in alle Richtungen. Wahlweise “wir” oder “Deutschland” haben nichts damit zu tun. Der Täter und seine Motivation wird gedanklich nach Russland exportiert (Sonderseite der Taz 1.11.2009, S. 3 anlässlich des Prozesses zu den Russlanddeutschen)

(…) Auch die Verlogenheit des Integrationsdiskurses wird hier offensichtlich. Denn Alex Wiens wurde nicht als schlecht integrierter russischer Migrant zum Täter, sondern über seine antiislamische Ideologie fühlte er sich ” und war er ” mit der mehrheitsdeutschen Gesellschaft verbunden. Grotesk ist die nachträgliche Umkeh­rung: schlecht integrierter Migrant tötet gut integrierte, erfolgreiche Migrantin (z.B. Berliner Zeitung 27.10.09) Der Prozess wird in der Mehrheit der Medienbeiträge als Thema zwischen Ägypten und Deutschland behandelt. Eigentlich wichtig ist der Prozess nur, weil er potentiell die Bezie­hungen Deutschlands zu Ägypten belastet. Ja, schlimmer noch, in den deutschen Medien gab es nach dem Mord mehr als eine Woche ein gänzliches Medien-Blackout zum Hintergrund der Tat. Erste Berichte in den deutschen Medien gab es erst nachdem es in Ägypten und Iran zu Protesten gekommen war

Das eigentliche Thema, der eigentliche Hintergrund der Tat aber, ist die wachsende Islamophobie in der deutschen Gesellschaft

Der direkte Zusammenhang islamophober Diskurs und Tat ist eindeutig und direkt. Die Beleidigung auf dem Spielplatz geschah, weil Alex Wiens Marwa aufgrund des Kopftuches als Muslime wahr­nahm. In der für Islamophobie typischen Vermischung von Islam und Islamismus beschimpfte er sie als “Islamistin” und “Terroristin”. Gleichzeitig wollte er sie vom Spielplatz vertreiben, weil sie als Muslime dort (und in Deutschland) nichts verloren habe. In jedem Prozess benannte Alex Wiens seine antiislamische Motivation. Dennoch versucht sowohl dass Gericht als staatliche Instanz, wie auch offizielle Stimmen politischer Persönlichkeiten, wie auch mehrheitlich die Presse, das Problem nicht zu benennen, um sich nicht mit Rassismus und Islamophobie als gesamtgesellschaftlichem Problem auseinander setzen zu müssen

(…) Die Sicherheitsmaßnahmen um den Prozess fördern die Täter-Opfer-Umkehrung. Sie sagen aus: Gefährlich sind die Moslems. Bedrohungsszenarien der Polizei aus denen die Verteidigung von Wiens zitiert, sprechen von der Möglichkeit der Entführung von Mitgliedern des Gerichts etc.

Den ganzen Artikel hier lesen

Verleihung der “Braunen Karte” an “Bündnis 90/Die Grünen” Stadtverband Kaarst und Landesgeschäftsstelle NRW

Update vom 4.9.2009: neue Entwicklungen finden sich hier:
https://blog.derbraunemob.info/2009/08/11/ein-grund-nicht-gruen-zu-waehlen/

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Die Plakatkampagne der Grünen Kaarst und die Reaktionen von Stadtverband sowie Landes- und Bundesgeschäftsstelle der Grünen haben inzwischen weit über Deutschland hinaus Wellen geschlagen.

Dort -wie auch in deutschen Publikationen aus Soziologie und Politologie- besteht kein Diskussionsbedarf darüber, ob die Plakate sexistisch und rassistisch seien, und ob die Reaktionen aus den Ortsgruppen und der Parteispitze angemessen waren oder nicht.
Allein in unserem Blog finden sich über 100 differenzierte Kommentare zu diesem Thema.

Hier sind unsere Schreiben an die Grünen Kaarst und die Grünen NRW, die unseren Negativ-Award, die braune Karte, erläuternd begleiteten. Beide wurden heute am 24. August 2009 versendet.

Die Braune Karte wurde kürzlich redesigned. Es handelt sich um einen tatsächlich duftenden “Wunderbaum” im Kartenformat, der unserer Forderung für ein besseres Klima Nachdruck verleihen soll.

Ein Grund, nicht Grün zu wählen

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“Der einzige Grund, schwarz zu wählen”

(wer ihn noch nicht kennt: <klick>)

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update vom 1.11.09:
Artikel in “Junge Welt”

update vom 24.8.2009:
Verleihung der “Braunen Karte” an “Bündnis 90/Die Grünen” Stadtverband Kaarst und Landesgeschäftsstelle NRW

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update vom 31.8.2009:

auf der Homepage der Grünen in Kaarst heißt es unter dem Eintrag “31. August 2009″:

“Das Plakat ist von den Kaarster Grünen zurückgezogen worden. Die Mitgliederversammlung des OV Kaarst hat am 31.08.09 beschlossen, dass mit dem Abhängen des Plakates die Angelegenheit für den OV Kaarst beendet ist.”

In dem Partei-Blatt “Grüne Post” der Kaarster Grünen findet sich der Leserbrief eines Mitglieds der Kaarster Grünen, der als so genannter “sachkundiger Bürger” in der dortigen Stadtratsfunktion fungiert. Auszüge aus diesem Leserbrief:

“Es war etwa das Jahr 1992, als sich der Grüne Ortverband Kaarst an der Kampagne der Landesgrünen NRW ‘Rassismus ächten ” Farbe bekennen’ beteiligte .” (…) “Es beruhigt mich ein wenig: Wenn ich das Grüne Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2009 auf Seite 149/150 lese, weiß ich, das es nur eine Partei gibt, die mit dem Thema [gemeint ist Rassismus, die Red.] richtig umgeht: Die Grünen.”

Ohne Worte.

update vom 19.8.2009:

Stellungnahme und Protest der Stadträtin der Grünen Liste-Erlangen.
Ihr offener Brief hier als pdf.

Grüne Ratsfraktion Hannover schließt sich in einer Mail an zahlreiche Organisationen und Gruppen “dem Protest still [???] an”.
Anm der Red.: Mit “still” können wir ihnen leider nicht entgegenkommen, da wir auf Zivilcourage setzen. Hier die Mail als pdf.

update vom 17.8.2009:

Noch am 17.8. hängen die Poster im Stadtgebiet. Die Grünen versenden eine Postkartenkampagne mit dem rassistischen und sexistischen Motiv an die ErstwählerInnen (ab 16. Jahre).

Offener Brief der “Brothers Keepers” zur Grünen Kampagne und “Stellungnahme”

update vom 14.8.:

How to tell people they sound (/act…) racist: Toller Film! Empfehlung für die Kommunikation mit den Kaarster Grünen und ähnlichen Beleidigten. http://www.youtube.com/watch?v=b0Ti-gkJiXc

update vom 13.8.:

– what’s going on, is this motive a joke?

For those who speak English rather than German, here and here are english blog entries that tell the story.
And here’s the Translation of the official Green Party in Kaarst Statement which many people find just as outrageous as the poster.

– Einsichtsresistenz 2.1:

13.8.: Die Grünen in NRW beschließen, das Plakat zu entfernen, schieben die berechtigten Vorwürfe des Rassismus und Sexismus jedoch auf reine Befindlichkeiten. In einer Pressemeldung erklären sie gleichzeitig, dass sie “die Reaktionen darauf sehr ernst” nämen und “den Vorwurf des Rassismus und Sexismus entschieden zurück [weisen]” – ???… genau. Weil man als Grüne ja nicht rassistisch sein kann.
Vor allem wenn man gerade was rassistisches gemacht hat.

Das gewählte Bild halten wir (…) für vergriffen. Wenn sich Menschen durch die Bildsprache verletzt oder diskriminiert fühlen, nehmen wir das sehr ernst. Wir haben in den vergangenen Tagen intern über das Plakat und die Reaktionen darauf diskutiert und haben uns dafür ausgesprochen, das Plakat zu entfernen.
Den Vorwurf des Rassismus und des Sexismus weisen wir entschieden zurück. Weder die NRW-Grünen noch die Kaarster Grünen denken oder handeln rassistisch oder sexistisch, sondern im Gegenteil(…)

Einsichtsresistenz 2.0: Grüne Kaarst sehen sich nun als Opfer von “Zensur” (nofollow link; Klick wird nicht gezählt)
Anm der Red.: Gesamtgesellschaftliche Aufforderungen, Rassismus und Sexismus zu unterlassen, sind nicht “Zensur”.

Die frauenpolitische Sprecherin der Grünen in Berlin, Anja Kofbinger, hofft “inständig, dass in Kaarst der Verstand über den schlechten Geschmack siegt und das Plakat freiwillig zurückgezogen wird. Sollte das nicht der Fall sein werden wir uns weiter einmischen.”
Der flüchtlingspolitische Sprecher der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Benedikt Lux, hat ebenfalls seine Unterstützung zugesagt. Von offizieller Seite (Bundesvorstand/Wahlkampfmanagement) werde gesagt, das Plakat sei “misslungen”.
(die original Aussagen liegen uns vor)

update vom 12.8.:

Stellungnahme der ISD hier als pdf.

Die Grüne Jugend NRW fordert in einem offenen Brief die Kaarster Grünen auf, das Plakat aus dem Verkehr zu ziehen

Rückmeldung der Grünen Bayern

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Es erreichten uns zahlreiche Zusendungen.

Grüne Wahlplakat

Kontakt Grüne Kaarst: (mit der Bundesgeschäftsstelle der Grünen sowie uns im cc) an info@gruene-kaarst.de

Fon: 02131 – 61557
Fax: 02131 – 798065

Bundesgeschäftsstelle BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
T +49 (0)30/28442-0
F +49 (0)30/28442-210
M INFO@GRUENE.DE

Wir möchten ausdrücklich eine Kultur des Engagements fördern, weshalb wir dazu ermutigen wollen, auch selbst aktiv zu werden. Ohne Zuschriften der potenziellen WählerInnen gibt es für die betreffenden Parteien keinen Grund zur Auseinandersetzung mit dem Grad der Demokratie oder des Diskriminierungsgehaltes ihrer Inhalte.

Es empfiehlt sich für solche Korrespondenz der Zusatz:

“Bitte beachten Sie, dass dieser Briefwechsel von mir öffentlich geführt wird, und ich dieses Anschreiben wie auch Ihre eventuelle Antwort zu Zwecken der Dokumentation, Aufklärung und Lehre veröffentlichen werde.”

NDR-Weltspiegel will künftig auf Terminus “Schwarzafrikaner” verzichten

, so der zuständige NDR-Auslandsredakteur. Es sei im Weltspiegel “unser Ziel, gerade Stereotypen entgegenzuwirken”.

Anlass war eine Zuschauerinnenbeschwerde über anhaltende Verwendung des Begriffes in einem Weltspiegel-Beitrag über Flüchtlinge.

Zum Hintergrund:

warum nicht Schwarzafrikaner” , pdf

Stellungnahme des Schweizer Presserates
weshalb “Schwarzafrikaner” keine diskriminierungsfreie und genügende Bezeichnung für Menschen ist.

13. August 2009, Magdeburg: Oury Jalloh – Demo vor dem Innen- und Justizministerium

via http://thevoiceforum.org

Demo gegen rassistische Polizeigewalt und für die Unterstützung einer Internationalen Unabhängigen Kommission zur Aufdeckung des rassistischen Mordes von Oury Jalloh und staatlicher Gewalt vor dem Innen- und Justizministerium.

BREAK THE SILENCE
Donnerstag, den 13. August 2009:
15.00 UHR HAUPTBAHNHOF MAGDEBURG

Hintergrund:

Am 7. Januar 2005 verbrannte Oury Jalloh, ein Flüchtling aus Sierra Leone, qualvoll in einer Polizeizelle in Dessau, Sachsen- Anhalt.

Weiterlesen: HIER

Totalausfall der F.A.Z. – Diffamierung des UN-Sonderberichterstatters Githu Muigai

Besonders spritzig hat sich Anfang Juli die FAZ hervorgetan. In einem “Artikel” heißt es:

*** Die Bundesregierung schickte aus unerfindlichen Gründen den einzigen Kenianer (Britisch-Ostafrika), der offensichtlich nicht mit Mittel- und Langstreckenlauf sein Geld verdient, durch Deutschland, um der Bevölkerung dabei behilflich zu sein, ein “breiteres” Verständnis von sogenanntem Rassismus zu entwickeln, auch auf die Gefahr hin, dass er wenig Gehör findet, weil die Bevölkerung bereits ganz zufrieden ist mit ihrem “engeren” Verständnis von sogenanntem Rassismus. Githu Muigai ist seit August 2008 Sonderberichterstatter der vereinten sogenannten Nationen für “zeitgenössischen” Rassismus und “verwandte Formen” von Intoleranz, ihm zur Seite stehen mehrere Berichterstatter, die ebenfalls aus ehemaligen Kolonien stammen und die für “traditionellen” Rassismus sowie den präraffaelitischen, kubistischen, impressionistischen Rassismus zuständig sind. Darüber gerieten die sogenannten Vorgängen in Honduras in heitere Vergessenheit, wenn sie denn überhaupt bemerkt worden sind.***

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Juli 2009, Nr. 27, S.12

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“colonial feeling” bei Deichmann

Zusendung von A. (Name der Red. bekannt):

Hallo beim schwarzen Blog,
Ich habe gerade beim stöbern auf der Deichman HP unter der Rubrik new styles auch eine Rubrik gefunden die sich “colonial feeling” nennt und finde das, wie ihr wahrscheinlich auch, überhaupt nicht lustig oder originell.
Ich frage mich was man sich bei so einem Titel gedacht hat. Wahrscheinlich nicht allzu viel.
Ich werde Deichmann kontaktieren und vllt. macht ihr es auch!?
Viele Grüße
A.

Kontakt zur Firma Deichmann: Hotline: 0800/ 50 20 500 (kostenlos), Mail (mit uns im cc): info@deichmann.com

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