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Wir haben das Sorgerecht für 143!

Der Verein Zahlpatenschaft e.V. (claims: “…taking care for numb3rs since 2011“; “JedeR zählt!” ) hat den mob zu Zahlpat*innen gemacht.

Wir sind stolz auf unser Sorgerecht für die Zahl 143 und bedanken uns für die Wahl unseres Vereins als Spendenziel für den vergangenen Patenschaftszeitraum!

Zahlpatenschaft ist eine originelle Fundraising-Idee, die sich rassismusfreier präsentiert als viele wohlmeinende und herkömmliche Spendenorganisationen. Wir freuen uns daher über diese Soli.

Mit dem Projekt Zahlpatenschaft, einer satirischen Replik auf nationalchauvinistische Sprachpflegeprojekte wie die “Wortpatenschaft”, werden Vereine unterstützt, die sich gegen Diskriminierung und Nationalismus engagieren.

– http://www.zahlpatenschaft.de/

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– Was an Spendensammeln problematisch sein kann?

Nachhilfe leistet unter anderem “White Charity”:

http://www.whitecharity.de/index_files/Page419.htm

http://www.earthlink.de/2012/04/radiosendung-white-charity-versteckte-rassismen-auf-spendenplakaten/

 

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‘White Charity’ – Supremacy im Subtext von Barmherzigkeit – Film online sehen!

Neu: For subtitles go to ‚cc‘ in the video and choose language(s).

Ein Projekt, das wir schon seit einigen Jahren mit Spannung aus der Ferne beobachten, ist nun fertiggestellt und veröffentlicht:
der Film “White Charity“!

Von Carolin Philipp und Timo Kiesel,
Mit: Aram Ziai, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Philipp Khabo Köpsell, u.a.

Der Film ist in ganzer Länge online zu sehen und auch als DVD erhältlich. Zudem wird er in Kinos, Unis und NROs gezeigt.

Homepage, Film online sehen und aktuelle Vorführungstermine: www.whitecharity.de

Auszüge aus dem Begleittext:

Die Analyse der entwicklungspolitischen Spendenplakate zeigt, wie auch ein – auf den ersten Blick – humanitäres, menschenfreundliches Arbeitsfeld koloniale Denkweisen reproduziert und dabei Menschen entlang ihrer zugeschriebenen Hautfarbe unterscheidet und bewertet.

Meist werden auf den Spendenplakaten Schwarze Menschen dargestellt und in stereotyper Weise als passive Objekte defizitär oder exotisch konstruiert. Wir möchten das dahinterliegende Weiße Selbstbild betrachten, dass die Hilfsorganisationen mit ihrer Werbung zeichnen: Die Bilder erfüllen eine gesellschaftliche Funktion der Aufrechterhaltung Weißer Überlegenheit.

Der Dokumentarfilm bringt Vertreter_innen von Nichtregierungsorganisationen mit Wissenschaftler_innen der Postkolonialen Theorie und Rassismuskritik ins Gespräch und diskutiert die Spendenplakate in dem Kontext von Kolonialismus, Rassismus und Macht.

Der Film analysiert die Macht der Bilder. Es geht nicht darum einzuschätzen, ob die Spenden die gewonnen werden auch sinnvoll eingesetzt werden. Allerdings verraten die Darstellungsweisen teilweise durchaus etwas über die Struktur der NRO, in denen größtenteils Weiße Deutsche Entscheidungsträger_innen sitzen und sowohl Partnerorganisationen aus dem Süden strukturell ausgegrenzt werden.