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German Zoo Dresden chooses to rename primate called ‘Obama’ – after famous Black soccer pro

article in english: http://www.thelocal.de/society/20090710-20513.html

Why the new name “Okeke” is a bad idea: Okeke 1, Okeke 2

More details & background in German

contact to zoo: Karl-Heinz Ukena, Zoo Dresden ukena@zoo-dresden.de

Berlin, 19.-20- Juni: “RE/POSITIONIERUNG, RE/POSITIONING” – Critical Whiteness/Perspectives of Color

Achtung Programmänderung: Die Veranstaltung Locations of the Mothership: The Black Female Subject as a Site of Resistance mit Jamika Ajalon am 20.06.09 findet um 18h statt um 16h statt.

(English version below)

RE/POSITIONIERUNG

Der Auseinandersetzung und Anerkennung der eigenen Position folgt eine Repositionierung, in der bewusst Standpunkte bezogen werden, die Rassismus entgegenwirken, anstatt ihn zu bestärken.
Syd Shelton und Carol Tulloch stellen die Bewegung des “Rock against Racism” vor, die von 1976-81 Schwarze und Weiße Aktivist/-innen, Künstler/-innen, Schriftsteller/-innen Designer/-innen und Musiker/-innen im Kampf gegen Rassimus vereinte. Gabriele Dietze erweitert den Dialog über kritisches Weißsein um das Konzept des kritischen Okzidentalismus. Jamika Ajalon behandelt in ihrer Anti-Lecture die Bedeutung Schwarzer Frauen als Subjekte des Widerstandes. Lambert Mousseka und Stefanie Oberhoff präsentieren den Film “… und jetzt bin ich ein Künstler”, der ihre Arbeit mit Straßenkindern und Kindersoldaten in Kinshasa dokumentiert.

RE/POSITIONING

A repositioning follows the discussion and acknowledgment of one’s own position whereby points of view are taken up consciously that mark an active opposition to racism instead of implicitly strengthening it. Syd Shelton and Carol Tulloch present the historical movement of Rock Against Racism which untied Black and White activists, artists, writers and designers in the fight against racism from 1976 to 1981. Gabriele Dietze expands the dialog regarding Critical Whiteness Theory through the concept of Critical Occidentalism. Jamika Ajalon deals with the importance of women as subjects of Resistance in her “anti-lecture”, while Lambert Mousseka and Stafanie Oberhoff present the film “… und jetzt bin ich ein Künstler” documenting their work with street children and child soldiers in Kinshasa.

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Bericht des EU Europarats zu Rassismus in Deutschland – European commission’s report on racism in Germany

European commission against racism and intolerance (ECRI) published a REPORT ON GERMANY
Content includes “Racist violence”, “racism in public discourse”, and discrimination in various fields.
The report is in English and contains analysis and recommendations.
Download here.

via BlackNRW

Der Europarat bzw. die “Kommission gegen Rassismus und Intoleranz” des Europarats (ECRI) hat heute ihren Deutschlandbericht zum Umgang Deutschlands mit Minderheiten und Ausländern veröffentlicht. Hauptschwächen sehen die unabhängigen Experten im deutschen Strafrecht und im Justizwesen. Der Bericht kann auf der Webseite der ECRI heruntergeladen (Englisch, pdf) werden.

Schwarze Menschen (Black Community), werden neben Juden, Muslimen, Türken, Sinti / Roma und Migranten, Asylanten, Flüchtlingen als besonders gefährdete Gruppe geführt. Die (…)Lage der Black Community in Deutschland wird (…) in einem eigenen Kapitel wie folgt beschrieben:

  • Brutale und gewalttätige Angriffe gegen Schwarze
  • “NO GO Areas” in einigen Bundesländern
  • Bürger 2. Wahl bei der Behandlung durch die Polizei
  • Fehlende Sichtbarkeit von Schwarzen Menschen in der Zivilgesellschaft
  • Diskriminierung im Arbeitsleben / Wenige schwarze Role Models im Berufsleben (Lehrer, Bankangestellte, Beamte)
  • Diskriminierung durch das Auswahlsystem im Bildungswesen
  • Mangel an Diversity in Medien, Film, Werbungen
  • Reproduktion von rassistischen Stereotypen in den Medien
  • Fehlendes Forschungsmaterial zu Situation der Black Community in Deutschland

11. Juli, Potsdam: Seminar “Brandenburg, Kolonialismus und Afrikabilder”

11.Juli 2009, ab 10:30 Uhr, im Vereinshaus der BBAG e.V., Schulstraße 8 b, 14482 Potsdam

Die Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus, insbesondere mit der Kolonialpolitik von Brandenburg/Preußen, sollte Bestandteil einer demokratischen Erinnerungskultur sein.

Bei dem am 11. Juli ab 10:30 stattfindenden Seminar wird das weithin unbeachtete Kapitel der Verstrickungen des Landes in den transatlantischen Sklavenhandel sowie in koloniale Eroberungen des Deutschen Reichs im 19. Jahrhundert kritisch durchleuchtet.

Den Abschluss bildet die Vorführung von “Eine Kopfjagd” (D 2001) des Filmemachers Martin Baer im Filmmuseum.
Hier wird die Geschichte der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika dokumentiert.

Armin Massing
Beratungsstelle
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag e.V.
Web: www.ber-ev.de

In Zusammenarbeit mit der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft e.V., dem Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs e.V.

Programm-Ablauf und Kontakt für die Anmeldung HIER

Menschen Zoo Krefeld – Wieder ein “Afrika Tag” in einem deutschen Zoo!

Again: Africa Show in a German zoo! – English version here

zookrefeld

via BlackNRW
Menschen Zoo Tag in Krefeld: Neben artbedrohten Gorillas darf man am 21.Mai 2009 im Zoo Krefeld auch arme Waisenkinder in Uganda oder hilfsbedürftige SchülerInnen in Ghana “füttern” helfen. Denn der Zoo veranstaltet einen sogenannten Afrika Tag in seinem Tiergehege.

Die Neuauflage der kolonialen Völkerschau möchte mit afrikanischen Trommlern, wilden Voodoo Zauberern, furchteregenden Kriegern und naturnahen Textilkünstlern die Lust auf Afrika – Safari & Hilfsprojekt-Land- wecken. Anschliessend darf sich der Zoo Besucher mit aufgerissenen blauen Äugchen und ganz modern per Infomobile spannende Informationen zum afrikanischen Savannentierchen oder eben auch mal zur Zukunft des G20 Staats Südafrika abrufen.

Weiterlesen ! Ganzer Artikel mit Hintergrundinfos zu Völkerschau, dem Fall “African Village” 2005 im Augsburger Zoo, und dem Spektakel in Krefeld HIER auf BlackNRW

Landgericht Neuruppin: »N-Wort« ist eindeutig Beleidigung

http://opferperspektive.org/Home/Fallberichte/857.html

Am Mittwoch, den 1. April, sprach das Landgericht Neuruppin den 30- jährigen Daniel B. schuldig, am 31. März 2007 einen kamerunischen Asylbewerber in Prenzlau beleidigt und angegriffen zu haben. Das Gericht hob den Freispruch des Amtsgerichts Prenzlau auf, das nach eigenem Bekunden nicht erkennen konnte, ob die Aussage des Angeklagten oder die des Opfers glaubwürdiger sei.

Im Gegensatz zur Entscheidung des Amtsgerichts, das sich ein Jahr zuvor mit dem Angriff befasst hatte, hielt das Landgericht die Aussage des Opfers für absolut glaubwürdig. Der Kameruner schilderte, wie er von Daniel B. mehrfach als »Neger« beleidigt, geschlagen und getreten worden war. Die Einlassung des Angeklagten dagegen hielt der Richter für eine »reine Märchenstunde «. Dieser hatte behauptet, der Asylbewerber habe ihn als »Nazi« beschimpft und sei auf ihn losgegangen.

Daniel B. wurde für die Körperverletzung mit sechs Monaten Freiheitsstrafe und für die Beleidigungen mit 40 Tagessätzen bestraft.

Beachtenswert ist die Entscheidung des Gerichts, die Beleidigungen »N….« als […] herabwürdigend einzustufen. Obwohl immer wieder auf den beleidigenden Charakter und die koloniale Herkunft des Begriffs verwiesen wird, waren Ermittlungsbehörden und Gerichte nicht immer bereit, diese Beschimpfung als rassistisch zu bewerten und als Beleidigung zu verfolgen.

Der Geschädigte zeigte sich erleichtert über die Korrektur des Urteils.

*

Anm. der Red.:

An vielen Stellen, die über den Fall berichten, ist von “Fremdenfeindlichkeit” die Rede. Wir weisen darauf hin, dass Fremdenfeindlichkeit und Rassismus keinesfalls gleichzusetzen, und auch keine Synonyme sind. Unterstellt man beispielsweise Angriffen gegen Schwarze Menschen pauschal eine “ausländerfeindliche” oder “fremdenfeindliche” Motivation, so kommuniziert man damit die Ansicht, dass Schwarze Menschen automatisch keine Deutschen sein können oder dass sie ungeachtet ihrer tatsächlichen Herkunft per se “fremd” seien (befindet sich damit exakt im Gedankengut der NPD), und leugnet zudem, dass Rassismus die Grundlage in dem spezifischen Fall ist. Dies fällt vor allem auf in Berichterstattung über Schwarze, die in Deutschland leben, also keine “Fremden” sind.

“Fremdenfeindlich” wird noch oft als vermeintliches Synonym für die Vokabel “rassistisch” verwendet. Dies geschieht teilweise, weil die Vokabel “rassistisch” als zu stark empfunden wird. Rassistische Gewalttaten sollten jedoch dringend beim Namen genannt werden, damit rassistische Impulse wirksam bekämpft werden können.

Mehr dazu: Informationen für JournalistInnen zum korrekten sprachlichen Umgang mit rechtsextremistischen oder rassistisch motivierten Straftaten zum Download

Internationale Kommission zur Aufklärung von Oury Jallohs Tod gegründet

International commission will examine the highly suspicious death in custody of Oury Jalloh in Dessau, Germany. english info: klick here

via Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Die Kommission setzt sich zum Ziel, die wahre Geschichte von Oury Jallohs Leben in den Flüchtlingslagern von Sachsen-Anhalt, die Umstände um seinen Tod, sowie die Vertuschung und Verschleierung bei den
Ermittlungen seitens staatlicher Behörden aufzuklären und offen zu legen. Selbst Richter Steinhoff sprach bei der Urteilsverkündung am 8. 12. 08 davon, dass man “nicht die Chance auf ein rechtstaatliches Verfahren, auf die Aufklärung des Sachverhalts” hatte.

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