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Leserbrief an Stern.de
und Infobrief für JournalistInnen:
es gibt keine “Farbigen”

Sehr geehrte Medienschaffende, Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Wir sind eine Media-Watch-Organisation, die sich vor allem auf öffentlichen Diskurs und Informationen für JournalistInnen bezüglich rassismusfreier Berichterstattung konzentriert.

Unter anderem geben wir regelmäßig Erklärungen zu diskriminierungsfreier Sprache heraus.

In Ihren Artikel “Diskriminierung – Rassismus in der Lohntüte”, den wir inhaltlich berichtenswert und gut finden, wurde leider als Bezeichnung für Schwarze AmerikanerInnen die diskriminierende Vokabel “Farbige” verwendet:

http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/583289.html?nv=ct_mt

Wir möchten Sie daher darüber informieren, dass “Farbige” weder ein Synonym für “Schwarze” darstellt noch eine diskriminierungsfreie Bezeichnung ist.
Vor allem im Hinblick darauf, dass das englische Aequivalent, “coloureds”, in der heutigen Zeit von AfroamerikanerInnen entschieden zurückgewiesen wird, diese Tatsache weithin bekannt ist, und der Beitrag ja den Anspruch hat, Deutschen ein Stück Schwarze amerikanische Kultur nahezubringen, hätten wir uns mehr Sensibilität und Recherche gewünscht.

Unter diesem Link finden Sie unter anderem auch unseren neuesten Infobrief für JournalistInnen,
3 – 4/2008, mit dem Titel “es gibt keine Farbigen”:

http://www.derbraunemob.info/deutsch/index.htm

Mit freundlichen Grüßen,

info@
Derbraunemob.de

der braune mob e.V.
media-watch – schwarze deutsche in medien und öffentlichkeit

— http://www.derbraunemob.info —

Bitte beachten Sie, dass dieser Briefwechsel von uns öffentlich geführt wird, und wir dieses Anschreiben wie auch Ihre eventuelle Antwort und Reaktionen, zu Zwecken der Dokumentation und Aufklärung veröffentlichen.

Astrid Lindgren: rassistisches Gedankengut für die ganz Kleinen

Ob Astrid Lindgrens Bücher rassistisch seien, wird erstaunlicherweise immer wieder diskutiert. Pippi Langstrumpfs Vater ist auch in den neuen Auflagen immer noch nebenberuflich N…erkönig, und “in Kenia” gibt es “keinen einzigen Menschen(…), der die Wahrheit sagt. Sie lügen den ganzen Tag.”.
Falls noch Restzweifel bleiben, mit welchen unreflektierten rassistischen Messages viele Menschen in ihrer Kindheit sozialisiert wurden und leider auch noch werden: auf der mob-Seite “so geht’s nicht” ist ein Ausschnitt aus neu aufgelegter Astrid-Lindgren-Literatur, der nicht für zarte Gemüter ist.

Für Feedback gibt’s auch den Kontakt zum Verlag dazu.

Zur Weiterbildung: Hier ist ein Urteil des Amtsgerichts Schwa”bisch Hall zum N-Wort, aus dem klar hervorgeht, dass es bei der Beurteilung davon, was rassistisch sei und was nicht, auf eine Diskriminierungsabsicht nicht ankommt.

Und hier ein ganz ausführlicher Text: “Warum nicht N..er

Sw